Marie
Marie saß im Speisesaal und frühstückte glücklich. Heute würde ein toller Tag werden. Sie würden für Ina ein Geschenk kaufen und Spaß haben. Sie konnte es kaum erwarten.
Ihr Müsli schmeckte heute besonders gut.
Pia saß neben ihr. Sie unterhielten sich über die vielen Hausaufgaben, die sie wieder aufbekommen hatten. Pia hatte am Tag zuvor bereits mit den Hausaufgaben begonnen und beklagte sich darüber, dass es einfach nicht weniger wurde.
„Über die Hausaufgaben mache ich mir später Sorgen", entgegnete Marie. „Sie sind sicher schneller erledigt, als du erwartest."
„Ich bin mir da nicht so sicher. Ich möchte nachher in die Bibliothek. Bücher für den Aufsatz, den wir für Geschichte schreiben sollen, heraussuchen. Kommst du mit?"
„Ich war gestern schon in der Bibliothek und nachher habe ich etwas vor."
„Was hast du denn vor?"
„Ich gehe in die Stadt. Zusammen mit Theo und Julia."
„Bist du dir sicher, dass du die Hausaufgaben dann noch schaffst? Es ist echt viel!" Pia verzog das Gesicht. „Und der Aufsatz wird benotet."
„Willst du nicht auch mitkommen?" Marie stupste ihre Freundin mit dem Arm an. „Etwas Spaß könnte dir guttun. Du machst dir viel zu viele Sorgen um Noten und Hausaufgaben."
„Nein, danke. Ich habe Spaß, nachdem ich die Hausaufgaben erledigt habe."
Julia
Julia saß am Frühstückstisch und erzählte Sophie von ihrem Plan.
„Und wie wollt Ihr in die Hauptstadt kommen? Zu Fuß ist das kein kurzer Weg", fragte die ältere Dame. „Hättet Ihr früher Bescheid gesagt, hätte ich Euch eine Kutsche bestellen können."
„Ich habe Marie nicht gefragt, wie sie dort hinkommen möchte. Aber unser Klassenlehrer hat gesagt, dass es Kutschen gibt die Schüler in die Stadt bringen. Die Kutschstation ist wohl ganz in der Nähe." Julia schmierte sich ein Marmeladenbrot. „Leopold wird auch mitkommen."
Sophie schaute zu dem Elf. „Du passt gut auf die Prinzessin auf, ja?" Dann sah sie zu Julia. „Das gefällt mir nicht. Was ist, wenn Euch etwas passiert?"
„Die Stadt ist gut bewacht, was soll mir passieren? Außerdem hat Mama einige Soldaten als Wachen hierhergeschickt, Sophie. Sie kamen bereits vor uns an, hast du das etwa vergessen? "
„Sicher nicht." Sophie schnaubte. „Wie könnte ich die Wachen am Tor der Akademie vergessen? Als wir ankamen wollten sie unsere Koffer durchsuchen, bis sie bemerkten, welche Kutschen sie vor sich hatten... Lasst euch bitte von den Wachen begleiten."
Leopold lachte leise. Sophie sah ihn ärgerlich an, kommentierte es aber nicht.
„Sie folgen mir vermutlich, ohne dass ich sie darum bitten muss." Julia trank einen Schluck Tee. Süßer Früchtetee. Ihre Lieblingssorte.
„Kann ich auch mitkommen?", fragte nun Marko. Er pellte sich ein Ei und schnitt es in Scheiben, um sein Brot damit zu belegen.
„Sicher nicht", antwortete die alte Dame, bevor Julia antworten konnte. „Wäsche muss später runtergebracht werden, die Badezimmer müssen geputzt werden... Ich brauche dich dafür. Es reicht, dass Julia Leopold mitnimmt."
„Aber es ist doch mein freier Vormittag!", protestierte der Wolf. „Möchtest du auch mit, Finn?"
Finn wurde blass. „Ich glaube nicht", flüsterte er.
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Hexe - Der Aufstand
FantasíaJulia möchte ein normaler, sterblicher Mensch sein. Ihre ältesten Geschwister sind Hexen, Zauberer. Julia möchte nichts davon. Sie möchte alles hinter sich lassen. Doch das Schicksal hat anderes mit ihr vor: Kurz vor ihrem 16. Geburtstag zeigt sich...
