42. Besuch bei Daddy hoch 2

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"Du sag mal... Weißt du wie deine Mutter heißt?" fragte Santtu mich. "Nein." antwortete ich ihm und kuschelte mich an seine Schulter. "Ob Samu den Namen weiß?" - "Mit Sicherheit. Warum?" - "Naja, der Mann war vor dem Grab deiner Mutter und hat sogar erzählt, dass seine Frau Cloë die Tochter vor 10 Jahren weggegeben hat. Seitdem her hat er sie nie wieder gesehen und sucht sie. Außerdem sagte er das du seiner Frau ähnelst." - "Glaubst du..." Ich löste mich leicht von Santtu und sah ihm in seine wunderschönen Augen. Santtu sah mich ebenfalls an und nickte. Ich hielt den Atem an. Ich musste unbedingt wissen wie meine Mutter hieß, wenn sie wirklich Cloë hieß dann bedeutete es ja, dass dieser Mann eben mein Erzeuger war. "Yun..." - "Bitte Santtu, sag nichts." unterbrach ich ihn. "Ich weiß, dass es nicht einfach für dich ist. Immerhin hast du gerade vielleicht deinen Erzeuger getroffen. Yun, egal was ist ich bin für dich da und nicht nur ich, sondern auch Samu." Ich nickte und sah auf den Boden. Santtu legte seinen Zeigefinger unter mein Kinn und hob es leicht an, so dass ich ihm in die Augen sehen musste. "Ich bin für dich da Maus, egal was passiert." Er beugte sich zu mir runter und gab mir einen Kuss auf die Wange. Ich lächelte ihn an und stellte mich auf Zehenspitzen. Ich gab ihm auf den linken Mundwinkel einen Feder leichten Kuss. "Wofür war denn das?" erkundigte er sich mit einem Lächeln auf den Lippen. "Dafür, dass du immer für mich da bist." - "Ich glaube wir sollten so schnell wie möglich weg hier, bevor der Typ uns noch verfolgt." - "Das glaube ich auch." Er griff nach meiner Hand und zog mich mit sich. Er sah kurz auf seine Armbanduhr und sah zu mir. "Ich muss gleich leider los. Ich habe meiner Mutter versprochen das ich ihr bei etwas helfe." sagte er. "Schade." meinte ich etwas traurig. "Wir können doch immer noch schreiben oder wenn du meine Stimme hören willst telefonieren." - "Ja könnten wir." meinte ich immer noch etwas traurig. "Also vor dem Schlafen gehen würde ich sehr gerne noch mal deine wunderschöne Stimme hören." Ich sah etwas verlegen auf den Boden. Gott, jetzt bloß nicht rot werden! "Ich bring dich noch schnell zum Park zurück, doch dann müsste ich wirklich los." Ich nickte kurz und schon machten wir uns zurück auf den Weg zum Park.

Dort angekommen umarmten wir uns noch einmal und verabschiedeten uns. Ich sah ihm noch hinterher und ging dann los zu meinem Daddy hoch 2. Ich musste dringendst mit jemandem wegen Santtu und meinen Gefühlen reden, doch mit Samu ging es einfach nicht. Deshalb musste mein zweiter Daddy her.

Ich blieb kurz vor Riku's Haus stehen, bevor ich an die Tür ging und klingelte. Riku öffnete die Tür und sah mich verdutzt an. "Hallo Papii." begrüßte ich ihn mit einem Lächeln. "Hey Große. Was machst du denn hier?" - "Freust du dich nicht deine Tochter zu sehen?" - "Em doch total, doch heute ist doch Jahrestag und da machst du doch eigentlich immer was mit Samu." - "Ja, heute nicht." antwortete ich ihm und betrat das Haus. "Schon wieder Stress?" Ich nickte einmal und ließ meinen Kopf hängen. "Und jetzt bist du da um dich bei mir auszukotzen." - "Ne, das habe ich schon bei jemand anderem gemacht. Es geht um Santtu, deshalb bin ich hier." sagte ich und sah ihn an. "Lass mich raten. Du willst seine Handynummer haben und hoffst sie bei mir zu bekommen." - "Nein auch nicht. Die habe ich schon seit Jahren." gestand ich. "Wie du hast sie schon seit Jahren?" - "Naja, wir haben über Facebook miteinander geschrieben und irgendwann haben wir Nummern getauscht. Am Anfang haben wir nur miteinander geschrieben und telefoniert, doch irgendwann haben wir dann angefangen uns zu treffen." - "Oh Mann Yun, wenn Samu das herausfindet seid ihr Tot und zwar ihr beide!" - "Ich weiß, doch ich glaube, dass das das kleinste Problem ist." - "Warum?" Wir gingen ins Wohnzimmer und setzten uns auf die Couch. "Yun?" fragte Riku vorsichtig nach. "Ich glaube ich habe mich in ihn verliebt. Ach was! Ich habe mich in ihn verliebt. Verdammt. Das ist doch nicht normal, dass ich ihn küssen will und so ein komisches Kribbeln im Bauch habe!" Riku lehnte sich zurück und sah mich verzweifelt an. "Yun das geht nicht. Er ist dein Onkel!" - "Das weiß ich doch. Verdammt was soll ich denn nur machen?" - "Rede mit ihm." - "Was? Niemals! Ich kann doch nicht einfach so mit ihm über meine Gefühle reden! Das geht nicht!" - "Doch du kannst. Verdammt Yun was ist wenn du dir Hoffnungen machst und er dir am Ende das Herz bricht?" - "Das würde er niemals tun!" -"Das sagst du. Yun, ich weiß es ist schwer, aber du musst ihn vergessen. Du musst ihn dir aus dem Kopf schlagen. Er ist dein Onkel! Such dir lieber jemanden in deinem Alter." - "Die in meinem Alter sind alle Arschlöcher! Die denken nur ans eine! Ich sag dazu nur große Klappe und nichts dahinter! Sagen sie hätten den größten, längsten und was weiß ich was, doch in Wahrheit haben sie gar nichts!" Riku seufzte einmal und sah mich ratlos an.

Sorry, dass dieser Teil so spät kommt. Ich bin eben erst nach Hause gekommen, da ich im Tattoo und Piercing Laden war. ;)


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