Kapitel 116

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“Na gut, ich gucke mal, ob ich da noch eine Kleinigkeit habe.” Er stand auf und schlüpfte wieder in seine Hose. Dann kramte er kurz in seinem Rucksack und zog einen weißen Umschlag heraus. “Wow, Wincent, das wäre doch nicht nötig gewesen, so ein riesen Geschenk. Und das ganze Verpackungsmaterial.” tat Steffi übertrieben happy. “Du bist echt kacke.” lachte Wincent. “Wenn du weiter so frech bleibst, kriegst du gar nix mehr.” “Sorry, ich liebe dich doch. Du kleiner Minimalist.” “Hey hey, unscheinbare Verpackung, großer Inhalt. Sollte dir von eben bekannt vorkommen.” Jetzt war es Steffi, die schmunzelnd den Kopf schüttelte. Wincent reichte ihr den Umschlag, setzte sich zurück zu ihr aufs Bett und schaute sie erwartungsvoll an. Hoffentlich freute sie sich auch darüber. Hastig öffnete sie den Umschlag und hielt plötzlich zwei Karten für das Musical “Frozen” in der Hand. Ihre Augen begannen zu leuchten. “Oh wow, wie toll ist das denn?” sie schaute ungläubig auf die Karten. “Das ist ja schon direkt nach Weihnachten. Aaaaah wie cool, danke.” Sie fiel Wincent um den Hals. “Da ist noch etwas in dem Umschlag.” “Was denn noch?” schnell schnappte sie sich wieder den Umschlag und sah nach. Tatsächlich, da war noch ein Brief. Sie öffnete ihn und begann zu lesen. “Liebe Steffi, alles Liebe zu deinem Geburtstag. Wir haben erfahren, dass du ein riesen Disney und Musical Fan bist. Damit der Besuch bei uns zu einem ganz besonderen Erlebnis wird, laden wir dich ein, uns bei unserer Generalprobe vor der Show zu besuchen. Danach wirst du noch genug Zeit haben, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Wir freuen uns auf dich, bis bald. Deine Elsa und Anna ;)” “Das ist nicht wahr?” quiekte Steffi und drückte Wincent nochmal fest an sich. “Wie geil ist das denn?” dann sprang sie auf und hüpfte in die Luft. Wincent fiel ein Stein vom Herzen und musste schmunzeln. Wie schnell war Steffi plötzlich von dieser heißen Frau, die genau weiß, was sie will in dieses süße Mädchen gewechselt, die ihn wie ein Honigkuchenpferd anstrahlte und die Fäuste vor Freude geballt hatte. “Du bist so süß.” Er stand auf und gab ihr einen Kuss. “Und du bist der allerbeste Freund der Welt. Sind wir da dann ganz alleine vorher?” “Naja, also wenn du mich mitnimmst, dann sind wir das, ja.” er lächelte sie an. “Achso, ähm, ja willst du denn überhaupt mit?” “Ich verstehe die Frage nicht.” lachte Wincent. “Wie bist du da denn rangekommen?” wollte Steffi neugierig wissen. “Naja, manchmal nützt dieser Promi-Status ja doch mal was. Du weißt, dass ich den nicht gerne ausnutze, aber für dich mache ich das gerne.” “Ach, mir ist das auch völlig egal, wie das geklappt hat. Ich freue mich riesig über die Idee, die du da hattest. Danke Wincent.” Sie drückte ihm einen überschwänglichen Kuss auf den Mund und tanzte dann singend aus dem Schlafzimmer. “Let it gooooo, let it goooooo.” “Let us go, wohl eher.” kam er ihr hinterher. “Wir müssen gleich mal zu deiner Familie. Ich will ihnen ungern erklären, was uns aufgehalten hat, wenn wir zu spät kommen.” “Na gut, da hast du Recht.” Wenig später saßen sie in Steffis Auto und natürlich musste der Soundtrack von Frozen angemacht werden. Es dauerte nicht lange, da hatte auch Wincent das Frozen Fieber gepackt und lauthals singend fuhren sie zu Steffis Familie.

Auf Halbem Weg - Steffi (1)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt