Am nächsten Morgen wurden sie durch ein Klopfen an der Zimmertür geweckt. Beide schauten sich irritert an. Wer kann das denn sein? Murrend stand Wincent auf, um nachzuschauen. Aber vor der Tür war niemand. Sein Blick fiel auf den Boden. Dort stand ein Tablett mit Frühstück und daneben lagen zwei Bademäntel. Darauf lag ein Zettel. Er griff danach und las ihn. “Guten Morgen ihr zwei. Macht euch einen schönen Tag. Der Spa-Bereich ist heute nur für euch geöffnet. Um 14 Uhr habt ihr einen Massage-Termin. Um 19 Uhr solltet ihr für das Abendessen bereit sein. Fühlt euch gedrückt, Amelie” Wincent musste lächeln. Das war typisch Amelie. Sie wusste einfach immer, was zu tun war und sorgte dafür, dass es ihm an nichts fehlen sollte. Und dieser Tag mit Steffi alleine war genau das, was die beiden jetzt brauchten. Er hob die Sachen auf und trug sie ins Zimmer. “Ich hab uns Frühstück besorgt.” grinste er mit dem Tablett in der Hand. “Oh wow, das ist ja mal ein Service.” freute sich Steffi. “kleiner Spaß, hat Amelie für uns arrangiert.” Er stellte das Tablett auf dem Bett ab und gab Steffi den Zettel. “Oh man, wie süß ist sie denn bitte? Mit ihr hast du auch echt den Lottogewinn gezogen.” Dann machten sie sich über das Frühstück her. “Jetzt weiß ich mal, wie sich die Mädels beim Bachelor immer fühlen.” lachte Steffi. “Frühstück im Bett, mit einem sehr attraktiven Mann. Das ist da doch das Standardprogramm.” “Stimmt.” lachte auch Wincent. “Ich muss dann leider auch gleich los, das nächste Gruppendate steht schon an.” Steffi warf ihm einen bösen Blick zu. “Nicht witzig.” “Oh ja, sorry.” murmelte er. Für den Witz war es wohl noch zu früh. “Aber keine Sorge, heute hast du mich dann ja scheinbar ganz für dich alleine.” Da strahlte Steffi ihn wieder an. Nach dem Frühstück beschlossen sie, noch bis zur Massage im Bett liegen zu bleiben. Sie hatten sich noch so viel aus den letzten Tagen zu erzählen und genossen es, ein paar Stunden ungestört quatschen zu können.
[2] Als sie später im Spa-Bereich ankamen, wurden sie schon von zwei Masseusen erwartet. Die Massage tat beiden unglaublich gut und sie genossen es, sich verwöhnen zu lassen. Danach gingen sie noch in den Whirlpool. “Also so zwischendurch kann man so nen Tag echt mal gut einbauen. Aber alleine wäre mir das viel zu langweilig. Und du kannst ja nicht immer dabei sein. ” stellte Wincent fest. “Du kannst dich doch auch mit deinen Jungs in den Whirlpool hocken.” grinste Steffi ihn an. “Ne danke, lass mal. Die haben nur Scheiße im Kopf.” Wincent lachte laut auf. “Aber ist das so dein Ding? Wellness und so?” fragte er sie. “Naja, also jetzt hier ist es echt schön, aber ich könnte nie ne Woche so Urlaub machen. Da muss schon etwas mehr passieren.” “Perfekt, dann darfst du gerne meine Reisebegleitung sein. Ich habs dir ja versprochen, dass wir nach der Tour irgendwo hinfahren.” Er zog sie an sich ran und küsste sie. Nach dem Whirlpool alberten die beiden noch ein bisschen im Schwimmbecken rum. So ganz zur Ruhe konnten sie dann doch nicht kommen und mussten zumindest ein bisschen Action haben.
[3] Um 19 Uhr waren sie frisch geduscht und fürs Abendessen fertig gemacht, so wie Amelie es ihnen aufgeschrieben hatte, als sie schon von einem Hotelangestellten vom Zimmer abgeholt wurden und auf die Dachterrasse des Hotels geführt wurden. Dort war ein Tisch für die beiden gedeckt. Es gab Sushi. In allen Variationen. “Haha, geil.” Wincent rieb sich die Hände und setzte sich auf einen der Stühle. Der Hotelangestellte schaute ihn etwas verwundert an und Steffi musste lachen. “Du Gentleman, alles muss man selber machen.” sie setzte sich ihm gegenüber. “Oh sorry, da bin ich echt nicht so gut drin. Hätte ich dir jetzt den Stuhl zurecht schieben müssen? Das ist doch albern.” er schüttelte den Kopf. “Na klar ist es das. Alles gut. Das aus dir kein Gentleman mehr mit Anzug und Krawatte wird, ist mir schon lange klar.” Steffi grinste ihn verschmitzt an. “und das ist auch gut so!” fügte sie schnell hinterher. “Oh man, der Kellner muss auch gedacht haben, was sind das denn für Trottel. Da machen die vom Hotel hier so nen Aufriss, dass alles schick und edel ist und dann kommen wir hier in Hoodie und Turnschuhen an.” Die beiden amüsierten sich noch einen Moment über die Situation. Die Stimmung zwischen den beiden war so locker und entspannt und Wincent hätte noch stundenlang hier sitzen und mit Steffi lachen können. “Und Sushi ist auch nicht das beste Essen für ein schickes Date.” lachte Steffi, als Wincent gerade kläglich bei dem Versuch scheiterte, den Maki heile von seinem Teller mit den Stäbchen in seinen Mund zu befördern. Da musste Wincent wieder anfangen zu lachen. Die Situation war schon irgendwie schräg. Und genau das liebte er so an Steffi und an ihrer Beziehung. Sie nahmen beide nichts zu ernst und konnten über alles reden und lachen. Mit ihr wirkte alles entspannt und locker und er musste sich nicht verstellen. Als er ihr das sagte, wurde sie sogar ein bisschen rot. Er musste unbedingt daran denken, sich bei Amelie für den Tag heute zu bedanken.
[4] Die nächsten zwei Tage kehrte dann wieder der normale Touralltag ein und dann musste Steffi auch schon leider wieder nach Hause. Diesmal fiel ihr der Abschied besonders schwer. Von Allen. Sie war in der letzten Woche so sehr in die ganze Crew hineingewachsen und hatte sich so wohl gefühlt. In zwei Wochen hätte Wincent drei Tage Off, an denen er auf jeden Fall in den Norden zu seiner Familie und zu Steffi kommen wollte. Und Steffi wollte auf der Arbeit regeln, dass sie zum Ende der Tour nochmal für ein paar Tage mitreisen könnte. Doch leider kam alles ganz anders, als geplant.
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Auf Halbem Weg - Steffi (1)
FanfictionTeil 1 Steffi und Wincent Steffi (28) gerät durch einen dummen Streich in Kontakt mit Wincent Weiss, den sie bis dahin so gut wie kaum kannte. Wie kam es zu diesem Treffen und wie wird es ausgehen?
