Ingried saß lächelnd in ihrem kleinen Büro in der größten Kanzlei der Hauptstadt und aß ihr Pausenbrot, welches ihr Mann ihr gebracht hatte, da sie es auf dem Küchentisch vergessen hatte. Sie schätzte sich glücklich. Nachdem sie das Schloss verlassen hatte, hatte sie studiert. An der Universität lernte sie Felix kennen und lieben. Die beiden heirateten im Kreis ihrer Freunde und seiner Familie und wenige Wochen später fing sie als Anwältin an der Kanzlei an, in welcher sie noch immer arbeitete.
Ihr neuster Fall war kein einfacher.
Ein junges Mädchen, dass mehrfach beim Diebstahl erwischt worden war und welcher nun mehrere Jahre im Gefängnis drohten. Ingried wollte dies verhindern, aber wie?
Das Mädchen hatte gestohlen, da ihre Eltern nicht genügend Geld hatten, um ihre Kinder zu ernähren und das Mädchen, sie war gerade mal siebzehn, hatte nur helfen wollen. Die Familie war verzweifelt. Dazu kam das nächste Problem. Das Mädchen war mit einem Werwolf zusammen. Der Diener einer reichen Familie. Auch dies war ein schweres Vergehen. Zumal die Familie vermutete, dass das Mädchen mit ihrem Freund flüchten wollte. Etwas, was dem jungen Wolf nicht möglich sein würde, da er an die Familie gebunden war. Die Flucht war damit wohl nicht mehr als ein gemeinsamer Traum. Aber allein der Gedanke reichte inzwischen für ein Urteil.
Wie nur, sollte Ingried die hohe Strafe für beides verhindern?
Es gab keine Lücke im Gesetz, die sie nutzen konnte. Tatsache war, sie konnte dem Mädchen nicht helfen. Sie würde den Fall verlieren.
Seufzend legte sie den Rest ihres Brots beiseite.
Die immer strenger werden Gesetzte waren ihr ein Dorn im Auge.
Ihre Mutter war eine Tyrannin.
Ingried war froh gegangen zu sein. Es war die beste Entscheidung, die sie je getroffen hatte.
Sollte sie das Land ganz verlassen?
Aber wo sollte sie hin? Und würde ihr Mann mitkommen? Wollte Fritz das Land verlassen?
Das Sumpfland war kein guter Ort für Menschen, da die regierenden Vampire von ihren menschlichen Bürgern verlangten Blut abzugeben, von welchem sie sich ernährten.
Die Steppe? Die Zentauren waren gegenüber Menschen reserviert. Sie tolerierten sie in ihrem Land, aber hielten sich von ihnen fern. Es gab nur wenige Siedlungen der Menschen, soweit Ingried wusste. Und das Leben dort war hart, da die Sommer sehr heiß waren. Die Wüste? Nein. In einer Wüste wollte sie nicht leben. Und die Drachen waren gefährlich. Das war kein Ort für sie.
Nichts ist einfach. Wenn nicht bald etwas geschieht, wird es kaum noch möglich sein, in Frieden und Freiheit zu leben.
(c: sasi)
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Hexe - Der Aufstand
FantasyJulia möchte ein normaler, sterblicher Mensch sein. Ihre ältesten Geschwister sind Hexen, Zauberer. Julia möchte nichts davon. Sie möchte alles hinter sich lassen. Doch das Schicksal hat anderes mit ihr vor: Kurz vor ihrem 16. Geburtstag zeigt sich...
