Kapitel 73

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Nach dem Frühstück fuhren sie nochmal zurück in die Wohnung, um die Zimmer auszumessen. “Wir sollten auf jeden Fall mal einen Termin in einem Küchenstudio machen.” stellte Steffi fest. “Alles andere können wir ja auch im Internet bestellen. Ich werde die Zeit, wenn du in München bist mal nutzen, und ein bisschen stöbern.” “Sehr gerne. da lasse ich dir gerne freie Hand. Das Gute ist ja auch, dass wir keinen Stress haben und es uns hier nach und nach gemütlich machen können. Aber auf jeden Fall sollten wir uns schnell um ein Bett kümmern.” “Ja, vielleicht finden wir ja schon was, dann könnten wir das übernächste Woche aufbauen, Da hast du doch auch ein bisschen Zeit, oder?” Wincent nickte. “Ich schätze mal, dass ich etwa 6-7 Tage hier sein kann. Amelie und Kevin kommen ja  auch, die können sicher helfen.”

[2] Abends verabschiedete sich Steffi wehmütig, da ab morgen wieder der Alltag einkehren würde. Der Abschied fiel beiden sehr schwer, die letzten 2,5 Wochen hatten sie noch enger zusammengebracht und inzwischen hatte sich Steffi schon daran gewöhnt, Wincent jeden Tag um sich zu haben. Entsprechend schwer fiel es ihr auch, am nächsten Morgen wieder in ihren Alltag zu starten. Aber sie freute sich auf ihre Kollegen, die sicher schon ganz neugierig auf ihren Bericht vom Urlaub waren. Abends hatte sie sich bei ihren Eltern zum Essen eingeladen, um auch ihnen vom Urlaub zu erzählen. Den Rest der Woche verbrachte sie viel damit, nach Möbeln für die Wohnung zu schauen. Hierbei war sie tatsächlich auch sehr erfolgreich und hatte Möbel für Schlafzimmer, Wohnzimmer und das Gästezimmer gefunden. Die Meisten davon konnten sogar schon kommende Woche geliefert werden. Für die Abholung des Bettes hatte Johannes sich bereit erklärt. Für das kommende Wochenende hatten sich Steffis Mama und Stiefvater für eine Shoppingtour bei Ikea angeboten. Den Anlass wollte Steffi nutzen, endlich mal ihre Eltern mit Wincents Mama bekannt zu machen und fragte Angela und Shayenne, ob sie die beiden nicht begleiten wollen. Alle freuten sich auf das Kennenlernen. Und so trafen sie sich Samstag Mittag bei Ikea in Hamburg. Steffi war ein bisschen nervös, wie die vier sich wohl verstehen würden. Die Sorgen waren allerdings völlig grundlos, denn die beiden Mütter verstanden sich auf Anhieb und kommunizierten beide sehr offen, wie froh sie waren, dass ihre Kinder endlich einen Partner gefunden hatten. Mit voll geladenen Autos fuhren sie später noch zur Wohnung, um die ersten Sachen dort abzuladen. Steffi führte sie kurz rum und erklärte genau, wie sie die Wohnung einrichten würden. “Sollen wir noch irgendwas helfen?” Angela zeigte auf die Kartons im Schlafzimmer, in denen sich das Bett befand. “Das wollten Wincent und ich eigentlich nachher machen, aber er steckt leider im Stau und kommt erst sehr spät. Zur Not schlafen wir einfach auf der Matratze.” “Ach komm, das kriegen wir doch zu 5. sicher hin.” Steffis Mama machte sich an den ersten Karton. “Aber ihr müsst ja auch noch nach Hause fahren, das wird doch sonst so spät für euch.” Steffi war froh, dass ihr alle helfen wollten, aber sie hatte auch ein schlechtes Gewissen, da alle ja auch noch einen Anfahrtsweg hatten. Wincent müsste gegen 21 Uhr hier sein, dann hätten sie noch ein bisschen Zeit. “Morgen ist Sonntag, da können wir ausschlafen. Also los.” Angela und Shayenne hatten sich bei einer Freundin einquartiert. Keine zwei Stunden später waren Bett, Schrank und Nachttische aufgebaut, als jemand durch die Wohnungstür kam. “Hallo zusammen.” Wincent begrüßte alle und bestaunte dann das Schlafzimmer. “Wow, ihr wart ja fleißig. Danke.” “Immer gerne, aber jetzt würden wir uns wohl doch mal auf den Weg nach Hause machen. Sollen wir euch noch ein Stückchen mitnehmen?” bot Steffis Mama Angela an. “Ohja, das wäre super.” Kurze Zeit später waren alle weg und Steffi und Wincent standen alleine in der Wohnung.

Auf Halbem Weg - Steffi (1)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt