Kapitel 106

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Nach einer Weile kamen wir beim Friedhof an, den Mary mit einem breiten Lächeln betrat und seufzte. „Dieses Kribbeln in der Brust ist doch immer wieder aufregend.“ Fragend sah ich sie an. „Kribbeln?“ „Ja... Sieh' dich doch mal um.“ Ich tat es. „Viele Kreuze.“ „Genau. Die brennen richtig in der Brust und irgendwann werde ich Kopfschmerzen bekommen.“ „Nur du oder ihr beide?“ „Nur ich. TJ ist doch viel stärker als ich.“ Ich sah T an. „Also spürst du nichts?“ „Kommt drauf an.“ „Aha.“ Warum auch immer liefen wir zu einem Grab mit Kreuz, wo Mary die Arme ausbreitete und tief einatmete. „Fuck ist das schon wieder geil.“ „Stehst du auf Schmerzen oder was?“ „Wenn man es richtig macht, hab' ich kein Problem damit. Aber das ist nicht der Punkt... Die Energie ist einfach berauschend.“ T kicherte. „Wird Zeit, dass wir diesen Ort ins Verderben stürzen, meinst du nicht?“ Mit glühenden Augen sah Mary T an. „Dann fang' an.“ Wortlos bohrte T seine Krallen in das Kreuz und brach es aus dem Fundament, bevor er es umgedreht wieder in den Boden schmetterte. Währenddessen zerkratzte Mary den Grabstein, bis der Name des Toten nicht mehr zu erkennen war. Dann setzte T sich hoch auf das Kreuz und Mary stellte sich mit dem Rücken zum Grab, bevor sie sich mit ausgebreiteten Armen nach hinten fallen ließ. Sie fiel durch den Boden durch, buddelte sich aber eine Sekunde später, mit einer roten Urne in der Hand, wieder aus. Diese warf sie dann T zu, der mich ansah. „Dyzzy, wie wär's mit Baseball?“ Ich musste grinsen. „Gerne.“

Sohn des Teufels Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt