Santtu lächelte mich an und fragte: "Was willst du eigentlich jetzt werden?" Ich sah ihn ebenfalls an und antwortete: "Ich würde gerne Musikerin werden, genauso wie dein Bruder. Weißt du... ich liebe es von einer Stadt zur nächsten zu fahren und Musik zu machen. Dieses Gefühl auf einer Bühne zu stehen mit tausenden Menschen, die mit dem Beat klatschen und mit singen ist einfach fantastisch. Außerdem liebe ich es unterwegs zu sein. Ich möchte genau das selbe wie Samu machen, nur das ich länger von zu Hause weg bin. Ich möchte genauso wie Sanna reisen, doch nicht zu lange weg sein. Ich möchte für mehrere Monate weg sein und gerade mal nur eine oder zwei Wochen da sein." schwärmte ich. Santtu sah mich geschockt an. Er wollte zu etwas ansetzten, doch ließ es wieder bleiben. "Ich liebe es wirklich von ganzen Herzen und will nur das machen." - "Aber was ist mit deiner Familie und... mit mir? Das heißt ja wir sehen uns so gut wie nie." - "Du kommst natürlich mit Santtu." antwortete ich ihm lächelnd, doch er war dagegen. "Ich will das aber nicht Yun. Man merkt, dass ich ganz anders bin als du. Ich brauche meine Familie um mich herum. Ich kann das mit dem gereise nicht so wie du. Man merkt einfach, dass wir aus zwei verschiedenen Welten kommen. Du bist genauso wie Samu die Musikerin, die von einer Tour zu nächsten geht und ich... ich bin der normale Mensch, der seine Familie und Freunde um sich braucht." Er setzte sich traurig auf und sagte: "Ich hoffe das dieser Traum sich ändert." Wütend doch auch zugleich geschockt setzte ich mich ebenfalls auf. Santtu sah auf die alte Bettdecke beziehungsweise seinen Schoß. "Ich dachte wirklich du wärst anders Santtu. Ich dachte du wärst so einer, der sich freuen würde, dass ich einen Traum habe, den ich auch verwirklichen möchte und mir sogar dabei helfen würdest. Doch anscheinend habe ich mich mal wieder in dir geirrt. Ich bin nicht die Art von Frau, die sich um den Haushalt kümmert und was weiß ich was alles macht. Ich will auf Touren gehen" Santtu sah mich schockiert an. Ich wollte gerade aufstehen und gehen, doch Santtu schlang seine Arme um mich und zog mich auf seinen Schoß. "Yun, so war das nicht gemeint. Ich finde es toll, dass du deine Träume hast und sie verwirklichen willst, doch denk doch mal an mich. Natürlich will ich, dass du glücklich bist, doch ich möchte auch glücklich sein. Das was ich eben gesagt habe war komplett falsch gesagt. Eigentlich möchte ich nur, dass wir uns irgendwie in der Mitte treffen, damit wir beide glücklich sind. Kannst du nicht ein oder zwei Monate auf Tour gehen und dann circa fünf Wochen zu Hause sein? Du musst keine ganze fünf Wochen da sein, aber wenigstens etwas länger als eine." Er stoppte und sah mich an, fuhr dann jedoch wieder fort. "Yun, ich liebe dich und brauche dich bei mir. Außerdem, wenn du auf Tour bist wer beschützt dich dann vor den ganzen Fans? Stell dir vor da ist so ein Irrer und geht auf dich los oder ein männlicher Fan überrascht dich einfach. Der kann mit dir weiß Gott was alles machen, immerhin ist der viel stärker als du. Was ist, wenn du sogar im Hotel bist und auf einmal jemand vor dem Fenster steht, wenn du wach wirst so wie es bei Samu der Fall war?" - "Das hat mir damals wirklich Angst eingejagt." - "Na also. Yun, ich will dich einfach bei mir haben. Klar darfst du alles machen was du willst und ich werde dir all deine Freiheiten lassen, die du brauchst, doch habe ich Angst, dass dir etwas mal passiert. Immerhin bin ich nicht da und kann dich nicht beschützen. Außerdem, denk doch mal an unsere Kinder später. Die wollen doch auch das ihre Mami da ist." Schweigend sah ich ihn an. Santtu wollte gar nicht, dass ich den Traum wegschmiss sondern nur etwas änderte damit wir nicht so lange getrennt waren. "Ich würde es nicht ertragen, wenn du unglücklich wärst, doch auch nicht, wenn du so lange und auch so oft weg wärst. Ich liebe dich Yun und ich will dich nicht verlieren." Mein Hase sah mich etwas verzweifelt an. Es bildete sich ein Lächeln auf meinen Lippen und ich fiel ihm um den Hals. Ich lächelte in sein Schlüsselbein, hob meinen Kopf und küsste ihn. Unsere Lippen trafen immer wieder aufeinander. Santtu ließ sich langsam nach hinten fallen und zog mich mit sich. "Only...you...can...make...me..." sagte er nach jedem Kuss, doch konnte den Satz nicht beenden, da ich meine Hände in seinen Haaren vergrub und seinen Kopf an meinen hielt. "Ich brauche Luft." nuschelte er in den Kuss hinein, doch ich ignorierte es. Es war als hätten wir uns schon seit Jahren nicht mehr gesehen und müssten nun die versäumte Zeit nachholen. Santtu drehte uns, so dass ich nun unter ihm lag. Er hob den Kopf an und holte erst einmal ein paar Atemzüge bevor es weiter ging. Seine Lippen wanderten von meinen zu meinem Kiefer und anschließend zum Hals, den er nun verwöhnte.
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Lifesaver
FanfictionEin kleines Mädchen ganz alleine auf der Straße. Wo es wohl herkommt und wo ihre Eltern sind? Das ist unklar. Doch ihr Finder und somit auch Lebensretter wird es herausfinden und ob er die Kleine bei sich aufnimmt... das werdet ihr alles sehen.
