Peter
Am Sonntag waren keine Wolken am Himmel zu sehen. Es war ein warmer Herbsttag und die Königin hatte Babette und ihre Eltern zu einem Frühstück im Schlossgarten eingeladen. Peter saß nun also neben Babette und hörte zu, wie seine Eltern mit Babettes Eltern sich darüber unterhielten, wen sie als Hochzeitsplaner engagieren wollten. Drei besonders angesehene Hochzeitsplaner standen zur Wahl. Babette bestand auf eine luxuriöse Hochzeit.
Ein weiters Thema war, wo das frisch vermählte Paar leben sollte. Die Königin hatte eine kleine Villa am anderen Ende von Schlossstadt im Auge, doch diese war Babette zu klein.
Hat Babette die Villa überhaupt schon gesehen? Oder besteht sie aus Prinzip darauf, dass die Villa zu klein ist?
Babette argumentierte, dass sie viel Platz für ihre Pferde und zukünftigen Kinder bräuchte und eine kleine Villa daher nicht in Frage kam. Peter wollte weder Pferde, noch einen ganzen Stall voller Kinder. Beides kam in seiner kaum geplanten Lebensplanung vor! Weder Kinder – Den Gefallen würde er weder der Königin noch Wurst Babette tun - noch Pferde! Ein Pferd hatte ihn einmal gebissen als er klein war und seitdem konnte er die Tiere nicht leiden!
Aber seine Meinung zählte nicht... Er wurde nichteimal gefragt, was er wollte. Es ging nur darum, was Babette wollte. Was die Königin wollte. Was sich Babettes Mutter für ihre kostbare Tochter wünschte...
Babettes Vater erkundigte sich, ob Peter schon einen angemessenen Anzug gefunden hatte. Peters Mutter antwortete für ihn. Natürlich hatte er bereits einen angemessenen Anzug. Dann unterhielten sich der Baron und Peters Vater über Pferderennen, die einmal jährlich in Schlossstadt abgehalten wurden und zu welchen der Baron gerne mit seiner Familie ging und sich darauf freute, dort seinen Schwiegersohn zu präsentieren...
Offenbar wurde von Peter erwarten, dorthin zu gehen... Gefragt wurde er natürlich nicht. Warum auch?
Wundervoll! Einfach Wundervoll!
„Mir wäre eine kleine Villa ganz lieb", sagte Peter nun, um Babette zu verärgern, die von den Vorzügen einer großen Residenz schwärmte. „Eine klein, schlicht weiße Villa, mit hellgelben Fensterläden und einem hellroten Dach. Ein kleiner Rosengarten wäre auch schön. Das würde mir reichen. Gegen Pferde bin ich leider allergisch." Er wusste genau, dass Babette keine Rosen mochte. Und keine schlichten Villen. Beides hatte sie ihm bei ihrem letzten treffen erzählt. Was die Fensterläden betraf war er sich nicht sicher, aber sie sprach von Goldverzierungen und Grüntönen... Nicht von Gelb.
Wie erhofft verzog Babette das Gesicht. „Rosen mag ich nicht. Und wir werden viel Platz brauchen, meinst du nicht auch? Seit wann hast du eine Pferdeallergie?"
„Das frage ich mich auch", fragte seine Mutter und funkelte ihn warnend an. Peter widerstand dem Drang ihr die Zunge rauszustrecken.
„Noch nicht sehr lange", antwortete er.
Der Baron lachte. „Ich bin mir sicher, wir werden euch beiden ein angemessenes Heim finden. Ohne Rosen, da unser Schatz keine Rosen mag." Er betrachtete Peter mit gerunzelter Stirn. „Ich bin mir sicher, die Pferderennen werden dir gefallen. Du musst ja nicht zu den Pferden gehen... Wir müssen dir vorher nur angemessene Kleidung besorgen... Keine Sorge! Wir kaufen gemeinsam ein! Die Heirat und eine neue Garderobe machen einen richtigen Mann aus dir!" Sein Blick viel auf die Armbänder, die Peter heute zu einer schwarzen Stoffhose und einem bunt gemusterten Leinenhemd mit goldenen Knöpfen trug.
„Ich habe vor, unsere Kleidung aufeinander abzustimmen", verkündete Babette.
Peters Vater lachte. „Das tut ihm sicher gut! Von uns lässt er sich in Kleidungsfragen kaum noch beraten!"
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Hexe - Der Aufstand
FantasyJulia möchte ein normaler, sterblicher Mensch sein. Ihre ältesten Geschwister sind Hexen, Zauberer. Julia möchte nichts davon. Sie möchte alles hinter sich lassen. Doch das Schicksal hat anderes mit ihr vor: Kurz vor ihrem 16. Geburtstag zeigt sich...
