Nach dem Nachtisch saßen die fünf noch ein wenig zusammen und quatschten, bis Jonas sich bei allen verabschiedete und sich nochmal für das Essen bedankte. Wincent war insgeheim froh, dass er nicht über Nacht blieb. Solange er selbst mit im Haus war, würde er den Gedanken wahrscheinlich nicht ertragen. Er versuchte aber, sich seiner Familie zuliebe nichts anmerken zu lassen. Als Steffi und Wincent später im Bett lagen, war er aber dennoch Gesprächsthema. “Also ich mag ihn echt gerne, ich glaube, da hat sie sich nen Guten ausgesucht.” sagte Steffi. “Ja, du hast ja Recht. Er ist echt in Ordnung. Ich hoffe einfach, dass er sie gut behandelt. Ich hab sie lange nicht mehr so viel strahlen sehen.” kam von Wincent etwas nachdenklich. Steffi drehte sich auf den Bauch und stützte sich mit ihrem Arm auf Wincents Brust ab. “Siehst du, alles halb so wild. Ist doch gut, dass du ihn jetzt kennst und weißt, wer auf deine Schwester aufpasst, wenn du nicht da bist.” Dann beugte sie sich zu ihm, um ihm einen Kuss zu geben. “Ich liebe dich. Und jetzt lass uns schlafen. Morgen wird ein aufregender Tag.” hauchte Wincent ihr zu. “Froooozen.” quiekte Steffi und musste grinsen. “Ich freue mich schon mega doll.” Dann legte sie sich neben Wincent auf die Seite und er kuschelte sich an sie.
Am nächsten Tag machten sie sich nach dem Frühstück auf den Weg zurück nach Hamburg. Zum Abschied nahm Wincent seine kleine Schwester nochmal fest in den Arm und nuschelte ihr etwas ins Ohr. “Ich bin immer für dich da meine Süße. Wenn etwas ist und du quatschen willst, melde dich bei mir. Oder bei Steffi, okay?” Shayenne kuschelte sich eng an ihn und wollte ihn eigentlich gar nicht wieder gehen lassen. Sie sahen sich erst im neuen Jahr wieder, aber Steffi hatte ihr versprochen, sie per VideoCall vom Brandenburger Tor aus anzurufen.
[2] Zuhause angekommen, sprangen beide unter die Dusche und machten sich fertig für das Musical. Um 15 Uhr standen sie vor dem Musical und Steffi war schon ganz nervös. Dann wurden sie abgeholt und erstmal kurz im Theater herumgeführt. Dann durften sie bei einem Teil der Probe zusehen. Steffi war total begeistert von allem und saugte alles auf, was sie sehen durfte. Wincent war froh, sie so glücklich zu sehen. Nachdem sie noch einen Blick in den Orchestergraben werden durften, wurden sie hinter die Bühne geführt, wo sie freudestrahlend von den Darstellerinnen von Anna und Elsa begrüßt wurden. Steffi fühlte sich wie ein kleines Kind und war froh, dass sie Wincent an ihrer Seite hatte. “Komm, wir gehen auch nochmal auf die Bühne. Wobei euch das ja bekannt vorkommen sollte.” “Ihm, mir nicht.” lachte Steffi etwas nervös. Es war immer ein Traum von ihr, mal auf einer Musical Bühne zu stehen. Und jetzt stand sie hier und schaute auf die leeren Ränge vor ihr. Was muss das für ein Wahnsinnsgefühl sein, hier vor Publikum zu stehen. “Wir haben gehört, du bist ziemlich textsicher, oder?” “Naja, also im Auto ja.” kicherte Steffi. Die Darstellerin von Anna hielt ihr ein Mikro hin. “Hast du Bock? Liebe öffnet Türen? Ich bin bei dir.” Steffi sah unsicher zwischen ihr und Wincent her, aber er schaute sie aufmunternd an und da ertönten auch schon die ersten Töne, Anna nahm sie an die Hand und stimmte das Lied an. Zunächst etwas unsicher stieg Steffi mit ein, fühlte sich dann aber doch direkt wohl. Und plötzlich fing Wincent an, den männlichen Part des Liedes zu singen. Steffi sah ihn kurz irritiert an, aber Anna nickte ihr zustimmend zu. Lächelnd ging er auf sie zu und griff nach ihrer Hand.
[3] “Das hat mega Spaß gemacht.” freute sich Steffi, nachdem sie wieder von der Bühne gegangen waren und in der Bar darauf warteten, dass die richtige Vorstellung losging. “War das geplant? Oder kanntest du das Lied wirklich so gut?” “Naja, ein bisschen nachgeholfen habe ich schon. Ich wusste ja, wie sehr du dir sowas gewünscht hast, und ich hatte einfach mal wieder Lust, mit dir auf einer Bühne zu singen.” Er legte seine Arme auf ihre Schultern und küsse sie. “Ich liebe es, dich so glücklich zu sehen. Vielleicht kommst du ja doch irgendwann mal mit mir auf die Bühne.” “Mal gucken. Mir macht das ja auch Spaß, aber gerne nur mit dir. Und jetzt freue ich mich auf die Show gleich.” sie schaute ihn mit strahlenden Augen an und drückte ihm einen Kuss auf den Mund. Die Show war wirklich der Wahnsinn und Steffi genoss den Abend in vollen Zügen. Noch den ganzen Weg nach Hause schwärmte sie von dem, was sie heute erlebt hatten. Wincent fand es unglaublich süß, wie sehr sie sich freute und konnte es kaum erwarten, sie gleich im Arm zu haben und eingekuschelt neben ihr einzuschlafen.
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Auf Halbem Weg - Steffi (1)
FanfictionTeil 1 Steffi und Wincent Steffi (28) gerät durch einen dummen Streich in Kontakt mit Wincent Weiss, den sie bis dahin so gut wie kaum kannte. Wie kam es zu diesem Treffen und wie wird es ausgehen?
