122. eine Nacht ohne Schlaf

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Im Hotel angekommen warteten die Jungs schon auf uns. Als wir zu viert die Lobby betraten sprangen sie sofort von einer der vielen Couches, die dort standen, auf. "Oho, anscheinend habt ihr euch wieder versöhnt." begrüßte Riku Dad und seine Freundin. Samu strahlte nur, während Jules etwas verlegen auf den Boden sah. Wir blieben vor den Jungs stehen. Samu stellte alle gegenseitig vor. Riku und Co freuten sich sehr Jules endlich persönlich kennen gelernt zu haben. Sie akzeptierten sie auch sofort. Nach einem kurzen Gespräch gingen wir an die Rezeption um unsere Schlüssel zu holen. Für Levina und Jules buchten wir noch ein Zimmer, eh wir die Zimmerschlüssel an uns nahmen und zum Fahrstuhl liefen. Unsere Zimmer waren im 5. Stock. Bevor die Jungs ihre Zimmer betraten verabschiedeten wir uns von ihnen und wünschten uns gegenseitig 'Gute Nacht'. Während ich schon die Zimmertür aufschloss wünschte Samu seiner Geliebten 'Gute Nacht' und küsste sie noch. Es dauerte eine halbe Ewigkeit bis die beiden sich gelöst hatten. Levina stand schon leicht genervt im Türrahmen und seufzte genervt. "Jules! Verdammt jetzt reicht es!" Levi zog ihre beste Freundin ins Zimmer und schloss die Tür. Leicht deprimiert betrat ich das Zimmer. Dad und ich teilten uns eins. Ich ließ mich auf dem Bett nieder und sah auf mein Handy. Immer noch kein Anruf oder Nachricht von Santtu. Niedergeschlagen legte ich mich aufs Bett. Die Tränen fanden von alleine ihren Weg über meine Wangen. Samu war so glücklich mit Jules. Die beiden liebten sich so sehr und schrieben oder telefonierten jeden Tag mit einander, doch Santtu hatte sich kein einziges Mal zurück gemeldet. Auf keine Nachricht von mir hatte er geantwortet. Ich bekam nicht mit wie Samu ins Zimmer kam und die Tür hinter sich schloss. Dafür war ich nämlich viel zu sehr in Gedanken versunken. "Hey, alles gut bei dir?" Samu setzte sich neber mich auf das Bett und legte seine Hand auf meinen rechten Oberarm. Ich setzte mich auf und wischte mir meine Tränen weg. "Warum kann meine Beziehung nicht so sein wie die von dir und Jules?" fragte ich ihn weinend. Dad sah mich mit leidend an. Er zuckte ahnungslos mit den Schultern und zog mich in seine Arme. Ich vergrub mein Gesicht in seiner Schulter und weinte mich dort aus. "Ich will nach Hause." weinte ich in das Shirt von Dad. "Sh, sh, sh. Alles wird wieder gut. Vielleicht hat er einfach viel zu tun in letzter Zeit. Er wird sich schon noch bei dir melden. Ganz bestimmt." Samu versuchte mit aller Kraft mich zu beruhigen, doch dies klappte nicht gerade besonders gut.

*Samu's Sicht*

Mein Töchterchen tat mir so leid. Sie liebte Santtu über alles und er meldete sich schon seit Beginn der Tournee nicht mehr. Ich fragte mich selbst warum er das tat, doch hatte ich keine Antworten darauf. Am liebsten würde ich ihn sofort zur Rede stellen! Ich hatte einen üblen Gedanken, doch so etwas würde er niemals tun... oder doch? Nein! Nein, Santtu würde niemals jemanden betrügen. So einer war er nicht! Ich schüttelte meine Gedanken aus meinem Kopf und sah zu Yun. Sie hatte ihre Augen geschlossen und atmete Seelenruhig. Sie war eingeschlafen. Vorsichtig legte ich sie hin und deckte sie zu. Anschließend verschwand ich im Bad und machte mich Bett fertig.

Ich legte mich zu Yun unter die Decke und legte meinen Arm um sie. Ich hauchte ihr einen zarten Kuss auf die Stirn, bevor ich mich an sie kuschelte und einschlief.

In der Nacht wurde ich einmal wach, da ich dringendst auf die Toilette musste. Verschlafen setzte ich mich auf und knipste die Nachttisch Lampe an. Anschließend rieb ich mir die Augen. Ich blickte auf mein Handy. Es war gerade kurz vor zwei Uhr mitten in der Nacht. Yun schlief noch friedlich neber mir. Ich lächelte und hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn. Gerade als ich dann die Decke weg schlagen wollte schweifte mein Blick zum Balkon, dort traf mich der Schock meines Lebens. Eine kleine Gruppe von Mädels saß dort und beobachteten Yun und mich. Wie zur Hölle kamen sie dort hin und seit wann saßen die da gefälligst schon?! Vor lauter Schreck saß ich wie versteinert da und starrte die Mädels an, die mir lächelnd zu winkten. Als ich mich wieder gefasst hatte wollte ich aufstehen, knallte jedoch mit meinem kleinen Zeh gegen das Nachttischchen neber dem Bett. Vor Schmerz verzog ich mein Gesicht und gab auch einen kleinen schmerzerfüllten Schrei von mir. Ich hörte wie Yun sich im Bett bewegte. Anscheinend hatte ich sie nun geweckt. Verschlafen öffnete sie leicht ihre Augen und gab einen kleinen Laut von sich. Ich lehnte mich zu ihr rüber und legte meine große Hand an ihre Wange. "Schlaf weiter." flüsterte ich ihr zu und hauchte ihr wieder einen Kuss auf die Stirn. Sie schloss ihre Augen wieder und kuschelte sich ins Kissen. Ich versuchte die Fans auf dem Balkon zu ignorieren und ging ins Bad, jedoch ging mir nicht die Frage aus dem Kopf wie diese Fans dahin kamen. Nachdem ich mir die Hände gewaschen hatte und zurück ins Zimmer ging saß Yun etwas verängstigt auf dem Bett. "Papaaaa, wie kommen die da hin und was machen die?" fragte sie mich. Ich sah zum Balkon. Die Mädels saßen immer noch an Ort und Stelle. "Hab keine Angst. Ich sorge dafür dass sie verschwinden." Beruhigend strich ich meiner Tochter übers Haar und nahm sie kurz in den Arm. "Als nächstes sagst du noch sie wollen nur spielen." - "Vielleicht wollen sie dass ja auch und sitzen deshalb dort auf dem Balkon." Yun löste sich von mir und schlug mir auf dem Bauch. Ich lachte auf und ging zu diesen Mädels. Mein Blick wurde wieder ernst und somit öffnete ich die Tür. Diese vier jungen Damen saßen nun im Schneidersitz vor mir und sahen zu mir auf. Ich versuchte diese Mädels so schnell es ging los zu werden. Sie versuchten mich für ein Foto und Autogramm zu überreden, doch ich lehnte alles ab. Eine von ihnen fragte mich auch warum, dies beantwortete ich auch. Daraufhin machten sie einen traurigen und auch enttäuschten Abgang. Ich ging wieder ins Zimmer, schloss die Tür und zog den Vorhang zu. Erleichtert atmete ich aus und ging zurück ins Bett. "Sind sie nun weg?" fragte Yun leise. "Ja, sie sind weg." Ich legte mich neber sie und zog sie in meine Arme. So schliefen wir dann auch wieder ein, doch bereits um drei Uhr morgens wurde ich durch ein Klopfen an der Tür geweckt. Genervt rollte ich mich aus dem Bett und tapste tot müde zur Tür. Konnte man denn hier nie in Ruhe schlafen? Genervt öffnete ich die Tür. Ich dachte ja es wäre Jules oder irgendeiner der Jungs, doch da hatte ich mich geirrt. Vor mir standen drei Mädels mit einem Foto, Kamera und Stift in den Händen. Schon wieder Fans! "Können wir ein Autogramm haben?" fragte eines der Mädels leise. Ich warf meinen Kopf in den Nacken. Das konnte doch nicht wahr sein! "Bitte Samu. Biiiitte." flehte eine andere mich an. Genervt atmete ich aus und willigte ein. Die andere Gruppe hatte ich nur schwer weg bekommen. Durch meine Einwilligung hoffte ich, dass ich diese Gruppe von Fans schneller los werden würde. Das Autogramme schreiben und Fotos geben ging schnell vorüber. Die Mädchen bedankten sich noch einmal bei mir. "Vielen Dank Samu, damit hast du uns wirklich einen Traum erfüllt. Tut uns wirklich leid dich geweckt zu haben. Gute Nacht und schlaf gut." entschuldigte sich eine lächelnd bei mir. Ich lächelte zurück. "Ihr auch. Gute Nacht." sagte ich leise und schloss die Tür wieder hinter mir.

Auf die Bitte von mehreren Freundinnen kam nun ein Teil. Ich hoffe dass er euch gefallen hat ^^

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