*Samu's Sicht*
Gestern Mittag waren wir von unserer Tour nach Hause gekommen. Yun und ich hatten gestern Abend noch darüber gesprochen was im Auto passiert war. Mir ist auch während des Gespräches klar geworden dass ich übertrieben hatte voraufhin ich mich natürlich entschuldigt hatte.
Heute verbrachten meine Tochter und ich den halben Tag über auf der Couch und schauten uns Filme an. Doch nach einiger Zeit wurde dies langweilig und unsere Aufmerksamkeit verschwand immer mehr bis sie überhaupt nicht mehr vorhanden war. Yun hing nur noch an ihrem Handy. Entweder befand sie sich mal auf Twitter oder auf Instagram. Ab und zu beobachtete ich mein kleines Mädchen mal wie sie so auf der Couch lag und den Kopf vom Sofa runter hingen ließ. "Oh mein Gott." rief sie strahlend und setzte sich auf. "Was ist?" fragte ich sofort nach. Sie hielt mir ihr Handy direkt vor mein Gesicht, so dass ich nichts erkennen konnte. "Santtu hat mir geschrieben. Anscheinend hat er heute seinen neuen Akku bekommen." freute sich meine kleine Maus. "Das ist schön Maus." Sofort drehte sie ihren Display wieder zu sich und tippte wie eine Verrückte auf ihrem Handy rum. Ich beobachtete sie dabei nur kopfschütteln. Mein Handy fing an zu vibrieren weshalb ich es vom Couchtisch nahm. Jules hatte mir eine Nachricht geschickt. Als ich ihre Nachricht gelesen hatte tippte ich sofort, so schnell wie ich konnte, auf meinem Handy eine Nachricht. Yun sah mich an und schüttelte mit dem Kopf. "Was?" fragte ich. "Nichts nichts. Santtu und ich wollen uns morgen im Park treffen." Ich nickte und meinte: "Schön. Seit wann erzählst du mir solche Dinge?" - "Naja, das mit Santtu und mir ist ja nicht mehr geheim, also dass wir uns treffen, also kannst du ja wissen wann und wo wir verabredet sind." Das was Yun erzählte ergab Sinn. Überglücklich legte ich meinen linken Arm um sie und zog sie an mich ran. "Schön dass du mir nichts mehr verheimlichst." Yun nickte und tippte wieder auf ihrem Handy. Ich lehnte mich zurück und sah einfach nur die Decke an. Die Stunden vergingen wie im Flug. Yun und ich hatten uns ein wenig über ihre Beziehung und auch über ihre Zukunft unterhalten. Sie hatte mir erzählt dass sie in meine Fußstapfen treten wollte, Santtu jedoch dagegen war und sich an ihrem Geburtstag sogar ein wenig aufgeregt hatte. Ich konnte meinen kleinen Bruder sehr gut verstehen, da ich mir auch um Yun sorgen machte. Ich hatte schon einige Dinge erlebt und die Tatsache die jetzt gerade mit ihrem leiblichen Vater war machte es nicht gerade besser. Da es nun recht spät war begaben Yun und ich uns in die Küche und kochten gemeinsam das Essen. Dies hatten wir schon lange nicht mehr getan, weshalb mir damalige Erinnerungen in den Kopf kamen und ich lächeln musste.
Nach dem Essen räumten wir zusammen ab. Anschließend beschloss ich runter in meinen Fitnessraum zu gehen und wieder ein wenig zu trainieren, da ich es in den letzten Wochen ziemlich vernachlässtigt hatte und ich mich auch irgendwie auspowern musste, damit ich in der Nacht schlafen konnte. Yun schloss sich mir an und kam mit runter. Zum Glück hatte ich zwei Laufbänder. Woraufhin wir gemeinsam dort starteten. Zusammen gingen wir einzelne Stationen durch und trainierten. Yun war ziemlich gut und auch sehr fit darin, obwohl sie eher so ein Sportmuffel war und nie Lust drauf hatte, jedoch wollte sie sich fit halten und auch in Form bleiben. Mein Töchterchen entschied sich dafür noch einmal auf das Laufband zu gehen, wo sie ziemlich Gas gab. Ich trainierte dafür meine Arm Muskeln weiter, immerhin wollte ich bei Jules so ein klein wenig mit angeben. Manchmal sah ich zu Yun rüber wie es bei ihr so lief. Natürlich war es klar dass sie nur wegen Santtu trainierte. Ich legte meine Hanteln zur Seite und sah zu meiner kleinen Maus. Sie stieg gerade vom Laufband und nahm einen großen Schluck aus ihrer Wasserflasche. "Du, sag mal Mäuschen. Du trainierst doch nur wegen Santtu oder?" sprach ich meine Frage mit einem leichten Grinsen auf den Lippen aus. Sofort verschluckte sie sich und began zu husten. Ich musste lachen, da ich mit dieser Reaktion nicht gerechnet hatte. "Tut mir leid Süße. Ich hätte warten sollen bis du fertig mit trinken warst." Yun nickte und kam auf mich zu. "Also... deine Antwort." harkte ich sofort nach. "Ich mach es für mich und nicht für Santtu." - "Ja ja ist klar. Na los, raus mit der Wahrheit." Yun nahm neben mir auf einer Bank platz. "Ja okay, vielleicht hast du recht." - "Vielleicht?" - "Ja okay, du hast recht! Zufrieden? Ich will Santtu nun mal gefallen und nicht an irgendeine Tussi, die mehr Oberweite und eine bessere Figur hat, verlieren." gab sie ehrlich zu. Ihre Aussage mit der Oberweite machte mir jedoch bedenken. "Heißt das du willst jetzt ne Brust Op?" fragte ich sichtlich verwirrt nach. "Was?! Nein! Ich will nur eine gute Figur haben und außerdem wachsen meine Brüste noch." - "Okay, das waren jetzt zu viele Informationen!" Yun lachte auf und schlug mir gegen mein Superman Tattoo. "Süße, dein Daddy will nicht wissen was bei dir noch wächst und was nicht." Ich zog mein Mädchen auf meinen Schoß und sagte: "Yun, du brauchst keinen Model Körper, denn du bist so perfekt wie du jetzt bist. Santtu liebt dich, doch das weißt du und ganz besonders dein Herz am besten." Ich schloss sie in meine Arme woraufhin sie sich ein wenig versteifte. "Ihhh Papa. Du bist voll mit Schweiß." Sofort löste ich mich von ihr und sah sie entgeistert an. "Du bist kein deut besser. Na los, es wird Zeit zu duschen, immerhin ist es schon spät." Ich schmiss sie von meinem Schoß runter und stand auf. Gemeinsam gingen wir rauf. Yun verschwand in ihr Bad und ich in meins. Als ich frisch geduscht in mein Zimmer kam saß meine Tochter mit einem Kuscheltier im Arm in meinem Bett. "Was machst du hier?" - "Auf dich warten." - "Warum?" fragte ich verwirrt. "Weil ich einen Gute-Nacht-Kuss will." - "Darf ich mich vorher anziehen?" Daraufhin nickte Yun, doch machte keine Anstalten dazu raus zu gehen, weshalb ich mich einfach umdrehte. Ich griff in meinen Schrank und zog eine frische schwarze Boxer raus. Anschließend sah ich über meine Schulter. Yun saß immer noch da und spielte mit den Ohren ihres Marsupilami Kuscheltier. "Willst du nicht raus gehen?" fragte ich woraufhin ich ein Kopfschütteln ihrerseits bekam. Ich nickte und warf einfach das Handtuch auf den Boden. "Knackarsch!" rief Yun weshalb ich stirnrunzelnd über meine Schulter sah. Langsam drehte ich meinen Kopf wieder und zog mich an. Anschließend ging ich zu Yun und drückte ihr einen Gute-Nacht-Kuss auf die Stirn. "Nun hast du deinen Gute-Nacht-Kuss." Yun strahlte über beide Ohren und warf sich in mein Bett. "Gute Nacht." sagte sie noch mit geschlossenen Augen. Verwirrt sah ich sie an. "Was wird das jetzt hier?" - "Ich schlafe." - "Aber nicht in meinem Bett." Sofort schlug Yun ihre Augen auf und sah mich an. "Dooooch." Ich seufzte, ging auf die andere Seite des Bettes und legte mich unter die Decke. Anschließend machte ich noch das Licht aus und kuschelte mich in meine Federn. Ich merkte nur wie Yun an mich ran gerückt kam und ihren Arm um meinen Bauch legte. Ich lächelte in die Dunkelheit hinein und legte meinen rechten Arm um Yun, eh ich friedlich einschlief.
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Lifesaver
FanfictionEin kleines Mädchen ganz alleine auf der Straße. Wo es wohl herkommt und wo ihre Eltern sind? Das ist unklar. Doch ihr Finder und somit auch Lebensretter wird es herausfinden und ob er die Kleine bei sich aufnimmt... das werdet ihr alles sehen.
