Nachdem Zelda ihr Ritual an der Quelle des Mutes beendet hatte, war es Raisa's Pflicht sie wieder nach Schloss Hyrule zurückzubringen. Danach allerdings machte sie sich auf. Ihr Ziel lag nördlich von Schloss Hyrule. Und Zelda war sogar so großzügig, sie überließ Raisa den Hengst.
Somit war sie ziemlich schnell im Norden angekommen. Sie stieg von dem Pferd und ging zu Fuß den restlichen Weg.
Die Verlorenen Wälder, ein Ort an dem man, wie der Name schon sagte, verloren war. Wer diesen Wald mit einem Plan durchqueren zu versucht, wird sein Ziel niemals erreichen. Man musste sich vollkommen auf seinen Instinkt verlassen. Zum ihrem Glück hatte Raisa einen guten Instinkt, dennoch, ob das ausreichte, wusste sie nicht.
Doch es gab keinen anderen Weg! Sie musste diesen Wald durchqueren, nur dort würde sie Gewissheit bekommen. Koste es, was es wollte, sie musste es schaffen! Außerdem, Link hatte es doch auch geschafft, schließlich befand sich dort das Bannschwert. Wenn er es konnte, konnte sie es auch.
Sie band das Pferd an einen Baum und machte sie alleine auf in die Verlorenen Wälder. Vor diesem Wald hatte sie keine Angst, eher davor, dass sie scheitern würde. Doch sie war zuversichtlich, dass sie es schaffen konnte. Ihr fehlte, im Gegensatz zu Zelda, kein Selbstvertrauen.
Nach ein paar Schritten drehte sie sich noch einmal um. Sie konnte ihren Hengst nicht mehr sehen, eine dicke Nebelwand umgab sie. Es lag wirklich etwas Magisches auf diesen Wald. Oder war es eher ein Fluch?
Was es auch war, sie konnte es deutlich spüren. Dieses übermenschliche, es war fast so, als könnte sie danach greifen. Fühlte nur sie so oder ging es Link ähnlich? Sie würde es erfahren, wenn sie zurück war. Nun hatte sie sich zu konzentrieren. Wobei, genau dies sollte sie hier nicht tun. Wenn sie sich zu sehr auf ihr Ziel fixierte, würde sie es nicht finden. Das hatte ihr Zelda auf dem gesamten Rückweg immer wieder eingetrichtert.
Sie schloss die Augen und schob jeglichen Gedanken beiseite, wie beim Meditieren. Und dann spürte sie es. Wie eine Quelle aus der Energie kommen würde. Es war schwer zu beschreiben, aber der Ort aus dem dieses Gefühl kam, war tief in diesem Wald. Er war der Kern, aus dem dieses magische Etwas kam.
Augenblicklich verspürte sie den Drang dort hinzugehen. Sie folgte dem Gefühl zielstrebig, doch nach einigen Metern verschwand es wieder. Das war, als würde jemand mit ihr Spielchen spielen... In alten Geschichten wurde sogar davon berichtet, dass es in diesen Wäldern einen Geist gab, der einmal den Helden geleitet haben soll. Da sie selbst nicht lesen konnte, hatte sie diese Geschichten natürlich nie selbst lesen können. Aber ihr wurden diese vorgelesen. Allerdings war dies schon sehr lange her. Zudem war es eine Zeit, an die sie sich gar nicht erinnern wollte.
Da sie mit den Gedanken wieder woanders war, kam auch dieses Gefühl, welches sie zu leiten versuchte, zurück. In diesen Wäldern durfte man sein Ziel wirklich nicht vor Augen haben.
Raisa hatte das Gefühl, dass sie sich in den Verlorenen Wäldern immer mehr verirrte. Der Wald wurde immer dichter und düsterer und auch der Nebel sorgte dafür, dass sie kaum noch etwas sah. Doch sie war immer noch guter Dinge.
Es musste für sie einen Weg in die Tiefen dieses Waldes geben. Es musste einfach...
Sie war dieser Energiequelle nun sehr nahe. Und mit jedem Schritt, den sie weiter ging, verflog der düstere Nebel und es wurde heller. An diesem Punkt des Waldes schien sogar die Sonne herein. Auf Raisa's Lippen schlich sich ein siegessicheres Grinsen. Letzten Endes hatte sie den Weg durch die Verlorenen Wälder gemeistert. Und nun war sie hier, an dem Ort wo das Master Schwert einst ruhte und wo der Deku Baum anzutreffen war.
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Number 6
FanfictionDie Hylianer fanden einen weiteren Titanen, der gegen die Verheerung Ganon eingesetzt werden sollte. Kurzerhand entschloss sich Prinzessin Zelda noch einen weiteren Recken aufzunehmen. Doch wen? Alle Völker Hyrules waren bereits vertreten. Nach lang...
