82. Der große Sprint

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Ich setzte Santtu seine Mütze wieder auf, doch Yun nahm sie ihm wieder ab. Sie nahm ihren Hut ab und setzte sich die Kappe auf. Santtu lächelte sie an und küsste sie zärtlich. "Könntet ihr das bitte unterlassen? Es ist echt deprimierend das mit anzusehen. Ihr beide habt euch. Sanna hat Osmo und ich bin immer noch alleine." bat ich die beiden. "Eh, zwischen Osmo und mir ist nichts!" mischte Sanna sich ein.

*Sanna's Sicht*

Ich löste mich von Osmo und sah Samu an. "Ach komm schon. Ich dachte da wäre jetzt mehr zwischen uns, wenn du weißt was ich meine." Und da war er wieder! Osmo das Arschloch, so wie ich es immer gedacht hatte. Ich drehte mich zu ihm, warf ihm einen wütenden Blick zu und klatschte ihm eine. Danach ging ich rein ins Haus, doch Osmo folgte mir. "Sanna warte! Jetzt warte doch. Sanna!" Genervt blieb ich stehen, doch drehte mich nicht zu ihm. "Es tut mir leid, so war das nicht gemeint." Ich fuhr rum und sah ihn wütend an. "Ach und wie dann?" Osmo kam näher, doch ich wisch einige Schritte zurück. Er nahm meine Hand und lehnte seine Stirn an meine. "Ich... es tut mir leid. Es war nicht so gemeint wie du dachtest. Weißt du... ich dachte wir würden uns jetzt besser verstehen, nicht so wie vorher. Ich dachte, wir wären jetzt einfach Freunde." Ich löste meine Stirn von seiner und sah ihn mit großen Augen an. "So hast du das eben gemeint." Osmo nickte. "Wahrscheinlich hätte ich mich anders ausdrücken sollen." Ich nickte und sah ihn sanft an. "Es tut mir leid Osmo. Ich habe es wirklich falsch verstanden." - "Schon gut." - "Freunde?" Er lächelte mich an und nickte. "Freunde." Ich nahm ihn in die Arme und drückte ihn einmal ganz feste.

*Samu's Sicht*

Sanna war mit Osmo immer noch im Haus. Ich war wirklich glücklich, dass meine kleine Schwester hier blieb. Yun und Santtu hatten sich zum Sessel, der etwas abseits von uns stand verzogen. Sie saß auf seinem Schoß. Die beiden alberten ziemlich viel mit einander herum und küssten sich. Yun sah so glücklich aus. Man merkte, dass sie froh war, dass nun alles draußen war. Santtu tat meiner Kleinen wirklich gut. Trotzdem behielt ich die beiden immer noch im Auge. Santtu war zwar kein Mensch, der Frauen das Herz brach, jedoch wollte ich ihn im Auge behalten. Man sah den beiden an wie glücklich sie waren. Meine Gedanken schweiften ab zu der Piercerin von heute Mittag. Ich sah auf die Uhr. Mist schon fast 21 Uhr! Das Piercing und Tattoo Studio schloss immer um 18 Uhr. Mit Sicherheit war sie schon längst zu Hause. Deprimiert ließ ich meinen Kopf hängen, doch ich entschied mich schnell dorthin zu fahren, um nach zu schauen. Vielleicht hatte ich ja Glück und sie war noch da. Ich sprintete zu Yun, um ihr Bescheid zu sagen. "Yun, ich bin schnell nochmal weg, doch ich werde mich beeilen okay?" - "Ähm okay." Yun wollte noch etwas sagen, doch ich rannte schon los zum Auto. Ich rannte so schnell als würde es um mein Leben gehen.

*Yun's Sicht*

"Wow, was ist denn mit ihm los?" fragte Santtu verwundert nach. "Der fährt mit Sicherheit zum Piercing Studio." - "Warum denn das?" - "Er hat ein Auge auf die Piercerin geworfen." - "Uh, hoffentlich hat er endlich mal Glück in der Liebe." Ich lehnte mich an Santtu's Schulter. Er bettete seinen Kopf auf meinem und fügte noch: "So wie wir." hinzu.

*Währenddessen bei Samu*

Ich raste wie ein Irrer zum Studio nur in der Hoffnung, dass sie noch da war. Dort angekommen parkte ich den BMW, stieg so schnell wie möglich aus und sprintete so schnell ich konnte zum Studio.


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