Dort knallte ich meine Tür zu, schloss sie mit dem Schlüssel ab damit Samu nicht rein kommen konnte und schmiss mich weinend aufs Bett. Die Stelle auf der Santtu eben noch lag roch immer noch nach ihm. Sein Geruch machte jedoch alles noch viel schlimmer. Die Tränen fanden einfach kein Ende. "Yun? Alles okay?" - "Verschwinde!" - "Yun, mach die Tür auf. Bitte." - "Niemals!" weinte ich in mein Kissen. "Yun verdammt nochmal! Mach die Tür auf!" - "Hau ab!" schrie ich und drückte mein Gesicht ins Kissen.
*Samu's Sicht*
Verdammt was war denn nur los?! Als erstes dieser Streit und jetzt hat sich Yun in ihr Zimmer eingeschlossen und ließ mich nicht rein! Hatte ich irgendetwas verpasst was ich wissen müsste? Da mich meine Tochter nicht in ihr Zimmer ließ gab ich es auf und ging wieder runter ins Wohnzimmer. Dort ließ ich mich auf die Couch fallen und versuchte einen Plan zu schmieden wie ich an sie ran kommen könnte, immerhin blockte sie ja gerade alles ab. Vielleicht sollte ich sie erst einmal in Ruhe lassen und nachher würde ich es noch einmal versuchen, doch diesmal mit einer Tasse heißen Kakao.
*Santtu's Sicht*
So hatte ich mir den ganzen Abend nicht vorgestellt. Ich hätte niemals gedacht, dass es so enden würde. Ihre Nähe tat so gut und ganz besonders ihre weichen Lippen auf meinen, nach denen ich mich schon seit Jahren gesehnt hatte. Dieser Geruch von ihrem Fa Duschgel - pinke Rose und Passionsblüte. Ihre weichen braunen langen Haare und dann noch diese Augen, die so funkelten wie der Mond, wenn er ganz oben am Himmel stand... Ich schüttelte den Kopf damit die Gedanken verschwanden. Sie hatte mich verletzt, so sehr verletzt. Sie hatte meinem Bruder nicht erzählt, dass ich vorbei kommen würde. Ich dachte, dass das ganze Versteckspiel endlich ein Ende hätte...doch da hatte ich mich anscheinend geirrt. Sie hatte Samu verheimlicht, dass ich kommen würde und wir heute zusammen grillten. Sie sagte, dass sie mich liebte, doch jetzt... jetzt konnte ich es ihr nicht mehr glauben. Eigentlich war ich total verletzt, doch eben vor der Haustür war ich wütend. Warum wusste ich selbst nicht. Meine Trauer hatte sich auf einmal mit einem Schlag in Wut umgewandelt, die ich sie auch spüren lassen hatte. Vielleicht war ich etwas zu hart zu ihr gewesen. Nein, nein ich war nicht zu hart. Naja, sie war noch ein Teenager. Also war ich doch vielleicht etwas... Nein! Sie hatte es verdient! Sie hatte mich verletzt und dank ihr fühlte sich mein Herz wie ein riesengroßer Haufen voller Scherben an. Als ob ich mit einem Hammer eine Glasscheibe zerbrochen hätte. Ich seufzte, nahm meine Kappe ab und fuhr mir durch die Haare.
DU LIEST GERADE
Lifesaver
FanficEin kleines Mädchen ganz alleine auf der Straße. Wo es wohl herkommt und wo ihre Eltern sind? Das ist unklar. Doch ihr Finder und somit auch Lebensretter wird es herausfinden und ob er die Kleine bei sich aufnimmt... das werdet ihr alles sehen.
