Kapitel 81

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Wincent öffnete vorsichtig die Tür und sah Steffi auf dem Sofa liegen. Sie schaute auf, als er sich zu ihr setzte. Er griff nach ihrer Hand. “Alles okay bei dir? Anton und ich haben gequatscht, alles geklärt.” Steffi schaute zum Boden. “Hast du echt etwas davon geglaubt, was Pia gesagt hat?” sie klang verletzt. “Nein, natürlich nicht. Ich vertraue dir zu 100 %. Ich weiß nicht, warum ich so reagiert habe. Es tut mir furchtbar leid. Du weißt ja, dass ich bei dem Thema fremdgehen ziemlich sensibel bin. Da ist einfach ne Sicherung durchgebrannt und ich musste kurz allein sein. Ich kann aber verstehen, wenn du sauer bist.  Es tut mir leid.” “Ich bin nicht sauer auf dich, Wincent. Aber getroffen hat es mich schon. Und ich bin stinkesauer auf Pia, diese olle Nuss. Wie bescheuert kann man eigentlich sein?” Jetzt fand Wincent Steffi sogar schon wieder etwas niedlich, wie sie sich aufregte. “Pia kann uns jetzt erstmal egal sein, oder? Ich möchte, dass zwischen uns alles okay ist. Ich liebe dich!” Steffi schaute ihn an. “Ist es. Aber es wäre schön, wenn du irgendwann deine Vergangenheit mal hinter dir lassen könntest. Ich liebe dich auch. Und zwar nur dich ganz allein!” Dann zog sie seinen Kopf zu sich ran und küsste ihn sanft auf seine Lippen. Langsam wurde der Kuss fester und Wincent drückte Steffi bestimmt auf den Rücken, um sich über sie zu beugen. “Dann ist ja gut. Aber vielleicht sollten wir uns trotzdem noch richtig versöhnen.” flüsterte er ihr verführerisch ins Ohr. Steffi wollte ihm gerade etwas entgegnen, als er langsam seine Hand in Steffis Hose schob. Sie verdrehte die Augen und stöhnte leise auf. Dieser Typ schafft es einfach immer wieder, sie völlig um den Verstand zu bringen. Zu wissen, dass jeden Moment jemand reinkommen könnte, mache die ganze Sache noch aufregender und Steffi wurde noch erregter. Wincent bewegte sich geschmeidig über ihr und ließ den Blick nicht von ihr ab. Steffi sah in seinen Augen absolute Hingabe und Echtheit. Sie krallte sich mit ihren Händen in seinen Rücken und gab sich der Lust vollkommen hin.

[2] Nach dem Quicky mussten sich beide erstmal kurz sammeln. “Jetzt kann ich auch nie wieder auf dieser Couch sitzen, ohne an das eben zu denken.” lachte Steffi leise. “Naja, ist ja nicht die schlechteste Erinnerung, oder?” zwinkerte Wincent ihr zu, während er seine Hose wieder hochzog. Dann griff er nach ihrer Hand und zog sie in seine Arme. “Du machst mich einfach immer noch wahnsinnig wuschig.” “Und du sorgst dafür, dass ich bald nirgends mehr entspannt sitzen kann, ohne sofort an unsere heißen Nummern zu denken.” “Na dann habe ich doch alles richtig gemacht.” Wincent grinste sie verschmitzt an und seine Augen leuchteten wild. “Ich liebe dich.” Er beugte sich noch einmal zu ihr runter und zog sie mit einem leidenschaftlichen Kuss in seinen Bann. Das Feuer zwischen den beiden war noch deutlich zu spüren und am liebsten hätten sie sich sofort wieder die Klamotten vom Leib gerissen. Steffi sammelte sich dann aber doch wieder. “ich liebe dich auch. Aber lass uns jetzt wieder zu den anderen gehen, auch wenn ich dich am liebsten sofort wieder aufs Sofa schmeißen würde.” Wincent schaute an sich herunter. “Ähm, gib mir, oder ihm, noch zwei Minuten, ja?” schmunzelte er. “Na vielleicht kümmere ich mich da zuhause nochmal drum.” “Steffi, das ist nicht förderlich.” lachte Wincent und deutete auf seine Beule in der Hose. Kurze Zeit später hatte sich Wincent wieder “entspannt”. Steffi griff nach seiner Hand und sie verließen das Zimmer und gingen zu den anderen. “Alles wieder gut?”. fragte Alina die beiden. “Alles gut, wir habens geklärt.” sagte Steffi. “Jaja, schien ja ein sehr gutes Gespräch gewesen zu sein.” grinste Amelie die beiden frech an. “Hauptsache, ihr habt nachher zuhause nicht mehr so viel zu ‘klären’!” Bei dem Wort klären machte sie symbolisch mit ihren Fingern Anführungszeichen in die Luft. Steffi schaute Wincent an, der wie ein Honigkuchenpferd über beide Ohren grinste. Na toll, verheimlichen konnte der auch gar nichts. Sie lachte leise und gab ihm einen Kuss auf die Wange. 

[3] Langsam wurden die Gäste weniger und auch Steffi, Amelie und Wincent verabschiedeten sich bald vom Rest. Im Taxi konnten die beiden kaum die Finger voneinander lassen und Wincent erinnerte Steffi nochmal leise an ihr Versprechen von vorhin. “Ey ihr zwei seid ja echt schlimm.” lachte Amelie. Steffi war es auch fast ein bisschen unangenehm, sie wusste auch gar nicht, warum sie ausgerechnet heute so vernarrt in Wincent war. Vielleicht lag es aber auch am Alkohol und der ganzen Situation heute. Sie wollte ihm einfach unbedingt zeigen, wie sehr sie ihn liebte und wollte und es absolut niemand anderen für sie gab. Wincent schien das sehr zu genießen und erwiderte diese Gefühle. “Du bist doch nur neidisch.” warf Wincent ihr kurz rüber, bevor er Steffi noch einen Kuss aufdrückte. “Jaa genau. Ihr Spinner. Ach ich freue mich ja für euch. Aber bitte gebt mir gleich 15 Minuten zum einschlafen, ja? Danach könnt ihr machen, was ihr wollt.” Und das taten die beiden dann auch. Steffi hatte irgendwann aufgehört, zu zählen, das wievielte Mal er sie zum Höhepunkt brachte und ihr ganzer Kopf fühlte sich an wie leergefegt. 

Auf Halbem Weg - Steffi (1)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt