Was man alles so bedenken musste, wenn man mit einem Baby verreisen wollte. Dachte ich ein knappes Jahr zurück, hatte ich einfach das notdürftige was in den Koffer passte, eingepackt, nun hatte ein selbst noch Sachen von Rose auf Patricks und meinen Koffer verteilen müssen, dazu den Kinderwagen fürs Sperrgut. Patrick hatte sich beim Leihwagen darum gekümmert, das uns ein Reboarder zur Verfügung stand, damit wir den nicht auch noch mitnehmen mussten. Als dann endlich alles gepackt war, schnappte ich mir zwei Tassen Kaffee und gesellte mich zu Patrick nach draußen in den Garten, wo er dabei war für Rose einen Sandkasten zu bauen. Auch wenn es Richtung Winter ging, ließ er sich von seiner Idee nicht abbringen.
„Hier! Trink erstmal was und mach eine Pause. Rom wurde auch nicht an einem Tag erschaffen!", sanft strich ich ihm über seinen Rücken, reichte Patrick die Tasse, die er auch dankend annahm und hockte mich neben ihm. „Mach Schluss für heute... du hast schon viel zu viel getan... ruh dich aus, morgen geht's schon früh los, ok?" „I have to... Rose need.." „Nein, brauch sie nicht, wir haben bald Winter..." „Aber hier wird's nicht so kalt, und dann Kann sie trotzdem doch spielen und..." „Feierabend für heute.... jetzt steht Urlaub an... ich bade schnell die kleine Lady, die schon selber wie ein Sandhaufen aussieht, und dann lass ich dir auch eine heisse Wanne ein, ok?" Inzwischen war ich aufgestanden, und reichte Patrick meine Hand um ihn ebenfalls aufzuhelfen, wobei er mich prompt dabei in seine Arme zog. „Patrick, du bist voll mit Erde, Sand und du machst mich auch total dreckig!" „That was the plan!", grinste er nun frech. „Was heckst du aus?" „Das du mich nun in die Wanne begleiten musst..." „Patrick... Rose muss noch gebadet werden, und essen muss sie auch noch und..." „Sanft Verschloss er meinen Mund mit seinen und küsste mich zärtlich. „Dann mach ich das hier noch fertig, du versorgst die kleine Lady und danach relaxen wir etwas, ok?"
Gesagt, getan. Ne gute Stunde später lag ich gemeinsam mit Patrick in seinen Armen in der Wanne. Ganz sachte glitt er mit dem Naturschwamm über meinen Körper und zauberte mir einige wohlige Schauer, das ich mich noch näher an ihn kuschelte. „Freust du dich auf morgen Lilly? Timespending, realaxing, unser Meer..." „Naturlich, sehr sogar... aber mit viel Ruhe ist nicht... du weißt, Rose ist ein kleiner Wirbelwind... die wird mich gut auf Trab halten..." „Uns..." „Wie uns?" „Schliess mich nicht immer aus... nicht du, sondern wir... Rose gehört doch zu uns und nicht nur zu dir... ich mach das gern... es ist keine Last... so wie du Rose angenommen hast, hab ich dich mit ihr angenommen. Verstehst du was ich meine? Zu mir gehört auch Bono, der seit letzter Woche auch hier plötzlich Napf, Körbchen und sein Fressen hat... das hast du auch wie selbstverständlich besorgt... und genauso ist es mit der kleinen Lady... sie gehört zu dir, und somit auch zu mir, ok?" „Du nimmst das alles so hin, ohne wenn und aber... dabei haben wir uns vor zwei Wochen erst ausgesprochen... und dann das mit deiner Familiy..." „Ich hab es doch schon vorher so akzeptiert... selbst wenn Rose dein eigenes Kind wäre... ich liebe Kinder... und Rose ganz besonders... und mit meiner Family... das bereitete dir arge Kopfschmerzen oder?" „Ja klar... weißt du, Joey war hier, als er den Bus gefahren hat... deine Familie... er sagte sie wissen von mir von früher... sie geben mir bestimmt die Schuld... und von Mark wussten sie ja auch nichts... ich hab einfach etwas Angst..." „Lilly... alles wissen sie nicht... ich hab auch nie ein böses Wort über dich verloren... ich glaub ich sollte dir noch einiges erzählen vorher... auch wegen meiner Sexuellen Vergangenheit... aber nicht hier... ich möchte die Ruhe jetzt mit dir hier genießen... wir haben die nächsten Tage viel Zeit... nur für uns... um auch unausgesprochene Dinge zu klären, und ich glaube davon gibt es trotzdem noch genug deinerseits, oder?" Entschuldigend sah ich ihn an, aber er lächelte nur und zog seine Arme fester um mich. „I'm thankful, you've given me, us the choice... to find together, be together, although... I was an idiot to think, Mark and you wouldn't find out, what I've done... but..." „Was geschehen ist ist geschehen... der Gedanke an euch... ja es tut immer noch weh und es wird dauern... aber noch einmal will ich dich nicht verlieren. Und wenn das heißt, das ich daran zu knabbern habe, dann ist das so...lieber das, als nochmal dich nicht mehr in meinem Leben zu haben..." „You won't... I promise... we will get through of it... we gonna manage it... Lilly... das hier... das mit uns.... das ist genau das was ich mir immer gewünscht habe. Ein normales Familienleben... natürlich liebe ich meinen Beruf, den möchte ich jetzt auch nicht mehr aufgeben... so wie früher... aber wenn ich nach Hause komme... dann... I want stuff like this... normal things, like washing dishes, changing pants, building something for Rose in the garden... having you around... ok?" „Das klingt alles so einfach... lass es abwarten... nicht, das es dir doch Zuviel wird mit uns und..." „... nein... und wir haben hier beide unser Haus... also genug Rückzugsmöglichkeiten... jetzt freu ich mich mit dir auf unseren kleinen Urlaub..."Nach einer kurzen Nacht, einen holprigen Flug, das wir sorgen um Bono hatten, der ausnahmsweise mal mitflog im separaten Gepäckraum des Fliegers und einer nicht enden wollenden Fahrt durch lange Staus erreichten wir völlig geschafft am späten Nachmittag Friedrichskoog. Auch Rose war völlig unzufrieden, da sie fast den ganzen Tag ruhig sitzen musste und sich kaum bewegen konnte. Bono hingegen war völlig tiefenentspannt und schlief im Kofferraum des Kombies. Patrick ging zum Klinikempfang um sich wie vereinbart die Schlüssel für die Wohnung zu holen, während ich erst die meckernde Lady und Bono endlich aus dem Auto lies. Reaktiv zügig war Patrick zurück und hielt mir grinsend den Schlüssel entgegen... „Lilly... wir können direkt davor parken... also alle nochmal ab ins Auto..." Als ob Rose ihn verstanden hatte, fing sie lautstark an zu schimpfen. „Fährst du rüber? Ich lauf das Stück... dann kann Bono auch etwas sich die Beine vertreten und auch Rose ist es glaub ich leid, wenn sie wieder in den Kindersitz muss..." „Weißt du was... ich hol das Auto nachher... wir gehen jetzt erstmal zum Strand... gemeinsam... dann gehen wir was einkaufen... und wenn du dann so lieb bist, was zu essen zu machen... lad ich das Auto aus..."
Und so machten wir es auch... es hatte sich all die Jahre nichts geändert. Patrick war immer noch die völlige Katastrophe in der Küche, also war es natürlich fur mich ok, was zu essen zu machen. Wir hatten vorher schon beschlossen, eher daheim zu essen, erstmal weil es mit Rose so wesentlich entspannter war, als auch das wir nicht gemeinsam so viel in der Öffentlichkeit zusammen gesehen werden wollten.
Inzwischen hatten wir den Strandabschnitt erreicht, wo Patrick und ich unsere meiste gemeinsame Zeit früher verbracht hatten. Kaum was hatte sich verändert. Patrick leinte Bono ab, nahm Rose von meinem Arm, setzte sie in den Sand und lies auch sich in den Sand fallen, um mich direkt hinterher zu ziehen, sodass ich mich auf seinem Schoß, seine Arme fest um mich geschlungen wiederfand. Sachte legte er seinen Kopf auf meine Schulter und beide blickten wir gemeinsam auf unser geliebtes Meer.
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Kenmare... wo sich Zukunft mit Vergangenheit verbindet
FanficLilian ist Single, glücklicher Single und arbeitet in einer renommierten Spedition als Human Ressource Managerin. Ab und an verirrt sich mal ein Mann in ihr Leben, aber seit 18 Jahren hat sie nie wieder jemanden so nah an sich rangelassen wie ihn...