Am nächsten Morgen hatte er schnell einen Termin beim Arzt organisiert und fuhr mit Steffi dorthin. Dieser bestätigte nochmal alle Diagnosen aus dem Krankenhaus und schrieb sie zunächst für die nächsten drei Wochen krank. Also beschloss Steffi, die Woche über noch in München bei Wincent und Fabi zu bleiben und genoss es sogar ein bisschen, von den beiden betüdelt zu werden. Nachdem sie noch zwei Tage durchgängig auf dem Sofa gelegen hatte, hielt sie es allerdings nicht mehr aus, und beschloss, die Jungs im Studio zu besuchen. Alle freuten sich, sie mal wieder zu sehen. “ich glaube, eine Frau kann hier auch gerade nicht schaden.” lachte Kevin. “Wincent benimmt sich schon wieder wie das letzte Schwein hier.” Steffi musste lachen. “Da muss ich dich leider enttäuschen, das ist zuhause auch nicht anders.” Wincent wollte sich gerade auf sie stürzten, aber sie konnte gerade noch die geschiente Hand in die Höhe halten, um ihm zu signalisieren, dass sie immer noch verletzt war. “Ach man, das ist doch fies.” maulte Wincent gespielt. Dann zeigte er ihr, was sie bereits alle geschafft hatten und wie viel Arbeit noch vor ihnen lag. “Da ist aber noch viel Rot auf eurem Plan, oder?” fragte Steffi neugierig. “Jaaaa, manche Sachen laufen gerade nicht so rund. Aber in kleinen Schritten gehts voran.” erklärte Kevin. “Wir haben jetzt noch knapp 2 Monate Zeit, das sollte machbar sein, wenn wir noch ein paar Nachtschichten einlegen.” Steffi wusste, was das bedeuten würde. Wincent würde wenig Schlaf kriegen und würde die nächste Zeit auch wenig Zeit haben. Um so besser war es vielleicht, dass sie jetzt noch die Woche bei ihm nutzen konnte und ihn auch zu den nächsten Aufzeichnungen von the Voice Kids begleiten konnte. Hierfür würde es nächste Woche nämlich wieder nach Berlin gehen. Steffi war zwar krankgeschrieben, aber wollte es sich nicht nehmen lassen, ihn trotzdem zu begleiten. Sie hatte ja auch die Möglichkeit, sich weiterhin dort im Hotel oder in der Garderobe im Studio zu erholen. Sie musste einfach aufpassen, dass sie nicht zu viel machte.
[2] Die Tage in Berlin taten ihr dann tatsächlich auch ganz gut. In München hatte sie doch viel Zeit alleine in der WG verbracht, da Wincent und Kevin fast rund um die Uhr am Album gearbeitet hatten. Nach ein paar Tagen war ihr dann ziemlich langweilig geworden. Bei The Voice Kids hatte sie wenigstens wieder etwas Troubel um sich und eine Aufgabe. Während Wincent mit seinen Talents Einzel-Coachings für die Battles und Sing-Offs machte, verbrachte sie zusammen mit Wincents Side-Coach und den übrigen Talents den Tag, um sie bei Laune zu halten. Sie übte mit Ihnen den Text und die Aussprache und erklärte Ihnen, worum es genau in den Liedern ging. Die Arbeit machte ihr unglaublich viel Spaß und auch die Kids hatten große Freude daran, sich mit ihr gemeinsam zu beschäftigen. Umso trauriger waren am Ende der Aufzeichnungen auch alle, als sie sich verabschieden mussten. Besonders von den Talenten, die es nicht ins Finale geschafft hatten. Zum Glück würden sie dort aber trotzdem nochmal alle wieder sehen. Auch Wincent fiel es nicht leicht, sich von den Kindern zu verabschieden und versprach allen, mit ihnen in Kontakt zu bleiben und sie zu seinen Konzerten einzuladen. Es bedeutete ihm unglaublich viel, dass ihn die Kinder als Vorbild ansahen und er wollte ihnen so gerne etwas zurückgeben.
[3] Nach den Tagen in Berlin hatte Steffi beschlossen, zurück in den Norden zu fahren. So sehr sie auch die gemeinsame Zeit mit Wincent genoss, vermisste sie auch ihr gewohntes Umfeld, ihre Freunde und Familie. Wincent ließ es sich aber nicht nehmen, sie zumindest für einen Tag zu begleiten, ehe er wieder nach München fuhr. Abends waren sie bei Steffis Eltern zum Essen eingeladen. Dort berichteten sie erstmal von den letzten Wochen, vom Skiurlaub, dem Unfall und den Aufzeichnungen von TVK. “Meinst du nicht, dass du dich vielleicht hier nochmal ein bisschen ausruhen solltest?” fragte ihre Mama besorgt, als Steffi bei einer blöden Bewegung mal wieder schmerzvoll das Gesicht verzog. “Das ist ja auch mein Reden.” pflichtete Wincent ihr bei. “Aber sie will ja nächste Woche schon wieder zu Arbeit.” “Ja, weil mir das alles zu langweilig wird. Ich kann nicht einfach nur rumliegen. Da werde ich ja noch bekloppt bei. Mir gehts ja auch schon viel besser. Mein Handgelenk tut gar nicht mehr weh und auch die Schulter nicht. Und das mit den Rippen dauert eben noch ein bisschen.” Steffis Mama seufzte. Sie kannte ihre Tochter gut genug, als das sie wusste, dass sie Steffi das eh nicht ausreden konnte. Und Wincent wusste das inzwischen auch gut. Er legte einen Arm um sie. “Pass bitte trotzdem auf, okay? Ich glaube, da wäre wir dir alle sehr dankbar.” Steffi rollte mit den Augen. “Jaaaa, keine Sorge. Ich bin erwachsen und werde schon aufpassen.”
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Auf Halbem Weg - Steffi (1)
Fiksi PenggemarTeil 1 Steffi und Wincent Steffi (28) gerät durch einen dummen Streich in Kontakt mit Wincent Weiss, den sie bis dahin so gut wie kaum kannte. Wie kam es zu diesem Treffen und wie wird es ausgehen?
