Seine Finger gingen auf Wanderschaft. Sie strichen über meine Seiten, meinen Bauch und Oberschenkel. Als sie unter mein Top wandern wollten reagierte ich schnell und nahm seine Hände von dort weg. Wir küssten uns immer weiter bis wir uns voneinander lösten und nach Luft schnappen mussten. Er rollte sich von mir runter und sah mich an. "Ich liebe dich." Ich drehte meinen Kopf zu ihm und lächelte ihn an. "Ich dich auch." Anschließend drehte ich mich auf meine linke Seite und kuschelte mich an Santtu. Er legte seine Arme um mich und zog mich näher an seinen Körper. Am liebsten würde ich stundenlang mit ihm so liegen und kuscheln, doch leider wurden wir gestört. Es war ganz leise im Haus bis sich auf einmal die Haustür öffnete und mein Name gerufen wurde. "Yun. Ich bin wieder da." Ich sah Santtu sprachlos an. "Shit." kam es aus meinem Mund. Santtu sah mich verwirrt an. "Warum muss er so früh wieder nach Hause kommen?" fragte ich eher mich selbst als Santtu. "Yun? Bist du da?" kam es von unten. "Ja. Ich bin oben in meinen Zimmer!" rief ich ihm zu. "Ich muss dir unbedingt erzählen was passiert ist." - "Nein... ähm... kannst du das nicht morgen machen? Ich... bin müde und... würde gerne schlafen." Ich setzte mich auf. Ich spürte wie Santtu mich komisch musterte. "Ach was, das geht ganz schnell. Du bist noch jung. Schlafen kannst du, wenn du tot bist." Und schon hörte man wie er die Treppe rauf kam. "Papa bitte." bettelte ich. Samu öffnete mit Schwung die Tür und sah zu mir rüber. Er erstarrte als er Santtu in meinem Bett liegen sah. "Oh du hast gar nicht gesagt, dass Santtu vorbei kommen wollte." Es herrschte kurze Stille zwischen uns drei. "Ich bin unten und Santtu... schön dich wiederzusehen Bruderherz." Santtu zwang sich zu einem Lächeln. Samu schloss die Tür hinter sich und ging wieder runter.
Zwischen Santtu und mir herrschte immer noch Stille. Ich sah zu Boden und presste meine Lippen aufeinander. Ich stand auf und ging zur Tür, doch Santtu knallte die Tür zu. Erschrocken sah ich zu ihm auf. "Du hast ihm nicht erzählt, dass ich heute komme und wir zusammen grillen wollen?" Ich drehte meinen Kopf von ihm weg und sah zu Boden. "Sieh mich an." Ich schüttelte mit dem Kopf. "Sieh mich an!" Ich zuckte zusammen und sah ihn an, so wie er es von mir verlangte. "Und ich dachte du liebst mich." sagte er traurig, öffnete die Tür und verließ mein Zimmer. "Santtu." Ich rannte ihm hinterher zur Haustür und versuchte ihn aufzuhalten. "Santtu bitte." - "Was?" - "Es tut mir leid. Bitte, verzeih mir. Es ist ungewohnt, dass Samu Bescheid weiß." - "Ach ja? Du warst doch diejenige, die Samu alles erzählen musste!" - "Samu wusste schon seit Jahren Bescheid. Außerdem warst du doch derjenige, der gesagt hat ich soll mich mit ihm aussprechen und das habe ich getan." Santtu sah mich wütend und schnaufend an. Mir stiegen Tränen in die Augen. Es tat mir so weh wie Santtu reagierte. "Ich habe gesagt du sollst dich mit ihm aussprechen und nicht ihm sagen, dass wir uns seit Jahren treffen!" Er öffnete schwungvoll die Tür. Er wollte gerade gehen, doch ich hielt ihn am Arm fest. Er riss sich von mir los und verschwand mit einem lauten Knall von der Tür. Ich lehnte meine Stirn an die Tür. Meine Tränen, die ich in den Augen hatte konnte ich nicht mehr halten und so rannen sie mir über meine Wangen. Hinter mir hörte ich Schritte, die nur von Samu sein konnten. Anscheinend hatte er alles mitbekommen. Er kam auf mich zu und legte seine Hand auf meine Schulter. "Yun..." Ich riss mich von ihm los und rannte weinend hoch in mein Zimmer.
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Lifesaver
FanfictionEin kleines Mädchen ganz alleine auf der Straße. Wo es wohl herkommt und wo ihre Eltern sind? Das ist unklar. Doch ihr Finder und somit auch Lebensretter wird es herausfinden und ob er die Kleine bei sich aufnimmt... das werdet ihr alles sehen.
