Lächelnd deutete der Direktor eine Verbeugung zum abschied an. „Das freut mich wirklich sehr. Ach ja, sie sind mit Oh Sehun hier, nicht war?" Überrascht musterte ich denn Mann vor mir und nickte dabei verwirrt. „Das ist praktisch, dann können sie ihm gleich zum Unterricht folgen, wo er sowieso in ihre Klasse geht." Überrascht drehte ich mich nochmal zu dem Mann um, nickte dann aber verwirrt und trat auch schon aus der Tür. Wie erwartet stand der rotbraunhaarige neben der braunen Eichentür und tippte schweigend auf seinem Handy herum. Erst als ich die Tür wieder geschlossen hatte, sah er auf und nickte. „Dann können wir ja schonmal zur Klasse gehen. Der Unterricht fängt eh in fünf Minuten an."
„Du wusstest das?", grummelte ich verwirrt. Anstatt mir aber zu antworten ging er einfach voraus und steckte sein Handy zurück in seine Hosentasche. „Die anderen sind auch schon alle in ihren Klassen, also solltest du dich beeilen, wenn du nicht zu spät kommen willst." Noch immer merklich verwirrt lief ich dieses mal neben ihm her, versuchte dabei irgendwie zu verstehen was mit dem Jungen neben mir nur schief gelaufen war.
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Nachdem wir 10 Minuten zu spät zur ersten stunde angekommen waren -wer hätte auch gedacht das die Schule aus mehreren großen Gebäuden, die in komischen Konstellationen zueinander standen bestand- durfte ich mich erst mal vor der gesamten Klasse vorstellen und mich dann auf den Platz neben Sehun setzen. Tatsächlich war dies der einzige unbesetzte Platz im Raum -neben dem von den beiden krankgeschriebenen Schülern-, da dieser sich auf Wunsch des Lehrers bei der letzten Sitzumstellung nach ganz vorne setzen musste. Und zwar wirklich ganz vorne, direkt gegenüber von dem Whiteboard. An sich waren es mehrere Zweiertische die im gesamten Raum verteilt waren und das Pech den schlechtesten Zweiertisch erwischt zu haben hatten wohl Sehun und ich.
Nach zwei trockenen Stunden Geschichte, hatten wir glücklicher Weise auch schon unsere erste Zwanzigminuten Pause, welche ich spätestens jetzt verfluchte, wo sich gefühlt die ganze Klasse zu mir und Sehun gesellt hatten. „Du kommst aus Busan, nicht war?" Überfordert nickte ich. „Wow... wie ist es da so? Ich war noch nie in Busan!", ertönte auch schon eine weitere weibliche Stimme. Quietschend as fuck und schrill ohne Ende. Sie lehnte sich etwas über meine Tischhälfte und sah mich aus ihren beklebten Augen starr an. Fallen diese komischen Flügel auf ihren Wimpern nicht irgendwann ab? Hat sie nicht Angst irgendwann mal diesen Wimpernkleber in die Augen zu bekommen? Innerlich Kopfschüttelnd lächelte ich sie aufgesetzt und schmal an. Eine Sache ändert sich also nie. Egal wohin ich gehe, solche Weiber gab es also immer.
„Schön...", antwortete ich knapper den je. Kichernd ertönte auch schon die nächste Stimme, etwas weiter rechts. Ein Mädchen das ebenso Tonnen von Makeup trägt stand neben Sehun und bedachte ihn mit flirty Blicken. „Du passt perfekt zu unserem Eisprinzen!", lallte sie mir auch schon vor und stellte sich direkt hinter Sehun, welcher nur schweigend auf seinem Handy herumtappte und ihre Hände, die sie auf seine Schulter legte gekonnt ignorierte. „E...eis Prinz...?", wiederholte ich und runzelte die Stirn. Wer zum Teufel kam auf solche dummen Spitznamen??? Aber immerhin besser als Freak oder Schwuchtelchen. „Stimmt! Ihr passt perfekt zueinander!" Das Lachen aus der Klasse wurde lauter, wobei ich stumm meine Schläfe massierte und versuchte den Stress und den ganzen Lärm auszublenden. Wie hielt Sehun das nur aus? Er schien verdammt beliebt zu sein, da musste es ja noch anstrengender sein...
Erst als der Junge neben mir seinen Blick hob und ihn auf mich richtete, öffnete ich meine Augen wieder ein wenig. „Leute... Ihr seit echt nervig. Wie wärs wenn ihr mir 'n Schokobrötchen holt und aufhört den neuen zu belästigen." Sofort waren die ganzen Mädchen Feuer und Flamme dafür in die Mensa zu gehen, denn nur noch wenige blieben im Klassenraum und setzten sich mit anderen brabbelnd an ihre Plätze. „Du bist heilig...", murmelte ich und schlug meinen Kopf auf die Tischplatte um dort schnaufend die Stille zu genießen. Lachend reckte sich Sehun ein wenig und legte sein Handy wieder beiseite. „Man gewöhnt sich dran und weiß nach spätestens einer Woche wie man die im Zaum halten kann. Ich bin mir sicher das du dich auch irgendwann an die gewöhnst."
Das war mit abstand der längste Satz, oder Sätze die ich von dem anderen gehört hatte. Es verwirrte mich ein wenig, da er dem Anschein nach eigentlich nicht so viel redete. Oder wenn doch, es dann ziemlich knapp ausfiel. Musste ich den verstehen? Verwundert sah ich zu dem Rotbraunschopf auf, machte mir aber nicht die mühe meinen Kopf anzuheben, sondern drehte ihn einfach zu ihn. „Das werde ich mit Sicherheit nicht...", murmelte ich dann auch. Wie auch? Ich hasse es mit anderen zu reden, will mich auch auf niemanden einlassen und vermeide eigentlich andere Menschen. Diese Situation von vorhin war mehr als nur unangenehm und hätte Sehun nicht die Meute an pubertierenden Girlies indirekt in die Mensa geschickt, wäre ich hier noch an Stress verreckt. Es war so schon ein Wunder das ich mich relativ ausgelassen mit meinem Sitznachbarn unterhalten konnte.
„Bist du etwa schüchtern?" Schmunzelnd legte er seinen Kopf auf seinen Händen ab und musterte mich eindringlich, was mich meinen Kopf automatisch wieder wegdrehen ließ. „Ja, und? Ich hasse es wenn andere mit mir reden... Problem?" Grummelnd krallte ich meine Hände in das Holz des Schultisches und schnaufte stresserfüllt auf. „Ne nicht wirklich. Das hab ich mir ehrlich gesagt schon gedacht.", erwiderte Sehun auch schon, was mich abermals zu ihm aufschauen ließ. „Und wieso zum Teufel redest du dann mit mir, wenn du das schon längst weist?" Egal wie sehr ich versuchte aus ihm schlau zu werden... Letzten Endes verstand ich ihn einfach noch weniger als am Anfang. Er hatte mir freiwillig zum Direktorat geholfen, dort sogar auf mich gewartet und half mir nun diese Freaks vom hals zu bekommen. Was ging in ihm nur vor?
„Ich mag dich, mehr nicht. Außerdem scheinst du deine Schüchternheit mir gegenüber schon längst abgelegt zu haben.", antwortete er letztlich und schlug mir einmal kräftig gegen die Schulter, wobei ich mir grummelnd die schmerzende Stelle hielt. „Au. Ich bin empfindlich, ja?!" Lachend stand Sehun auf. „Du bist einfach nur schwach. Nicht mehr und nicht weniger.", erwiderte er auf mein Gebrumme lachend und verschwand auch schon mit dem Handy zur Tür. „Bin kurz telefonieren. Falls wieder eine der Quasseltanten aufkreuzt, sag ihr das ich mein Schokobrötchen sehnsüchtig erwarte!" Grummelnd rieb ich mir noch immer den Arm, war dem anderen dabei einen wütenden blick zu und schlug meinen Kopf dann wieder erschöpft auf den Tisch. Gosh... ich will nach Hause.
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Lol, wo bleibt wohl Jimin? Was glaubt ihr? X3
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Lonely Wolf [bxb]
Fantasy[bxb/FantasyAu] Jungkook. Ein ganz normaler 16 jähriger Junge dessen Leben seit klein auf immer schlimmer wurde. Taehyung. Ein Alpha der versucht seinen Mate für sich zu gewinnen. Doch aus irgendeinem Grund stellt sich das als sehr große Herausfo...
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