*Santtu's Sicht*
Nein! Nein, bitte nicht! Yun wurde in meinen Armen ohnmächtig. Das konnte doch nicht sein! Sofort wählte ich Samu's Nummer und wartete bis er dran ging. Aus irgendeinem Grund ließ er sich verdammt viel Zeit. "Was gibt's?" fragte mein Bruder, nachdem er endlich abgenommen hatte. "Ruf sofort einen Krankenwagen und schließ die verdammte Tür auf!" sprach ich schnell. Ich wollte schon auflegen, doch schaffte Samu es noch mich zu fragen was los war. "Yun ist ohnmächtig und nun ruf einen Krankenwagen!" Ich war total in Panik. Ich hatte einfach Angst um mein kleines Mädchen, immerhin hatte sie seit mehreren Tagen nichts mehr gegessen. Es war alles allein meine Schuld! Wäre ich Katha doch niemals begegnet... Genau genommen war das alles nur passiert, da Yun und ich uns gestritten hatten. Ich war einfach wütend gegangen und hatte Yun keine Chance gegeben mir zu erklären warum sie meinem Bruder damals nicht erzählt hatte, dass ich zum grillen kommen würde. In diesem Moment, als Samu mich gesehen hatte und so überrascht war dass ich da war, hatte mich einfach verletzt. Als ich dann in der Dunkelheit auf dem Weg nach Hause war hatte mich Katharina angesprochen und mich nach dem Weg gefragt. So hatte ich sie kennengelernt, doch jetzt bereute ich es dass ich sie nicht einfach ignoriert hatte! Ich lehnte mich über Yun und hauchte ihr einen Kuss auf die Strin. Währenddessen strich ich mit dem Daumen über ihre zarte Wange. Samu kam ins Zimmer gestürmt und sah uns an. Schweigend blieb er eine Zeit lang im Raum stehen und sah uns an. "Tu doch bitte was." bat ich ihn weinend und klammerte mich noch mehr an den leblosen Körper meines Mädchens fest. Mit großen Schritten kam Samu auf uns zu und kniete sich neben mich. "Was ist passiert?" - "Wir beide haben uns gestritten, weil ich sie geküsst habe. Daraufhin habe ich angefangen ihr zu erzählen, wie es dazu kam, dass ich sie betrogen habe. Während ich es ihr erklärte wurde ihr schwindlig und hat sich auf den Boden gesetzt." Mir liefen immer mehr Tränen über die Wange. Ich hatte solch eine Angst sie nun zu verlieren. Würde sie sterben könnte ich mir dies niemals verziehen und würde mir auch sehr wahrscheinlich das Leben nehmen nur um bei ihr zu sein. Ich hob meinen Kopf wieder an und sah meinen Bruder an. "Bitte Samu, mach was... irgendwas." Er legte seine linke Hand auf meinen Rücken und sah wieder zu Yun. Schon im nächsten Moment hörten wir die Sirenen. "Warte hier. Ich komme gleich wieder." sprach er ruhig und verließ uns beide, um den Sanitätern die Tür zu öffnen. Es dauerte nicht lange, da waren die Männer schon da. Sie nahmen mir Yun aus meinen Armen und verlangten von mir dass ich zur Seite ging. Wie angewurzelt stand ich da und sah auf Yun herab. Samu packte mich leicht am Kragen und zog mich zu sich an die Seite. Ich ging davon aus dass Samu den Sanitätern schon auf den Weg hier hoch erzählt hatte was geschehen war. Die Jungs hoben Yun auf eine Trage und brachten sie raus zum Krankenwagen. Samu und ich liefen den Jungs hinterher. Nachdem Yun in den Wagen getragen wurde klärte einer der Sanitäter mit ihrem Dad noch etwas ab. "Wo werden Sie sie hin bringen?" - "Wir werden sie ins Aurora Hospital bringen, doch wenn Sie wollen können Sie mitfahren." Samu sah unsicher zu mir rüber, wendete sich jedoch schnell wieder zu dem großen Mann. "Nein danke. Wir beide werden euch hinterher fahren." Dies nickte der Mann ab und stieg in den Wagen. Die ganze Zeit über stand ich wie versteinert da und starrte den Krankenwagen, indem Yun sich befand, an. Es kam mir so vor als würde die Welt still stehen, da ich alles nur am Rande mit bekam. Der Wagen fuhr los, trotzdem starrte ich immer noch weiter auf die Stelle an dem eben noch der Wagen stand. Samu kam zu mir und legte seine Hand auf meine Schulter. "Komm, lass uns ihr hinterher fahren." Er nahm seine Hand wieder weg und wollte schon zu seinem BMW gehen. "Samu?" Mein Bruder drehte sich, mit den Händen in den Hosentaschen, zu mir um. "Egal. Unwichtig." sprach ich leise und sah bedrückt auf den Boden. Samu kam auf mich zu, was ich an den Lauten, die die Schuhe abgaben erkennen konnte. Er nahm mich in den Arm und drückte mich ganz fest. "Sie wird wieder gesund. Ich versprech es." Man konnte eindeutig raus hören, dass er selbst Angst um Yun hatte. Ich hoffte nur dass er sich keine Schuld geben würde, denn ich alleine war daran Schuld das Yun nichts mehr aß und warum es ihr so schlecht ging. "Es ist alles meine Schuld." sprach ich gegen die Schulter meines Bruders. Samu löste sich von mir und haute mir auf die Schulter. "Ja ist es." Mit diesen Worten ließ er mich einfach stehen und ging zu seinem Wagen. "Kommst du?" Ich schüttelte meinen Kopf, um meine Gedanken los zu werden und eilte ihm hinterher. Nachdem wir angeschnallt im schwarzen BMW drin saßen, startete er den Motor und machten uns auf den Weg ins Krankenhaus.
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Lifesaver
FanfictieEin kleines Mädchen ganz alleine auf der Straße. Wo es wohl herkommt und wo ihre Eltern sind? Das ist unklar. Doch ihr Finder und somit auch Lebensretter wird es herausfinden und ob er die Kleine bei sich aufnimmt... das werdet ihr alles sehen.
