Kapitel 110

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Ahsoka stolperte zurück. Sie hatte nicht erwartet, dass es so anstrengend wäre so etwas zu tun.

Sie sank zu Boden und griff sich an die Brust.

Ein leises Keuchen entfloh ihren Lippen und sie brauchte kurz, um sich wieder zu fangen.

Als sie sich dafür wieder fähig befand versuchte sie vorsichtig wieder auf die Beine zu kommen.

Sie zitterte noch am ganzen Körper.

Die Stimme hallte in ihrem Gedächtnis wieder.

Sie schien durch den gesamten Raum zu schwingen

Sie kannte sie. Sie kannte sie sehr gut.

Sie furchte sich wie tiefe Risse in die Wände, die sie von ihren Erinnerungen trennten. Es... Es war ihr so vertraut, dass es ihr beinahe Tränen in die Augen trieb.

Sie schloss die Lider und ließ das salzige Nass über ihre Wangen rinnen.

Es tat so gut es rauszulassen.

Ungehindert tropfte das Wasser auf den Boden und hinterließ eine kleine Pfütze.

Sie hatte sich so sicher gefühlt bei dem Klang den die Worte dieser Person machten. Wer war es nur?

Ihr Bruder?

Hatte sie einen Bruder?

Sie hatte Aech gesagt das ihr Bruder ihr beigebracht hatte wie man mit Maschinen umging. Vielleicht war es ja die Wahrheit. Vielleicht hatte ihr Bruder es ihr wirklich beigebracht.

Der Gedanke leuchtete in ihr, wie ein kleiner Stern.

Sie legte den Kopf zurück und sah mit geschlossenen Augen in Richtung der Decke.

Sie brauchte etwas frische Luft. Sie brauchte definitiv etwas frische Luft.

Vorsichtig tat sie einen Schritt nach dem anderen, bis ihre Beine aufgehört hatten zu zittern.

Zu dem Zeitpunkt war sie dann auch bei der Tür.

Sie trat hinaus, schlich die schmale Treppe nach unten und durch die Hintertür ins freie.

Aech hatte ihr gezeigt wo der Schlüssel war, damit sie auch Nachts rauskonnte.

Er hatte gesagt er wolle nicht, dass sie sich eingesperrt fühle.

Kaum, dass die kühle der Nacht sie umhüllte, fühlte sie ihre Kraft zurückkehren.

Es tat gut herumzulaufen, wenn die Welt um sie herum genauso dunkel war, wie das was sie sehen konnte.

Die Straßenlaternen funktionierten nie, dass wusste sie von Aech.

Als die beiden einmal in der Nacht einen Droiden ausgeliefert hatten, war er überall gegen gelaufen.

Sie hatte ihm geholfen.

Jetzt alleine war es einfach. Sie brauchte keine Augen, um zu sehen. Diese seltsame Kraft reichte ihr.

Sie inhalierte die klare Luft und ließ die Kraft des frischen Sauerstoffs durch ihren Körper kursieren.

Jetzt konnte sie endlich wieder denken.

Sie dachte an vieles.

An die Stimme.

An die vielen fremden Stimmen.

An die vielen fremden Momente.

Die Worte und Sätze, die für sie keinen Sinn ergaben.

Sie lächelte, als sie sich an einige Scherze erinnerte, bei denen sie nicht einmal wusste, warum sie lustig waren.

Der Wind legte sich um ihre Lekku wie ein unsichtbares Tuch.

Es war schön wie still die Welt Nachts war.

Sie meinte sich daran zu erinnern, das es anders war, dort wo sie herkam.

Sie hatte die Nacht als laut und hell in Erinnerung.

Plötzlich blieb sie stehen.

Sie hatte da ein ganz mieses Gefühl.

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