Am nächsten Morgen mussten sie leider schon wieder früh aufstehen, um zum Abschlusskonzert nach Lübeck zu fahren. Dort würde abends die große Aftershow Abschlussparty stattfinden. Steffi müsste dann noch 3 Tage arbeiten und dann könnten sie endlich in den langersehnten Urlaub starten. WIncent hatte sich diese Tage auch schon freigehalten. um die Zeit bei seiner Familie zu verbringen. Der Tag bei Steffis Oma und das Gespräch über ihren verstorbenen Opa hatte ihn wieder daran erinnert, dass er sich unbedingt mehr Zeit mit ihnen nehmen sollte. Deswegen freute er sich umso mehr, dass sie auch heute bei dem Konzert dabei waren. In Lübeck angekommen, ging der Konzert Stress sofort wieder los. Wincent verschwand mit seiner Band, um die letzten Absprachen zu machen und Steffi gesellte sich zu Amelie, die im angrenzenden Raum schon erste Vorbereitungen für die Party traf. Gegen Mittag stieß Wincents Familie dazu. Steffi freute sich wahnsinnig darauf, endlich auch seine Großeltern kennenzulernen. Angela stellte sie einander vor und sofort wurde Steffi von beiden herzlich in die Arme genommen. “So ein hübsches Mädchen, da hat unser Winnie aber eine gute Wahl getroffen.” rief seine Oma freudestrahlend. Dann wollten sie noch ein paar Fragen von Steffi wissen, bevor Shayenne sie dann durch die Halle führte. Steffi blieb mit Angela alleine zurück. “Und euch zieht es jetzt also nach Hamburg?” sie schaute sie freudestrahlend an. Sie freute sich, dass Wincent wieder mehr in der Heimat sein wollte. Sie genoss es immer, wenn er bei ihnen zuhause war. Aber ihr war auch klar, dass er nicht auf Dauer in seinem Zimmer im Haus bleiben wollte. Und so war sie froh, dass er sich wenigstens in der Nähe nun um eine eigene Wohnung kümmern wollte. Das Steffi mit ihm zusammen diesen Schritt ging, war ihr auch sehr wichtig. “Du weißt hoffentlich, auf was du dich da eingelassen hast. Haushalt ist nicht so sein Ding.” lachte sie. “Ach, das wird er schon lernen müssen. Ich bin ja auch nicht ständig dort.” “Es wird ihm sicher gut tun, nicht mehr nur im Hotel Mama oder Hotel Fabi oder sonst einem Hotel zu leben.”
[2] “Ja, ich hoffe, wir können die Zeit auch so nutzen.” sagte Steffi ein wenig gedankenverloren. “Glaub mir, das werdet ihr. Wenn Wincent sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann sorgt er auch dafür, dass es klappt. Guck dir seine Karriere an. Das hat er sich alles alleine erarbeitet, weil er dafür gekämpft hat. Und du bist ihm unglaublich wichtig. Das spüre ich einfach.” Steffi wurde warm ums Herz. Es tat gut, das zu hören. Auch wenn sie und sie Wincent über alle Gefühle füreinander gesprochen hatten, war es schön zu wissen, dass auch ihre Familien hinter den beiden standen. Eine Stunde vor der Show kamen auch Collin, Micha und Alina in Lübeck an. Steffi war froh, die wiederzusehen. Und endlich würde Wincent jetzt auch mal ihre beste Freundin kennenlernen. Sie führte die drei in den Backstage-Bereich und drehte eine kurze Kennlernrunde. Kurz darauf trafen auch die Kumpels von Wincent ein und schnell herrschte ein lautes Durcheinander. Da sowohl Steffis Freund als auch Wincents Freunde sehr offen waren, fanden sie schnell Gesprächsthemen. Wincent genoss es zu sehen, wie die beiden Gruppen harmonierten. Auch Tom und Benni hatten sich zu ihnen gesellt. “Also bei unserer Hochzeit brauchen wir schonmal keine Angst haben, dass sich die Gäste nicht verstehen würden.” lachte Steffi neben Wincent. “Ja, da hast du Recht. Das ist schon ein bunter Haufen, den wir da haben.” schmunzelte er. “Wincent, komm mal ran hier.” rief Manni aus der Grupper heraus. Die beiden gingen auf die Gruppe zu. Micha stellte sich neben Steffi. “Das ist ja super lustig hier. ich freue mich aufs Konzert.” flüsterte er ihr zu. Dann ergriff Manu das Wort. “Wincent, du hast uns während der gesamten Tour ja immer schön rumkommandiert. Jetzt haben wir ein paar Aufgaben für dich. Also eigentlich nur eine. Wir wollen ja alle, dass die Stimmung nachher bei der Aftershow Party gut ist. Deswegen haben wir hier einige Kurze, die getrunken werden müssen. Natürlich trinken wir alle mit dir!” Amelie hob einen großen Karton Feiglinge hoch. “Das ist nicht euer Ernst.” lachte Wincent. “Man, die Fans denken doch eh schon, dass wir alle Alkoholiker sind.” “Ja eben, und das Bild müssen wir aufrecht halten.” lachte Benni. “Also, folgende Regeln.” verkündete Marko. “Jedes Mal, wenn die Fans dazwischenrufen bei denen Ansagen, wird einer getrunken. Jedes Mal, wenn du stolperst, fällst, stürzt oder ähnliches, wird getrunken. Bei jedem Texthänger wird getrunken.” “Ey Leute, dann bin ich nach der ersten halben Stunde voll.” Alle lachten.
[3] Kurz vor der Show ging Steffi mit ihren und Wincents Freunden in die Halle. Seine Familie hatte Plätze auf dem Rang. Steffi hatte sich aber dazu entschieden, mit den anderen in den Innenraum zu gehen. Innerhalb der Gruppe fühlte sie sich wohl und konnte so hoffentlich auch etwas unentdeckt bleiben. Da es in der Halle schon dunkel war, konnten sie sich unbemerkt unter das Publikum mischen und suchten sich einen Platz relativ weit hinten. Collin und Marco machten sich auf den Weg um, die erste Runde Bier zu holen. “Also dass ein Wincent Weiss Konzert mal zu nem Saufanlass wird, habe ich auch nie gedacht.” lachte Alina. Tatsächlich sorgte Wincent auf der Bühne schnell dafür, dass die ersten Kurzen geköpft wurden. Amelie sorgte vom Bühnenrand dafür, dass auch Wincent nicht drumherum kam. “Leute, ich muss euch mal sagen, was ich für fiese Freunde und Band habe. Ich werde hier zum trinken animiert. Nehmt euch da bitte kein Beispiel dran. Wenn eure Freunde das von euch verlangen, dann lehnt das bloß ab.” lachte er auf der Bühne. “Also, auf einen schönen Tourabschluss. Jetzt ist es auch egal” rief er und hielt eine Flasche Bier in die Höhe. Die Fans lachten und auch die Stimmung in der Gruppe um Steffi wurde ausgelassener. Entsprechend gut angeheitert kamen sie nach dem Konzert zurück in den Backstage Bereich. “Geil Leute, das war ein richtig geiler Abschluss. Danke euch allen, dass ihr dabei wart und euch so reingehängt habt. Das war ne richtig geile Tour. Auch wenn meine Laune vielleicht nicht immer einfach war, habt ihr es trotzdem mit mir ausgehalten. Das ist wirklich nicht selbstverständlich und ich bin unendlich dankbar dafür.” Er schaute in die Runde. Dann legte er Steffi den Arm um die Schulter. “Und einen riesen Dank auch an dich, Steffi. Du hast mich immer unterstützt und mich nicht hängen gelassen, obwohl ich mich wie der größte Idiot benommen habe. Ich liebe dich.” Dann zog er Steffi zu sich, legte ihr die Arme um die Hüfte und küsste sie. Alle jubelten und freuten sich mit den beiden. “Und jetzt wird gefeiert.” rief Wincent, als er sich von Steffi gelöst hatte.
[4] Die Stimmung war bombastisch und auch Collin, Micha und Alina hatten sich gut in die Gruppe integriert. Auch bei Steffi und Wincent fiel endlich der gesamte Stress der letzten Wochen ab. Das bemerkte auch Collin sofort. Seitdem sie sich bei ihm ausgeheult hatte, hatten die beiden nicht mehr viel miteinander gesprochen, da so viel passiert war. Er kam mit einem Bier auf sie zu und nahm sie zur Seite. “Ich wollte nochmal fragen, ob bei euch wirklich wieder alles gut ist? Ihr wirkt beide zumindest sehr glücklich.” “Ja, alles gut. Wir haben uns in Ruhe ausgesprochen und planen jetzt sogar, gemeinsam nach Hamburg zu ziehen.” “Ach echt? und dein Job?” “Keine Sorge, ich bin nicht komplett weg.” lächelte Steffi ihn an. “Ich behalte meine Wohnung hier in Bremen und auch meinen Job. Wir nutzen die Wohnung quasi als Zweitwohnsitz oder Rückzugsort, wenn er im Norden ist und wir beide Zeit haben. Außerdem ist es ganz praktisch, wenn ich mit euch mal in Hamburg bin, können wir alle da pennen.” “Na das ist natürlich nicht schlecht.” lenkte Collin ein. “ Hat schon Vorteile, so nen prominenten Freund zu haben.” “Ja schon.” sagte Steffi etwas nachdenklicher. “Ich mein, guck die Meute da an. Die hätte ich alle nicht kennengelernt ohne ihn und seine Musik. Und so ne Party nach nem Konzert hat man in der Regel auch nicht. Aber manchmal wäre es mir schon lieber, wenn ihn keiner kennen würde. Das würde einiges leichter machen.” Micha gesellte sich zu den beiden. “Was denn?” “Na wenn Wincent nicht berühmt wäre. Er bekommt momentan fast täglich Anfragen von Zeitschriften und Sendern, ob sie nicht ein Interview mit uns führen können.” “Und? willst du das denn?” fragte Collin. “Ich weiß nicht, man macht sich schon angreifbarer dadurch. Aber andererseits könnte man dann auch Klartext reden. Wincent würde das glaube ich gerne. Es gingen ja schon diverse Gerüchte rum, zum Beispiel dass wir eine Trennung vorgetäuscht hätten, damit ich musikalisch erfolgreich werde oder aber dass ich die “Trennung” ausgenutzt hätte, um Profit daraus zu schlagen. So ein Bullshit. Und das Interview mit seiner Ex-Freundin hat das natürlich alles noch verstärkt. Die meisten Reporter sind einfach sensationsgeil.” “Ja, wem sagst du das.” seufzte Micha. “Lara hat es in ihrem Job auch nicht leicht. Sie kämpft immer für ehrlichen Journalismus, aber das ist nicht so einfach. Ihr Chef macht auch Druck, dass sie langsam mal mit ner richtig guten Story um die Ecke kommt.” Steffi nahm noch einen Schluck Bier und dabei kam ihr eine Idee, die sie unbedingt mit Wincent besprechen wollte.
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Auf Halbem Weg - Steffi (1)
FanfictionTeil 1 Steffi und Wincent Steffi (28) gerät durch einen dummen Streich in Kontakt mit Wincent Weiss, den sie bis dahin so gut wie kaum kannte. Wie kam es zu diesem Treffen und wie wird es ausgehen?
