Die Party ging noch bis spät in die Nacht und entsprechend verkatert waren auch alle am nächsten Morgen. Die meisten hatten Im Hotel direkt in Lübeck geschlafen. Nach dem Frühstück verabschiedeten sich Wincents und Steffis Freunde und wenig später trommelte Amelie noch einmal die Crew zusammen, um auch sie alle nach dieser erfolgreichen Tour in den wohlverdienten Urlaub zu verabschieden. “Und was habt ihr zwei Turteltauben jetzt vor?” frage Amelie grinsend. “Urlaub!” rief Steffi erleichtert. “Wir düsen mit meinem Bulli zwei Wochen durch Europa.” ergänzte Wincent müde. “Na da wünsche ich euch viel Spaß, und kommt mir ja heile wieder!” lachte Amelie. Dann löste sich die Gruppe auf. Wincent würde zu seiner Familie fahren, um dort noch ein paar Tage zu verbringen, bevor es mit Steffi losging, die zunächst noch drei Tage arbeiten musste. Dann würde sie zurückkommen und die beiden würden sich auf den Weg nach Österreich machen, um die ersten Tage in den Bergen zu verbringen. von dort aus wollten sie einen Abstecher nach Italien machen und über die Schweiz und Frankreich wieder zurück nach Deutschland fahren. Auf dem Rückweg würden sie dann noch einen kurzen Stop bei Steffis Vater in Braunschweig einlegen. Wincent freute sich wahnsinnig auf die Zeit. Er hatte mit Johannes schonmal so einen Trip gemacht und genoss die Freiheiten, die sie dabei hatten. Gerade in Italien und Frankreich war er nicht bekannt, so dass die beiden endlich mal wie ein normales Paar essen oder bummeln gehen konnten, ohne ständig von Fans oder Paparazzis angesprochen zu werden. Das Interesse an ihrer Beziehung war nicht abgefallen und die Medien wollten unbedingt mehr über die Frau an seiner Seite erfahren. Wincent war sich noch nicht ganz sicher, wie er damit umgehen wollte. Steffi komplett vor der Öffentlichkeit zu verbergen, würde nicht mehr klappen. Dafür hatte sie mit ihrem Auftritt zum Teil auch selber gesorgt. Sie war nicht Medienscheu, wollte sich aber auf keinen Fall ins Rampenlicht drängen. Vielleicht konnten sie da während ihres Urlaubs nochmal in Ruhe drüber sprechen, was genau sie preisgeben wollen und was nicht. Er und Johannes hatten kürzlich die Anfrage erhalten, bei der großen Silvestershow am Brandenburger Tor aufzutreten. Zu diesem Ereignis würde er sie natürlich sehr gerne mitnehmen, zumal auch Ina dabei wäre. Er hatte Steffi davon noch nichts erzählt, nahm sich aber auch das fest für den Urlaub vor.
[2] 3 Tage später war es endlich soweit. Steffi machte sich nach ihrem letzten Arbeitstag mit gepacktem Koffer auf den Weg nach Eutin. Sie war schon ein bisschen aufgeregt, freute sich aber wahnsinnig auf die zwei Wochen mit Wincent. Sie war gespannt, wie die beiden damit umgehen würden, auf einmal so lange auf engstem Raum klarzukommen. Allerdings hatten sie das auf Tour im Bus ja auch schon geschafft. Als sie vor dem Haus von Wincents Familie ankam, stand der Bulli schon vor der Tür und Wincent räumte darin herum. Als sie aus dem Auto stieg, kam er freudestrahlend auf sie zu. “Endlich kann es losgehen.” “Hübsches Teil.” rief Steffi ihm zu. “Und der Bulli sieht auch ganz gut aus, oder?” Wincent lachte. “Du Spinner.” grinste Steffi, legte ihm die Arme um den Nacken und gab ihn einen freudigen Kuss. “Geh ruhig schon mal rein, Meine Mum und Shay machen gerade Essen. Ich bringe deinen Koffer in den Bus.” Das ließ Steffi sich nicht zweimal sagen. Sie freute sich schon auf die beiden. Wincent und sie hatten beschlossen, nachts loszufahren, um besser durchzukommen. Steffi hatte sich bereiterklärt, die erste Strecke zu fahren. SIe war noch nie mit einem Bulli gefahren und würde fürs erste Mal lieber dort fahren, wo sie sich ein bisschen auskannte. Als sie die Küche betrat, waren Angela und Shayenne gerade dabei, das Gemüse für den Auflauf zu schnibbeln. “Kann ich helfen?” fragte sie fröhlich. “Steffi, schön dass du da bist!” Shayenne fiel ihr direkt um den Hals. Angela drückte sie ebenfalls kurz an sich. “Du könntest schon mal den Salat schnippeln und Dressing machen.” Sofort schnappte Steffi sich ein Messer und legte los. Als Wincent in die Küche trat, blieb er im Türrahmen stehen und sah den Dreien beim Kochen und vorbereiten zu. Es war für ihn immer noch so schön zu sehen, wie schnell Steffi von den beiden aufgenommen wurde und sie sich auch auf Anhieb so gut verstanden. Dieses Bild bestätigte ihm auch, dass es die richtige Entscheidung war, wieder zurück in den Norden zu kommen, um seine Familie wieder näher bei sich zu haben. Shayenne hatte schon angekündigt, dass sie die beiden ganz oft in Hamburg besuchen möchte. Sie wurde viel zu schnell erwachsen. Aber trotzdem behielt sie auch noch etwas kindliches an sich, und da war Wincent mehr als froh drüber.
[3] Nach dem Essen spielten sie noch ein paar Gesellschaftsspiele, bis Angela und Shayenne sich müde ins Bett verabschiedeten. “Meldet euch zwischendurch mal, wo ihr so seid, ja?” Angela drückte ihrem Sohn einen Kuss auf die Wange. Sie war so froh darüber, dass er sich die Auszeit nach der langen und anstrengenden Tour gönnte, bevor er wieder ins Studio ging. Sie wollte sich gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn Steffi und er sich nicht wieder zusammengerauft hätten. Aber sie spürte, dass sein emotionaler Zusammenbruch die beiden noch enger zusammengeschweißt hatte. Sie kannte ihren Sohn und wusste, was er für ein Sturkopf sein konnte, wenn er sich gerade in einer schlechten Phase befand. Er ließ in diesem Zustand nur sehr wenige Menschen wirklich an sich ran. Das Steffi das geschafft hatte, musste also wirklich etwas bedeuten. Und sie mochte Steffi auch wirklich gerne. Nachdem Angela und Shayenne ins Bett gegangen waren, ging Wincent auf Steffi zu, legte ihr die Arme um die Hüften und schaute sie verliebt mit seinen braunen Augen an. “Du kannst dir gar nicht vorstellen, was mir das hier alles bedeutet. Wie du dich mit Mum und Shay verstehst. Das alles so selbstverständlich ist für dich. Das du das alles für mich machst.” Er strich sich etwas verlegen mit einer Hand die Haare aus der Stirn. “Ich liebe dich, Wincent. Da mache ich das doch gerne. Außerdem macht ihr mir es ja auch echt einfach, hier anzukommen. Deine Familie ist toll. Ich freue mich schon auf unsere Zeit in Hamburg.” Wincent zog sie noch ein Stückchen dichter an sich, um sie noch näher zu spüren. “Und ich mich erst.” brummte Wincent vernarrt. Er schob Steffi ein Stück zurück, packte sie an ihrem Hintern und hob sie auf den Küchentisch. “Oh Gott, ich liebe dich so sehr.” raunte er ihr bestimmt ins Ohr. Dann fing er an, an Steffis Lippe zu knabbern und schob langsam seine Hände unter ihr Shirt. “Wincent” kicherte Steffi. “Das ist der Küchentisch deiner Mum! Ich könnte nie wieder ruhigen Gewissens hier dran essen.” sie schob ihn sanft zurück und musste lachen. “Ach man.” Wincent zog einen Schmollmund. “Du hast ja Recht. Aber in unserer eigenen Wohnung will ich dich nehmen,wo ich will.” flüsterte er ihr ins Ohr. “ Steffi fuhr ihm mit den Händen durch die Haare. “Okay, darauf lasse ich mich ein.” sie grinste ihn verschmitzt an. “Und jetzt lass uns noch nen Kaffee trinken und dann können wir los.” “Bist du wirklich fit? Wenn nicht, kann ich auch gerne fahren.” “Nene, das klappt schon, du musst nur wach bleiben und mich unterhalten.” “Das kriege ich hin.” Dann gab er ihr einen Kuss, aus dem sich beide lange nicht lösen konnten. Gleich würde es für beide in den ersten gemeinsamen Urlaub gehen, hoffentlich ohne Stress und Probleme.
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Auf Halbem Weg - Steffi (1)
Fiksi PenggemarTeil 1 Steffi und Wincent Steffi (28) gerät durch einen dummen Streich in Kontakt mit Wincent Weiss, den sie bis dahin so gut wie kaum kannte. Wie kam es zu diesem Treffen und wie wird es ausgehen?
