Als wir an der Pommesbude ankamen nahm ich sie auf den Arm und fragte: "Was willst du haben?" - "Pommes." - "Alles klar." Ich ließ sie wieder runter und bestellte einmal eine Currywurst und eine Portion Pommes. Ich bezahlte das Essen und wir suchten uns einen Platzt zum hinsetzen. Ihre Pommes schob ich ihr rüber. Sofort schlug sie zu. Ich aß in Ruhe meine Currywurst und klaute mir ab und zu eine Pommes von ihr. "Hör auf das sind meine!" sagte sie und schlug meine Hand weg als ich mir wieder eine nehmen wollte. "Papa hat aber Hunger." - "Du hast deine Wurst." Ich spießte ein Stück von meiner Currywurst auf die Gabel und hielt sie ihr hin. "Pommes gegen Wurst." - "Hol dir selbst eine Pommes." Ich ließ meinen Kopf hängen. Es war hoffnungslos! Sie würde niemals tauschen. Als ich wieder auf sah schnappte sie zu und schon war das Stück Wurst in ihrem Mund verschwunden. "Ey! Geh dir selbst eine Currywurst holen!" Yun schüttelte den Kopf und meinte: "Du hast mir Pommes geklaut also darf ich mir auch was von dir nehmen." - "Das ist nicht fair." - "Doch ist es." - "Nein ist es nicht. Ich bin älter als du. Ich darf das!" - "Wie alt bist du?" - "Was geht dich das denn an?" - "Du weißt auch mein Alter, also raus damit. So alt bist du mit Sicherheit nicht." - "Na das werden wir aber sehen, ob ich nicht so alt bin." - "Ich warte." - " Ich bin 32." - "Gott bist du alt!" - "Danke!" meinte ich ironisch und hielt ihr noch ein Stück Bratwurst mit Soße hin. Den Rest der Pommes und meiner Wurst teilten wir uns. So durch wurden wir auch ganz schnell fertig mit dem Essen. "Hat's dir geschmeckt?" fragte ich nach. Yun nickte mir freudig zu. "Jetzt hab ich aber Durst!" - "Kein Problem. Was hättest du denn gerne?" - "Mhh, Wasser." Ich nickte und stand auf. Ich kaufte ihr ein Wasser und kam mit der Flasche zu ihr zurück. Ich öffnete ihr die Wasserflasche und übergab sie ihr. Sie trank einen großen Schluck aus der Flasche und gab sie mir. "Du musst auch was trinken." - "Darf ich denn?" Als Antwort erhielt ich ein Nicken. Also nahm ich ebenfalls einen Schluck. Ich verschloss die Flasche wieder und nahm Yun an die Hand. Wir gingen zu einem großen Supermarkt, immerhin musste ich noch einiges einkaufen. Für die ganzen Sachen nahm ich einen Einkaufswagen. Yun wollte unbedingt in den Einkaufswagen, also setzte ich sie in den Sitz des Wagens. "Was wollen wir hier?" fragte sie neugierig nach. "Naja, da du jetzt bei mir wohnst bräuchten wir noch ein paar Sachen, sowie Zahnpasta, einen Kamm für dich..." - "Oh darf ich den mir aussuchen?" unterbrach sie mich. "Ja natürlich, immerhin ist es ja deiner und damit werde ich dir jeden Tag die Haare kämmen." - "Darf ich dir was sagen?" - "Natürlich." - "Ich kann mir meine Haare selbst kämmen." - "Und warum wolltest du ausgerechnet, dass ich sie dir kämme?" Sie zuckte mit den Schultern und sah mich unschuldig an. Ich lächelte sie an und zog ihren Kopf etwas zu mir. Ich gab ihr einen Kuss auf den Scheitel und ging zu den Haarbürsten. "Na dann schau dich mal um." Yun schaute sich jede Bürste Haar genau an, doch keine einzige gefiel ihr. Bis sie dann eine hellblaue Haarbürste entdeckte. Sie zeigte auf die Bürste und zappelte im Wagen rum. "Die! Die will ich! Gib, gib, gib!" Ich nahm die Bürste und gab sie ihr. "Gefällt sie dir?" Yun nickte und sah mich glücklich an. "Na dann kauf ich sie dir." Sie gab mir die Haarbürste damit ich sie in den Einkaufswagen legen konnte. Sie sah sich um und entdeckte irgendetwas. "Jetzt will ich aber hier raus." sprach sie und wackelte mit den Füßen. Ich hob sie aus dem Einkaufswagen und setzte sie auf dem Boden wieder ab. "Ich brauche Shampoo." - "Davon habe ich zuhause genug." Sie blieb vor dem Regal mit dem Shampoo stehen und zeigte auf eins. Ich kam mit dem Einkaufswagen auf sie zu und blieb neben ihr stehen. "Das?" fragte ich nach. "Ja. Meine Mama kauft das immer. Von anderen Shampoos werden meine Haare total strohig und absolut unkämmbar." - "Du meinst das dann sehr viele Knoten in deinem Haar drin sind." Yun nickte und ich sah auf das Nivea Shampoo. "Okay. Welches willst du? "Kann es nicht sehen." Wieder hob ich sie hoch. "Also?" - "Das und das und das und das." - "Kannst du nicht eine Sorte nehmen?" Yun schüttelte mit dem Kopf. Ich seufzte einmal und nahm die Sorten, die die Kleine haben wollte.
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Lifesaver
FanficEin kleines Mädchen ganz alleine auf der Straße. Wo es wohl herkommt und wo ihre Eltern sind? Das ist unklar. Doch ihr Finder und somit auch Lebensretter wird es herausfinden und ob er die Kleine bei sich aufnimmt... das werdet ihr alles sehen.
