*Samu's Sicht *
Ich lag im Bett und wartete auf mein kleines Mädchen. Als sie wieder ins Zimmer kam hatte sie mal wieder ihre ganzen Kuscheltiere in ihren Armen. Ich fragte sie, ob die mal wieder dabei sein mussten. Jedes Mal, immer und immer wieder mussten ihre Kuscheltiere dabei sein, wenn sie bei mir übernachtete. "Ja, das muss sein." - "Können die nicht Mal einmal weg bleiben?" - "Nein." antwortete sie und kam zu mir ins Bett gekrabbelt. Sie legte ihre Kuscheltiere neben sich und kam unter die Decke. "Ihh! Du bist schon wieder halb nackt." - "Dein Ernst? Yun du bist 15 Jahre alt. Du hast mich schon öfter als ein Mal nur in Boxershorts gesehen." - "Ihh." sagte sie wieder und hielt sich ihre Augen zu. Ich seufzte, schüttelte den Kopf und drehte mich mit meinem Rücken zu ihr um. Sie kam an mich ran gerutscht und legte ihren Arm um meine Hüfte. Ich nahm ihre Hand und verschränkte meine Finger mit ihren. "Ich habe dich lieb Samu." flüsterte sie gegen meinen Rücken. "Ich dich auch Maus." Ich drehte mich wieder zu ihr um und sah sie an. Sie hatte ihre braunen Augen geschlossen. Ich zog sie an meinen Oberkörper und strich ihr durchs Haar. Ich gab ihr einen Kuss auf ihren Haaransatz und flüsterte: "Schlaf schön und träum was schönes." zu. Ich schloss ebenfalls meine Augen, doch an Schlaf war vorerst nicht zu denken. Zu viele Gedanken kreisten in meinem Kopf herum. Irgendwann schlief ich doch ein.
Ich merkte wie jemand an mir rüttelte und meinen Namen schrie. Schweißgebadet riss ich meine Augen auf und setzte mich ruckartig auf. "Gott Samu." hörte ich Yun's Stimme neben mir erleichtert sagen. Sie fiel mir von hinten um meinen Hals und drückte mich ganz fest an sich. Verwundert sah ich mich um. Ich war immer noch in meinem Bett. Schweißperlen liefen meinen Schläfen hinab. "Was ist passiert?" erkundigte ich mich verwirrt. "Du hast anscheinend schlecht geträumt." sagte Yun mir. Als sie das sagte fiel es mir wieder ein. Ich hatte davon geträumt, dass Yun's Erzeuger sie mir weg nahm. Ich stand vor der Schule, um sie abzuholen, doch er hat sie abgefangen und sie entführt. Sie rief nach Hilfe, doch niemand half ihr. Alle gingen an ihr vorbei als ob sie gar nicht existieren würde. Ich versuchte den beiden hinterher zu rennen, doch sie waren schneller. Meine Beine wurden immer schwerer und ließen mich dann im Stich. Alles um mich herum verschwamm und es wurde schlagartig dunkel. Ich wachte in meinem Wohnzimmer wieder auf. Vor mir standen meine Mutter, Santtu und die Band. Alle schrien mich an und machten mir Vorwürfe. Ich hätte besser auf sie aufpassen sollen, hätte schneller sein sollen und wäre ein schlechter Vater. Das alles knallten sie mir wild durcheinander an den Kopf und sogar, dass ich zur Hölle fahren sollte. Sie sagten auch, dass ich ein Leben nicht verdient hätte und dass sie hofften das ganz schlimme Dinge mit mir in der Hölle passierten.
"Samu? " fragte sie unsicher nach. "Mhh?" Ich sah sie zitternd mit großen Augen an. "Alles in Ordnung? " - "Mhh? Ja... ja. Alles... alles in Ordnung." antwortete ich mit zittriger Stimme. "Du zitterst total." - "Mir ist... nur... kalt." log ich. "Leg dich wieder hin." Sie drückte mich leicht an der Schulter runter und schon lag ich wieder auf meinem Rücken. Sie stand auf und verließ mein Zimmer. Ich sah auf die Uhr und erkannte nur schwer, dass es 3 Uhr morgens war. Ich hörte wie die Zimmer Tür ins Schloss fiel und sah zu ihr rüber. Yun kam zu mir rüber gelaufen. Anscheinend hatte sie aus ihrem Zimmer eine Decke geholt. Sie breitete ihre Bettdecke über mir aus und deckte mich mit ihr zu, sodass keine Luft mehr unter die Decke kommen konnte. Ich drehte mich wieder auf die Seite und schloss meine Augen. Ich merkte wie Yun unter die Decke gekrabbelt kam. Sie zog mich zu sich ran. Ich legte meinen linken Arm um sie und kuschelte mich an sie.
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Lifesaver
FanficEin kleines Mädchen ganz alleine auf der Straße. Wo es wohl herkommt und wo ihre Eltern sind? Das ist unklar. Doch ihr Finder und somit auch Lebensretter wird es herausfinden und ob er die Kleine bei sich aufnimmt... das werdet ihr alles sehen.
