Kapitel 99

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Den nächsten Tag verbrachten Wincent und Steffi wieder weitestgehend mit Arbeiten und Shayenne hockte abwechselnd bei Ihnen zum quatschen und zugucken. Dabei hatte sie permanent ihr Handy in der Hand und tippe wild darauf rum. Steffi beobachtete sie dabei eine ganze Weile und bemerkte auch, dass ihr immer wieder ein kurzes Lächeln über die Lippen huschte. “Na da scheint dir ja jemand ganz besonderes immer zu schreiben.” Shayenne sah von ihrem Handy auf und schaute Steffi an. Sie fühlte sich ertappt und ihre Wangen röteten sich. “Das war eigentlich nur ein Scherz. Du brauchst nicht gleich rot werden.” Shayenne schaute schüchtern wieder zu ihrem Handy. “Oder gibt es da etwas, worüber du reden möchtest?” Steffi drehte sich auf ihrem Bürostuhl zu ihr um und schaute sie eindringlich an. “Naja, also vielleicht schon. Aber bitte verrate Wincent nichts!” flehte sie Steffi an. “Nein, versprochen. Geht es um einen Jungen?” “Ja...er geht auf meine Schule. Ich habe ihn letztens auf einer Party kennengelernt. Da darf Wincent aber auch nichts von erfahren. Bitte.” “Nein, alles gut, von mir erfährt er nichts. Und du magst diesen Jungen?” “Ja, schon. Er ist irgendwie total süß. Und auch gar nicht so ein Proll, wie viele andere. Willst du mal ein Foto sehen?” Langsam taute Shayenne auf und wirkte plötzlich ganz aufgeregt, als sie Steffi ihr Handy hinhielt. “Oh, der sieht aber wirklich sehr sympathisch aus. Auf den ersten Blick eine gute Wahl. Und jetzt schreibt ihr?” “Ja, wir schicken uns manchmal Snaps hin- und her oder schreiben bei Instagram. Eigentlich nicht viel, aber er ist so lustig.” “Na das klingt doch gut. Und seid ihr euch denn auch schonmal näher gekommen?” Shayenne schüttelte energisch den Kopf. “Nein! Ich kenne ihn ja fast noch gar nicht.” Wincent wäre stolz auf dich, dachte Steffi sich. Aber es wäre wohl trotzdem besser, wenn er erstmal noch nichts davon erfahren würde. “Und seht ihr euch denn ab und zu mal?” Steffi war ganz neugierig. Die erste Liebe oder das erste mal Verliebtsein kann so aufregend sein. “Also wir sehen uns ja ab und zu in der Schule, auf dem Flur. Aber er hat mich gefragt, ob wir uns morgen in der Cafeteria treffen wollen? wir haben beide eine Freistunde zur 4. Stunde. Aber ich bin mir noch ein bisschen unsicher. Meine Freundinnen sagen alle, ich soll da auf jeden Fall hingehen. Aber was soll ich denn sagen?” “Naja, du könntest ihn fragen, was er am Wochenende gemacht hat, oder von deinen Tagen hier erzählen. Ihr könnt über Lieblingsfilme oder Musik reden. Weiß er, wer dein Bruder ist?” “Nein, und das ist auch gut so. Mh, über Filme und Musik haben wir schon gesprochen, da haben wir den gleichen Geschmack.” sagte sie freudestrahlend. “Na das ist doch schonmal super, da kann man gut dran anknüpfen.” Sie legte ihr eine Hand auf die Schulter. “Ach das schaffst du schon. Sei einfach du selbst, das mögen Männer immer am liebsten.” 

[2] wir haben beide eine Freistunde zur 4. Stunde. Aber ich bin mir noch ein bisschen unsicher. Meine Freundinnen sagen alle, ich soll da auf jeden Fall hingehen. Aber was soll ich denn sagen?” “Naja, du könntest ihn fragen, was er am Wochenende gemacht hat, oder von deinen Tagen hier erzählen. Ihr könnt über Lieblingsfilme oder Musik reden. Weiß er, wer dein Bruder ist?” “Nein, und das ist auch gut so. Mh, über Filme und Musik haben wir schon gesprochen, da haben wir den gleichen Geschmack.” sagte sie freudestrahlend. “Na das ist doch schonmal super, da kann man gut dran anknüpfen.” Sie legte ihr eine Hand auf die Schulter. “Ach das schaffst du schon. Sei einfach du selbst, das mögen Männer immer am liebsten.” “Ja, das versuche ich, aber ich bin immer so nervös.” “Auch das ist nicht schlimm, das kannst du ruhig auch offen sagen. Manchmal hilft das, und man ist etwas lockerer. Vielleicht ist er ja auch nervös.” ermutigte Steffi sie. “Und was ist, wenn er mich gar nicht mag?” “Naja, dann würde er jetzt nicht mit dir schreiben und dich nach einem Treffen fragen, oder?” lächelte Steffi ihr zuversichtlich zu. “Da hast du auch Recht. Mit dir kann ich da viel besser drüber reden, als mit meinen Freundinnen. Du hast einfach viel mehr Erfahrung. Und du schaffst es mit meinem Bruder.” lachte sie inzwischen auch. “Ja das stimmt, das ist schon nicht so leicht manchmal. Aber wenn man jemanden wirklich gern hat, dann schafft man alles. Versprochen.” Shay legte ihr Handy zur Seite und nahm Steffi in den Arm. “Du bist wie eine große Schwester für mich.” “Und du bist wie eine kleine Schwester, die ich mir immer gewünscht habe. Du kannst immer zu mir kommen, okay?” “Was soll ich denn bloß anziehen morgen? Ich hab gar nichts.” fiel Shayenne da plötzlich ein. “Na dann sollten wir das schnell ändern. Ich wollte jetzt eh Feierabend machen, und dann fahren wir in die Innenstadt und suchen nach was Schönem. Was hälst du davon? Wincent ist ja eh noch beschäftigt.” 

[3] Shay schaute sie glücklich an. Das hatte sie sich schon immer gewünscht. Wincent machte zwar auch fast jeden Scheiß ihr zu Liebe mit, aber mit einem anderen Mädchen war es doch nochmal etwas anderes. Gerade beim Shoppen fühlte Shay sich doch deutlich wohler. Sie holte kurz ihre Sachen und Steffi informierte Wincent über ihre Pläne. Als sie von ihrer Shoppingtour zurückkamen, mussten sich Wincent und Shayenne langsam auf den Weg nach Hause machen. Wincent wollte noch kurz bei der Marco  vorbeischauen und dann die restlichen Tage bei seiner Familie und mit Marco verbringen. Steffi nutzte den letzten Tag ihrer Krankschreibung zuhause, bevor sie sich am Donnerstag wieder auf den Weg ins Büro machte. Sie freute sich sogar schon ein bisschen darauf, ihre Kollegen wiederzusehen. Tatsächlich hatten die auch ganze Arbeit geleistet und sie in den 1,5 Wochen Krankheit gut vertreten, so dass sie nicht viel aufarbeiten musste. Zum Glück musste sie ja auch nur zwei Tage arbeiten und würde dann schon wieder am Freitag Abend nach Hamburg fahren, genau wie Wincent. Wincent hatte sich auch vorgenommen, jetzt so viel Zeit wie möglich mit Steffi gemeinsam in der Wohnung zu verbringen, denn er hatte gemerkt, wie gut ihnen beiden diese gemeinsame Zeit in ihrem Nest tat. Gerade jetzt sollte er darauf achten, dass es Steffi gut ging und sie sich nicht wieder zu viel Stress machte. Zuhause konnte sie das alles am besten verarbeiten.

Auf Halbem Weg - Steffi (1)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt