Am nächsten Morgen wurde ich wieder einmal von meinem Vater aus dem Bett geschmissen. Dieses Mal durfte ich aber langsam wach werden und sogar frühstücken. Nicht so wie gestern. Dad wollte wieder, dass ich mir meine Motorrad Kleidung anzog. Ob er heute wieder durch die Stadt fahren wollte? Gespannt folgte ich meinem Vater in den Garten. Heute setzte er sich auf sein Motorrad. "Nicht mit meinem?" fragte ich. "Nein. Heute ausnahmsweise mit meinem." Schulterzuckend setzte ich mich hinter Dad und schlang meine Arme um ihn. Er würde schon wissen was er machte. Oder? Sofort raste er wieder wie ein Irrer durch die Stadt. Wieso fuhr dieser Mann immer wieder so schnell, obwohl er tausende von Euros immer wieder Strafe zahlen musste? Konnte man ihm nicht einfach einmal für mehrere Monate sein Führerschein weg nehmen oder ihn nochmal zur Fahrprüfung schicken? Nein? Ging das nicht? Wieso nicht? Zum Glück war sein kleiner Bruder komplett anders als er. Als Dad über eine rote Ampel fuhr dachte ich ja wirklich die Polizei würde uns anhalten und Samu wieder einen Strafzettel überreichen. Doch so war es leider nicht. Nein, er fuhr einfach weiter und weiter und weiter. Keine Polizei war weit und breit in Sicht. Toll. Ich hoffte nur wir wären bald am Ziel. Dies war mir nämlich ein bisschen zu schnell. Nicht das schnell schlecht war, aber Samu's schnell... ja das war übel. Ich konnte es kaum fassen, dass ich gestern während der Fahrt eingeschlafen war. Ein Wunder, dass ich überhaupt noch lebte. Als Dad endlich stehen blieb und den Motor ausschaltete machte ich so schnell wie möglich, dass ich von dem Motorrad runter kam. Ich zog mir meinen Helm ab und fragte mit aufgerissenen Augen: "Wie zum Teufel habe ich das gestern überlebt?!" - "Ich habe dich mit der einen Hand fest gehalten damit du nicht runterfielst." - "Oh... danke." sagte ich etwas ruhiger und überrascht. Dad stieg ebenfalls ab. Erst jetzt sah ich mich in der Gegend um. Wir waren mitten auf einem leeren Parkplatz. Warum? "Was machen wir hier?" fragte ich meinen Vater. "Du lernst Motorrad fahren." meinte er daraufhin lächelnd. "Bitte was?" Hatte ich das gerade richtig verstanden? Der große blonde Finne wollte mir... also seiner Tochter Motorrad fahren bei bringen. Aha. Und wie, wenn ich fragen durfte? "Wir beide setzen uns auf das Motorrad nur das du diesmal am Steuer sitztst. Dann befolgst du einfach nur meine Anweisungen und alles müsste funktionieren." erklärte mir mein Fahrlehrer. Unsicher nickte ich. "Und was wenn nicht?" - "Vertrau mir, das funktioniert." versicherte er mir. Ich setzte mir meinen Helm wieder auf und ging auf das Bike zu. "Ach übrigens, wenn du mir mein Bike schrottest wirst du es in Raten abbezahlen." Wow. Toll. Danke für die Angst nehmen! Was für einen tollen Vater ich nur hatte. Dieser setzte sich übrigens gerade hinter mich und hielt sich an mir fest. "Also. Du gibst jetzt da gaaanz langsam Gas." Ich zeigte auf den einen Griff an dem man sich nicht nur fest hielt sondern auch die Beschleunigung bediente. Dad nickte. Ich legte meine Hand auf diesen Griff und versuchte ein wenig Gas zu geben. Dies tat ich auch. "Yun. Du solltest schon so viel Gas geben, dass wir uns auch bewegen." meinte Dad. "Jetzt hetz mich nicht!" sagte ich etwas unter Druck. Ich merkte wie Dad seufzte. Er schob sein Visier hoch und meinte: "Yun. Du schaffst das. Ich glaub an dich. Gib einfach ein wenig mehr Gas." Ich nickte und wartete bis Dad das Visier unten hatte. Dann legte ich los. Doch natürlich lief es schief. Wie sollte es denn auch sonst laufen? Wir beide rasten einmal gerade aus. Dad legte seine Hand auf meine und drückte die Bremse. Anschließend schob er das Visier wieder hoch und meinte: "Ich sagte ein wenig nicht viel! Du hättest beinah mein Bike geschrottet." Sein Ernst? Vielen lieben Dank, dass er sich keine Sorgen um mich machte. Ich schob ebenfalls mein Visier hoch und sah ihn an. "Ja... danke... kein Ding... Mir geht's gut. Danke der Nachfrage Daddy." sagte ich. Mein Herz schlug mir bis zum Hals. Ich hätte eben nicht nur Dad's Bike geschrottet. Nein, ich hätte auch unser Leben geschrottet. "Sorry Maus. Ich weiß, ich habe dich heute ziemlich überrascht mit der Fahrstunde. Doch glaub mir. Du schaffst das. Du musst einfach nur ständig trainieren und der kleine Unfall... war nicht der letzte." Entgeistert sah ich meine wundervollen blonden, idiotischen, blonden Vater, der mein Fahrlehrer spielte an. "Danke. Vielen lieben Dank für den Mut, den du mir nicht gibst." Dad winkte mich vom Motorrad runter. Zusammen setzten wir uns auf den Boden. Er versuchte mich ein wenig aufzumuntern und erzählte mir von seinen ersten Fahrstunden. Diese hörten sich nicht gerade erfolgreich an. Er erzählte mir sogar, dass er öfter als ein Mal durch die Prüfung gerasselt war, weil er ziemliche Angst davor hatte. Auf jeden Fall hatte ich etwas zum lachen und auch neu Motivation mich nochmal auf das Motorrad zu setzen und zu fahren. Bevor wir aber es nochmal neu wagten erklärte mir mein Vater wofür was da war. Anschließend traute ich mich noch mal neu auf das Bike. Jedoch gab ich gaaanz langsam Gas, so wie es mein Vater von mir verlangte. So langsam sollte ich etwas mehr beschleunigen und Kurven fahren. Mit der Zeit funktionierte dies sogar recht gut und bekam ein Händchen dafür. Zurück nach Hause fuhr aber mein Daddy.
Das Konzert am Samstag, den 11.07.2015 war der hammer! Ich war wirklich positiv überrascht von Carpark North. Eigentlich dachte ich die wären mega schlecht, aber da habe ich mich echt geirrt. Seit dem Konzert bekomme die drei Dänen nicht mehr aus dem Kopf! Die Musik ist einfach nur Wow. Hätte niemals gedacht, dass die einen so einen Ohrwurm verpassen können *-*
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Lifesaver
Fiksi PenggemarEin kleines Mädchen ganz alleine auf der Straße. Wo es wohl herkommt und wo ihre Eltern sind? Das ist unklar. Doch ihr Finder und somit auch Lebensretter wird es herausfinden und ob er die Kleine bei sich aufnimmt... das werdet ihr alles sehen.
