Kapitel 69

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Den letzten Tag in Paris nutzten sie noch, um sich einfach ein bisschen durch die Stadt und das Leben treiben zu lassen, bevor es am nächsten Tag weiter zu Steffis Vater ging. Hier hatten sie noch einen Stopp zur Übernachtung eingeplant und dann ging es zurück nach Deutschland, zu Steffis Vater. Ihre Familie dort war schon ganz aufgeregt und ihre Stiefmama hätte am liebsten sofort auch noch ihre beiden Schwestern inklusive deren Familien eingeladen, aber Steffi wollte Wincent nicht direkt mit so vielen Leuten überfordern. Also kamen nur ihre beiden Stiefschwestern mit deren Kindern. Als sie am Nachmittag dort auf den Hof fuhren, stand ihr Papa bereits im Garten. Er freute sich, seine Tochter endlich mal wieder zu sehen und dass sie endlich mal wieder einen Freund mitbrachte, machte ihn zufrieden. Obwohl er auch noch etwas skeptisch war. Neugierig kamen dann auch ihre Stiefmama und ihre beiden Stiefschwestern aus der Haustür. “Steeeeefffiiii” hörte sie da auch schon und zwei Sekunden später hatte sie ihre kleine Nichte Bella und ihren Neffen Leo an ihren Beinen. Die beiden freuten sich immer sehr, wenn Steffi zu Besuch kam. “Und du bist bestimmt Steffis Freund, der so gut singen kann.” sie schaute Wincent neugierig an. Bella war mit ihren 6 Jahren schon ziemlich extrovertiert und ging offen auf alle zu. Wincent beugte sich zu den beiden runter, um sie zu begrüßen. “Ja das stimmt. und du bist bestimmt Bella, die so toll malen kann, oder? Steffi hat mir schon viel von euch erzählt.” Bella strahlte ihn an. “Komm mit, ich zeige dir mal, was ich eben gemalt habe.” sie packte Wincents Hand und wollte ihn gerade ins Haus ziehen, als sich ihre Mutter, Steffis ältere Stiefschwester Jenny, einmischte. “Hey, Moment, Madame. Wir wollen den beiden doch auch noch Hallo sagen. Hallo. Ich bin Jenny.” Sie nahm Wincent in den Arm, und danach Steffi. Auch ihre kleinere Stiefschwester Diana und ihre Stiefmutter begrüßten die beiden herzlich. Bei Kaffee und Kuchen erzählten die beiden von ihrem Urlaub und als Wincent dann das Thema Motorrad anschnitt, hatte er bei Steffis Papa sofort einen Stein im Brett, der dieses Hobby genau so liebte.

[2] Die Kinder wurden irgendwann ungeduldig und als sie von ihrer Mama die Erlaubnis hatten, dass sie aufstehen dürfen, zogen sie Wincent direkt mit, um ihm ihr Spielzeug zu zeigen. Wincent liebte Kinder und setzte sich mit den beiden geduldig auf den Wohnzimmerteppich. “Also man merkt ja überhaupt nicht, dass er so berühmt ist. Ich hab mir Musiker immer viel eingebildeter vorgestellt.” lachte Diana. “Also wenn er nicht gerade auf der Bühne oder so ist, merkt man das einfach gar nicht.” erklärte Steffi. “Aber es ist halt auch nicht immer leicht, er ist schon viel unterwegs. Und ständig sind wir mit anderen Leuten zusammen. Also man lernt Viele kennen, aber Zeit zu zweit haben wir dann eher wenig. Von daher war der Urlaub echt gut.” Dann erzählte sie noch von dem Plan mit der Wohnung in Hamburg. Wenig später verabschiedeten sich Steffis Stiefschwestern mit den Kindern, die sichtlich traurig waren, dass sie nicht weiter mit Wincent spielen konnten. “Kommt ihr denn bald wieder?” fragte Bella Steffi. “Natürlich, dann kommen wir euch auch mal zu Hause besuchen.” Sie streichelte ihr über den Kopf. Auch Leo nahm sie nochmal in den Arm, um sich von ihm zu verabschieden. Wincent beobachtete, wie liebevoll Steffi mit den beiden umging und wie sehr die beiden sie scheinbar auch liebten. Nach dem Abendessen saßen sie noch eine ganze Weile auf der Terrasse und unterhielten sich. Steffi genoss es richtig, die Zeit mit ihrem Vater zu verbringen und war froh, dass er sich so gut mit Wincent verstand. “Wie sieht es denn mit Skiurlaub nächstes Jahr aus?” wollte ihr Vater dann wissen. Bisher war sie fast jedes Jahr mit den beiden in den Skiurlaub gefahren und nächstes Jahr planten sie, auch die beiden Enkelkinder mitzunehmen. “Da habe ich mir noch gar keine Gedanken drüber gemacht. Aber grundsätzlich komme ich gerne mit, wenn ich Urlaub bekomme.” Ihre Stiefmutter schaute Wincent an. “Fährst du auch Ski, oder Snowboard?” “Ja, ich bin früher öfter Snowboard gefahren, aber schon länger nicht mehr.” “Und trotzdem würdest du es sicher noch hinkriegen.” Steffi lächelte ihn an. “Dann kommt doch beide nächstes Jahr mit.” freute sich Steffis Stiefmutter. “Ja, wir gucken mal wie das zeitlich aussieht.” 

[3] Wenig später verabschiedeten sich Wincent und Steffi ins Bett. “Ich weiß gar nicht, warum du so Angst hattest, mich deinem Dad vorzustellen. Der ist doch super. Die Idee mit dem Skiurlaub finde ich übrigens richtig gut. Hätte ich mal wieder Bock drauf.” “Ja ich wusste einfach nicht, wie er reagieren würde. Aber so war ja alles gut. Ich würde mich auch freuen, wenn das klappt, dass du mitkommen kannst.” “Deine Nichte und dein Neffe sind ja auch echt süß. Das wäre ja auch schön, wenn die beiden mitkönnen.” “Joar. wobei das sicher auch ziemlich anstrengend wird. Sie sind wirklich süß und wenn ich mal hier bin, habe ich sie auch wirklich gerne um mich rum. Aber ich bin auch froh, wenn ich sie dann wieder zu Jenny schieben kann. Und jetzt wird geschlafen” Sie gab ihm noch einen zärtlichen Kuss und drehte sich dann zum Schlafen um. Wincent kuschelte sich von hinten an sie ran. Jetzt hatte er endlich Steffis ganze Familie kennengelernt, zumindest den engen Kreis. Es war so schön zu sehen, wie viel Liebe in beiden Familien herrschte. Ihm war Familie so wichtig und er brauchte einfach ein Partnerin, die das auch so sah. Nur dem Kinderthema war Steffi mal wieder etwas aus dem Weg gegangen. Trotzdem zufrieden vergrub er sein Gesicht in ihren Haaren und schlief kurz danach ein. Nach dem Frühstück verabschiedeten sich die beiden und machten sich dann entspannt auf den Weg zu Wincents Familie.

Auf Halbem Weg - Steffi (1)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt