Was ich sah brach mir einfach nur das Herz. Santtu kam nicht alleine. Nein im Gegenteil. Er hatte eine Begleitung dabei und zwar eine weibliche. Lange blonde Haare, schmales Gesicht, grüne Augen und eine top Figur. Sie sah einfach... wunderschön aus. Sie stellte alles in den Schatten mit ihrer Schönheit. Sanna und Samu bemerkten wie ich mit offenem Mund zu Santtu starrte. Verwundert schauten sie auf die Stelle auf die ich wie eine Irre starrte. Sie erblickten die unbekannte Frau und sahen mich daraufhin einfühlsam an. Ich war wie gelähmt. Mein Herz schmerzte. Es fühlte sich so an als wäre es ein riesen Haufen voller Scherben, die alle in meine Seele ein stachen. Die Frau war noch recht jung, vielleicht ein paar Jahre jünger wie Santtu. Die hübsche Blondine kam auf mich zu. Santtu blieb am Türrahmen stehen und versuchte meinem Blick auszuweichen. "Hey, ich bin Katharina, doch du kannst mich ruhig Katha nennen." Ich löste meinen Blick von Santtu und sah auf die Hand der Blondine, die sie mir hin hielt. "Du bist das Geburtstagskind stimmt's? Santtu hat mir sehr viel von dir erzählt." - "Und du bist?" fragte ich zögernd nach. "Oh, ähm... mit der Frage habe ich gerade nicht gerechnet. Ich bin Santtu's Freundin." Hat sie gerade...? Schockiert sah ich zwischen Santtu und ihr hin und her. Santtu sah nur auf den Boden in der Hoffnung mich und meine Trauer nicht zu sehen. Hektisch stand ich auf, rannte an ihm vorbei und hoch in Samu's Kinderzimmer. "Yun." hörte ich Samu und Sanna noch hinter mir rufen. Ich ließ mich auf sein altes Bett nieder und begann zu weinen. Deshalb hatte er sich nicht bei mir gemeldet, weil er mit dieser Frau beschäftigt war. Er hatte mich ersetzt und zwar durch ein Blondchen. Jetzt wusste ich was ich ihm bedeutete. Nichts! Ich war ein Nichts für ihn!
*Samu's Sicht*
Tolle scheiße! Was hatte Santtu sich dabei nur gedacht? Sanna stand auf und ging zu ihm. "Toll gemacht." flüsterte sie ihm zu und verschwand in der Küche. Katharina stand total verwirrt vor dem Sessel und sah zu Santtu, der ihren Blick aber nicht erwiderte. "Habe ich irgendetwas falsch gemacht?" - "Nein du nicht, aber Santtu!" sagte ich, stand auf und ging die Treppe hoch. Santtu widerte mich gerade so was von an. Ahnungslos stand ich im Flur und überlegte wo sie sein könnte. Ich vernahm ein Schluchzen aus meinem alten Zimmer. Ich ging zu meinem Zimmer und öffnete ganz leise die Tür. Dort auf meinem altem Bett saß Yun und weinte. Das war doch ihr Geburtstag. Sie durfte nicht weinen. Ich ging zum Bett und setzte mich neben sie. Mit verheulten Augen sah sie mich an, senkte ihren Kopf jedoch wieder. Ich legte meinen rechten Arm um sie und zog sie an meine Seite. Ich war echt planlos wie ich sie trösten sollte. Ich glaubte, dass es jetzt einfach gut wäre, wenn jemand da war und sie in den Arm nahm. "Nichts... ich bedeute ihm nichts." brachte sie mit einer zitternden Stimme hervor. Ich öffnete meinen Mund, um etwas zu sagen, doch leider fehlten die Worte. Ich legte meinen Kopf auf ihrem ab und starrte einfach die Wand an. Immer und immer wieder brachte sie den Satz hervor, dass sie ein Nichts für Santtu wäre. Jetzt reichte es! Ich wollte aufstehen, doch Yun hielt mich fest und sah mich an. Sie sah in dem Moment wie eine zerbrechliche Schale aus, die einen ganz großen Riss hatte. Sie brauchte mich. Ich setzte mich wieder hin und legte beschützerisch meine Arme um sie. Ich beschützte sie vor mehreren Schäden. "Shh, ich bin da. Shh." flüsterte ich immer wieder bis sie endlich aufgehört hatte zu weinen. Ich legte meine rauen Finger unter ihr Kinn und hob es sachte an. Verletzt sah sie mich an. Wie konnte er das meinem Mädchen nur antun?! "Hey, geht's wieder?" Ich drehte mich leicht um und erblickte Sanna, die uns besorgt ansah. Ich sah Yun an, die nur ihren Kopf schüttelte und schon fing sie wieder an zu weinen. "Och Maus." Sanna kam zu uns und legte sich auf das Bett. Yun hatte ihren Kopf auf meinen Schoß gelegt und vergrub ihr Gesicht an meinem Bein. Sanna legte ihren Kopf auf Yun's Rücken und strich ihr sachte über den Kopf. Es dauerte einige Minuten bis Yun sich wieder beruhigt hatte. Sanna setzte sich auf und sah mich an. Yun hob ihren Kopf und setzte sich ebenfalls auf. "Ich geh kurz runter und sag Mum Bescheid, dass sie noch etwas warten sollte mit Kuchen. Für dich mach ich einen warmen Kakao, wenn ihr soweit seit kommt ihr runter okay?" Die beiden Mädels nickten. Ich vernahm noch das Sanna Yun in die Arme nahm, eh ich die Tür schloss und die Treppe runter ging. Ich erblickte Santtu. Wütend stampfte ich auf ihn zu. Er drehte sich zu mir und sah mich mit großen Augen an. Ich packte ihn am Kragen und funkelte ihn wütend an. "Du verdammter Mistkerl! Niemand bricht meinem Mädchen das Herz ist das klar?!" presste ich heraus. "Samu beruhig dich." versuchte mein kleiner Bruder mich zu beruhigen. "Ich soll mich beruhigen? Hast du überhaupt eine Ahnung wie es Yun geht? Sie hat ihren besten Freund verloren und jetzt ersetzt du sie einfach mit irgendeiner daher gelaufenen Frau! Eben hat sie die ganze Zeit gesagt, dass sie ein Nichts für dich ist!" - "Was ist denn hier los?" hörte ich Mum hinter mir. Santtu befreite sich aus meinem Griff und sah mich wütend an. "Katha ist keine daher gelaufene Frau! Sie ist meine Freundin und ich liebe sie ist das klar?!" Er ging zu seiner Katha und legte seine Arme um ihre Hüften. "Das ist wirklich schön für dich Santtu, doch jetzt setzt euch es gibt Kuchen." Ich sah Santtu immer noch wütend an. Das konnte heute ja noch was werden. Ich hoffte das die Jungs alles besser machen würden.
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Lifesaver
FanficEin kleines Mädchen ganz alleine auf der Straße. Wo es wohl herkommt und wo ihre Eltern sind? Das ist unklar. Doch ihr Finder und somit auch Lebensretter wird es herausfinden und ob er die Kleine bei sich aufnimmt... das werdet ihr alles sehen.
