Ich nahm ihm Yun ab und hob sie hoch, dann nahm ich Santtu's Kappe und setzte sie wieder auf seinen Kopf. Meine Mutter kam die Treppe runter und sah uns etwas verwundert an. "Was ist denn hier los?" - "Nichts." antwortete ich ihr mit dem Blick auf Santtu gerichtet. Ich drehte mich zu Mum um und zeigte auf den Kindersitz. "Kann ich?" - "Ich muss den vorerst noch sauber machen. Der war Jahrzehnte auf dem Dachboden. Schau mal wie dreckig der ist." - "Wir müssen aber los." hetzte ich sie und folgte ihr in die Küche. "Samu, ein wenig müsstest du dich noch gedulden. Warum hast du es denn auf einmal so eilig?" erkundigte sie sich. "Wir haben nun mal sehr viel einzukaufen." meinte ich, ließ Yun runter und lehnte mich gegen den Küchentisch. Yun sah sich etwas in der Küche um. "Die Lollies." sagte Santtu, der nun neben mir stand und mir Yun's Lollies unter die Nase hielt. "Danke." bedankte ich mich bei meinem Bruder trocken und nahm ihm die Lollies aus der Hand. "So fertig." - "Endlich." sagte ich und nahm meiner Mutter den Sitz ab. "Yun wir können jetzt los." sagte ich ihr bescheid und lächelte sie daraufhin an. Sie nahm meine Hand. Zusammen gingen wir aus der Küche in den Flur. "Meine Lollies!" - "Die hab ich. Santtu hat sie mir gegeben." Yun nickte mich lächelnd an. "Tschüss Samu." verabschiedete mich meine Mutter und zog mich in eine Umarmung. "Ciao Mum, war schön heute." - "Ja fand ich auch. Komm uns bald wieder besuchen." - "Ja mach ich." Meine Mutter wollte Yun umarmen, doch sie wisch ein paar Schritte zurück. "Anscheinend ist es noch etwas zu früh." - "Mhh ja. Wahrscheinlich." meinte meine Mutter. Yun sah Mum lächelnd an und rannte auf sie zu. Meine Mutter nahm sie in den Arm und hob sie hoch. "Anscheinend doch nicht." meinte sie lachend. Yun lehnte sich zu Santtu rüber, um ihn zu umarmen. Er nahm die Kleine ab und knuddelte sie etwas. "Tschüss Süße, bis bald." Yun nickte lächelnd. Er ließ die Kleine wieder runter. "Tschüss." verabschiedete ich mich noch mal und zusammen gingen wir zu meinem BMW. Ich schloss das Auto auf. Yun öffnete sofort die Beifahrertür. Ich platzierte den Sitz und hob Yun drauf. Danach schloss ich die Autotür und ging wieder rum. Als ich drin saß startete ich den Motor. Endlich fuhren wir zum Einkaufszentrum. "Wo wollen wir als erstes hin?" fragte Yun nach, nachdem ich den Motor stoppte und die Schlüssel raus zog. "Ich finde deine Sachen sind jetzt wichtiger als meine. Also würde ich mal sagen, dass wir zuerst deine Sachen kaufen gehen." - "Find ich gut." Sie schnallte sich ab und öffnete die Tür. Ich stieg aus dem Auto aus, eilte auf die andere Seite und hob die Kleine aus dem Auto. Schnell verriegelte ich noch meinen Wagen. Yun nahm wieder meine Hand. Gemeinsam gingen wir in den ersten Laden. "Na dann schau dich mal um." sagte ich und schon verschwand sie. Ich schaute mich etwas um und entdeckte ein paar schöne Sachen, die ihr auch passen müssten. "Kann ich Ihnen behilflich sein?" ertönte eine Frauenstimme hinter mir. Ich drehte mich zu ihr um. Vor mir stand eine Verkäuferin mit Grün-braunen Augen und Mittel langen dunkel roten Haaren. "Em ja, vielleicht können Sie das. Ich suche Sachen für ein Mädchen im Alter von 5 Jahren." - "Mhh dann wollen wir mal schauen. Ein paar schöne Sachen haben Sie ja bereits gefunden." Ich sah auf meinen linken Unterarm. "Ist die Kleine denn auch da?" fragte die Verkäuferin nach. "Ja, sie schaut sich selbst hier um." - "Haha, wollen Sie die Kleine holen damit sie mit entscheiden kann?" Ich nickte und rief Yun. Nach nicht mal einer Minute kam sie mit einem Berg von Klamotten im Schlepptau an. Ich sah sie mit großen Augen an. Die Verkäuferin neben mir lachte leicht auf. Ich machte meinen Mund auf, doch mir fehlten eindeutig die Worte. "Was ist das?" - "Na Kleidung oder soll ich immer in dem Kleid rumlaufen?" - "Nein natürlich nicht. Deswegen sind wir ja auch da, aber so viel?" - "Ja so viel." - "Wie wär's denn wenn wir gerade den ganzen Laden kaufen." meinte ich ironisch. "Jetzt übertreibst du aber." - "Das war ja auch ironisch gemeint. Denkst du wirklich, dass ich das Geld dafür habe?" Yun nickte und sah die Frau an. "Wer ist das?" fragte sie mich. "Eine Verkäuferin, die uns helfen will dir ein paar schöne Sachen raus zu suchen." - "Das ist mein Papa!" sagte Yun etwas trotzig zu der Verkäuferin. Sie lachte auf und antwortete der Kleinen: "Keine Sorge, ich will ihn dir nicht wegnehmen." - "Erzähl das deiner Mama." Ich klatschte mir meine Hand gegen meine Stirn. "Es tut mir leid." entschuldigte ich mich bei der Frau. Sie lachte leicht auf und sagte verständnisvoll: "Schon gut. Das muss Ihnen nicht leid tun."
DU LIEST GERADE
Lifesaver
FanfictionEin kleines Mädchen ganz alleine auf der Straße. Wo es wohl herkommt und wo ihre Eltern sind? Das ist unklar. Doch ihr Finder und somit auch Lebensretter wird es herausfinden und ob er die Kleine bei sich aufnimmt... das werdet ihr alles sehen.
