113. trübe Stimmung

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Santtu und ich hatten den halben Tag im Bett verbracht. Aus Liebe zu ihm hatte ich mit ihm auch noch einmal geschlafen. Wieder einmal war er ganz zärlich zu mir. Es war einfach wunderschön. Trotzdem fragte ich mich warum Männer immer Sex haben wollten. Ich persönlich brauchte es nicht unbedingt. Klar, mit dem richtigen an seiner Seite war es wundervoll, doch trotzdem war es meiner Meinung nach kein muss. Es war nun um die 19:25 Uhr. So langsam musste ich nach Hause, doch ich hatte Angst alleine zu gehen. Aus diesem Grund fuhr mein Schatz mich nach Hause. Er schnappte sich seine Schlüssel und öffnete die Tür. Zusammen traten wir auf den Flur und gingen jedes einzelne Stockwerk runter. Auf dem Weg nach unten liefen wir an einer blonden jungen hübschen Frau vorbei. "Moi Santtu." grüßte sie ihn. Ein leichtes lächeln umspielte ihren Lippen als sie ihn sah, doch als sie mich an seiner Seite sah verschwand es. "Moi Lucy." grüßte er zurück, doch blieb nicht stehen. Im Gegenteil. Er lief einfach weiter, jedoch spürte ich den Blick dieser Lucy in meinem Nacken. Sie sah uns eindeutig hinterher. "Wer war das?" fragte ich nach nachdem wir im nächsten Stockwerk waren. "Das war Lucy. Sie wohnt eine Etage über mir. Viel weiß ich aber nicht von ihr." - "Hattest du mal was mit ihr?" Santtu blieb stehen und sah mich an. "Bist du eifersüchtig?" - "Em... nein. Ich darf doch mal fragen. Immerhin bin ich deine Freundin. Außerdem hat sie mich komisch angesehen." Santtu atmete aus. "Nein, ich hatte nichts mit ihr, werde ich auch nicht. Mein Herz und mein Penis gehört nur dir." - "Dein Herz nehm ich gerne. Deinen Penis kannst du aber behalten." Mit dieser Antwort ging ich weiter und ließ ihn irritiert stehen. "Also bin ich doch schlecht im Bett." - "Nein, bist du nicht." - "Du hast doch keine Ahnung, immerhin hattest du bisher nur mit mir Sex!" Was sollte diese Aussage denn jetzt von ihm? Abrubt blieb ich stehen und sah ihn wütend an. Meine Arme verschränkte ich dabei vor meiner Brust. "Sorry, wenn ich nun mal nicht mit jedem Typen ins Bett springe und es eher langsam angehe!" - "Och Süße, so war das doch nicht gemeint." Er wollte mich in den Arm nehmen, doch ich wich ihm aus. "Ach ja? Und wie war es dann gemeint?" - "Ich... ich... Es tut mir leid. Weißt du, es ist wirklich besser wenn..." - "Wenn was? Wenn wir das alles sein lassen? Das mit uns?" - "Was? Nein! Ich... Och Yun. Ich finde es super das du dir Zeit lässt und auf den Richtigen gewartet hast. Das zeigt mir, wie sehr du mich liebst und das ich sogar der Richtige für dich bin. Ich kann es nicht oft genug sagen, doch ich liebe dich und mir ist egal ob ich dich irgendwann mit den drei Wörtern nerve. Ich. Liebe. Dich!" Wieder einmal musste ich ihm glauben und vergaß meine Wut. Nachdem ich ihm wieder einmal verziehen habe gingen wir weiter und stiegen letztendlich ins Auto ein. Er startete den Wagen und fuhr los. Während der Fahrt schwiegen wir. Ich hoffte so sehr dass Samu Jules endlich die Wahrheit gesagt hatte und sie nun Bescheid wusste. Zudem ließ ich auch noch einmal den Tag revour passieren. Santtu und ich hatten mit einander geschlafen. Ich habe ihm einen geblasen und nach dem Sex lagen wir Ewigkeiten im Bett und hatten gekuschelt. Irgendwann waren wir jedoch wieder aufgestanden und haben uns einen Film angeschaut. Es war einfach so wunderschön mit ihm. Ich war so sehr in Gedanken versunken dass ich gar nicht mit bekam das wir schon da waren und nun vor dem Haus standen. Erst als er sagte wir seien da bemerkte ich es. Ich verabschiedete mich von ihm mit einem sehr langen Kuss. Am liebsten hätte ich ihn nie wieder gehen lassen. Nachdem ich im Haus war und Santtu wieder auf dem Weg nach Hause war überkam mich die Trauer. Von wegen wir würden die Trennung und diese Entfernung schaffen. Erst jetzt wurde mir so wirklich klar dass ich ihn mehrere Monate nicht sehen würde. Ich würde seinen Geruch nicht in meiner Nase haben, seine Lippen nicht auf meinen spüren und ihn nicht in den Arm nehmen können. Nichts! Ich konnte einfach nichts tun. "Yun? Bist du es?" rief Samu. Es kam glaub aus der Küche, weshalb ich auch sofort meine Sachen ablegte und in die Küche schlürfte. "Ja ich bins." Ich seufzte und ließ mich auf einen der Stühle nieder. "Und hast du es Jules endlich gesagt?" sprach ich leise. "Em..." Er setzte sich mir gegenüber und sprach weiter. "Nein, ich konnte nicht. Glaub mir, ich wollte es, doch... ich konnte es einfach nicht." - "Warum nicht?" - "Ich... ich hatte einfach Angst sie würde gehen und nie wieder kommen oder mich wie alle anderen benutzen wegen meiner Berühmtheit. Mir war noch nie eine Frau so sehr wichtig wie sie. Yun, ich habe einfach Angst sie zu verlieren." - "Was hast du ihr gesagt?" fragte ich nach kurzem schweigen. "Ich habe ihr gesagt ich müsste auf eine Geschäftsreise. Ich würde mein neues Buch in anderen Ländern vorstellen." - "Du musst es ihr irgendwann sagen. Du kannst sie nicht immer anlügen." - "Ich weiß. Ich weiß." Samu seufzte und sah auf seine Hände. Er schüttelte seinen Kopf und fragte: "Hast du hunger?" - "Nein, nicht wirklich." - "Ich auch nicht." Wir beide saßen schweigend in der Küche und starrten die Tischplatte an. Keiner von uns sagte auch nur ein Wort bis Samu mich fragte was los sei. "Mir ist erst jetzt klar geworden das ich Santtu nun sehr lange nicht mehr sehen werde." - "Die erste wahre Liebe. Ich weiß wie schwer das ist Yun, doch glaub mir. Ihr schafft das." Ich hob meinen Kopf an und sah ihn an. Stumm nickte ich, eh er aufstand und mich in den Arm nahm. "Und du schaffst das schon mit Jules."

Omg! 24K! Thanks ♥
So nun kommt die kleine Rede...
Ich Danke euch allen das ihr meine Story lest, fleißig liked und auch kommentiert. Ihr seit soo fantastisch! Ich liebe euch über alles. Ohne euch allen wäre meine Story glaube ich nicht so weit und sehr wahrscheinlich hätte ich sie auch abgebrochen. Deshalb herzlichen Dank für alles ♥

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