Peter
Der Samstag kam schneller als Peter lieb war und mit dem Samstag kam die große Probe für die Hochzeit im Ballsaal des Schlosses. Es wurden die genauen Abläufe abgesprochen, wo jeder zu stehen hatte, wie Babette in den Ballsaal kommen sollte, zusammen mit ihrer Stiefmutter.
Peter gähnte gelangweilt.
Auch für die Feier der Trauung wurden noch einmal alle Details besprochen. Er hörte kaum zu. Es interessierte ihn alles nicht. Peter hatte einen Entschluss gefasst. Er wusste nur nicht, ob es der richtige war.
Seine Mutter sah ihn tadelnd an. Seine Unaufmerksamkeit war nicht unbemerkt geblieben. „Peter!", zischte sie leise. „Es geht um deinen und Babettes großen Tag! Hör auf zu träumen!"
„Natürlich Mutter!", murmelte er mit einem Augenrollen. Babettes großer Tag.
Babette schien heute besonders begeistert und quirlig. Es war eindeutig, dass sie sich auf die kommende Hochzeit freute. Auch ihre Eltern wirkten außergewöhnlich guter Dinge.
Nachdem alles besprochen war, setzten sie sich gemeinsam in das Kaminzimmer, um Kaffee und Kuchen zu genießen. Peter erinnerte sich an die fürchterliche Kuchen und Wein Eskapade. Ihm verging der Appetit.
„Das Gemälde ist wunderbar geworden!", verkündete Babette. „Leider konnten wir es nicht mitbringen. Dennoch hoffe ich, es Euch bald zeigen zu können." Sie lächelte die Königin an.
Agathe nickte erfreut. „Ich habe viel Gutes über den Maler gehört. Nun, ich werde bald selbst sein Können bewundern können."
Babettes Stiefmutter stocherte in ihrem Kuchen herum. Sie wirkte etwas grün im Gesicht.
„Ist alles in Ordnung?", fragte Peter besorgt.
Sie nickte. „Ja. Es ist alles bestens..."
„Sicher?" Babette runzelte die Stirn. „Dir scheint es in letzter Zeit öfters nicht gut zu gehen."
Ihre Eltern wechselten lächelnde Blicke.
„Nun... Wir wollten eigentlich noch etwas warten", sagte ihr Vater. „Aber jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, nicht wahr?" Er lächelte seine Frau an.
„Für was?" Babette wirkte irritiert, während die Königin verzückt in die Hände klatschte. Peter hatte eine Vermutung, worum es geht.
„Du bekommst einen Bruder, oder eine Schwester!", verkündete Babettes Stiefmutter mit einem glückseligen Lächeln. „Ist das nicht wundervoll?"
„Oh." Babette wirkte nicht so, als würde sie es wundervoll finden.
Peter schmunzelte. Wollte Babette keine Geschwister? „Herzlichen Glückwunsch!", wand er sich an ihre Eltern.
Seine Mutter sprang auf und umarmte ihre Freunde. „Das sind herrliche Neuigkeiten! Ich freu mich für euch. Wie lange seid ihr nun verheiratet? Zwei Jahre?"
Babettes Stiefmutter nickte. „Wir sind schrecklich aufgeregt. Natürlich wird das Kind weder eine Hexe noch ein Zauberer, wie unsere Babette, aber dennoch!"
Die Königin nickte. Ihr Gesicht verriet, dass sie dies durchaus bedauerlich fand. Peter rollte mit den Augen.
„Nun, das sind sehr erfreuliche Nachrichten." Friedrich sah zu Babette. „Nicht wahr, meine Liebe? Und deine Eltern werden nicht einsam sein, wenn du mit Peter zusammengezogen bist."
„Grandios", murmelte Babette.
„Oh. Und wer weiß, vielleicht können deine Kinder dann mit deinem Geschwisterchen zusammen spielen?" Friedrich zwinkerte ihr lachend zu.
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Hexe - Der Aufstand
FantasyJulia möchte ein normaler, sterblicher Mensch sein. Ihre ältesten Geschwister sind Hexen, Zauberer. Julia möchte nichts davon. Sie möchte alles hinter sich lassen. Doch das Schicksal hat anderes mit ihr vor: Kurz vor ihrem 16. Geburtstag zeigt sich...
