Sie nickte mir zu und rannte zu mir. Wir verließen mein Haus und gingen zu meinem Auto. "Warst du auf der Toilette?" fragte ich sicherheitshalber nach. Sie schüttelte wild mit dem Kopf und antwortete mit 'Nein.' "Eh, schüttel nicht so heftig mit dem Kopf, immerhin habe ich dir eben die Haare gekämmt. Es wäre besser wenn du nochmal gehen würdest." Sie schüttelte wieder mit dem Kopf und ich seufzte. "Yun." - "Samu." - "Es wäre wirklich..." -"Warst du?" unterbrach sie mich. Wir blieben vor meinem Wagen stehen und ich suchte nach einer passenden Antwort. "Ich musste nicht." - "Ich auch nicht." - "Wetten, dass du nachher auf die Toilette musst, wenn wir einkaufen gehen?" - "Ich muss nicht." - "Jetzt vielleicht nicht." antwortete ich und öffnete die Beifahrertür. Ich sah hinein auf den Sitz und bemerkte das ich gar keinen Kindersitz hatte. Mhh... vielleicht hatte meine Mutter noch einen. "Setz dich." Sie sah mich mit großen Augen an, dann sah sie auf den Beifahrersitz. "Da kann ich nicht sitzen. Da ist gar kein Kindersitz drin." - "Du elende Besserwisserin. Das geht schon in Ordnung." - "Bin kein Besserwisser! Was ist ein Besserwisser?" - "Jemand der alles besser weiß als die anderen. Jetzt setz dich." - "Da ist aber kein Kindersitz drin." - "Weil ich keinen habe! Außerdem geht das in Ordnung." - "Das gibt Ärger mit der Polizei! Das weißt du schon?!" - "Nein das gibt kein Ärger." - "Warum?" - "Weil ich mit den Herrschaften sehr gut befreundet bin." - "Wirklich?" - "Ja wirklich und nun setz dich." Yun stieg in den Wagen. Ich schloss die Tür und ging um das Auto herum. Als ich am Lenkrad saß startete ich den Motor und fuhr rückwärts aus der Einfahrt. "Wo fahren wir hin?" - "Du willst auch echt alles wissen du neugieriges Ding." - "Bin kein Ding sondern ein Kind." - "Sagte ich doch." - "Samu du Arsch." - "Ich bin kein Arsch! Ich hab einen." antwortete ich ihr und grinste. "Ph." - "Besserwisserin." - "Also wo fahren wir jetzt hin?" - "Lass dich überraschen, Mäuschen."
Yun fing während der Fahrt an mit den Zähnen zu knirschen. "Wann sind wir da?" fragte sie ungeduldig. "Gleich." - "Was heißt gleich?" - "Das wir jetzt nur noch einmal nach rechts abbiegen müssen und Moment... Tada wir sind da!" antwortete ich ihr und schaltete den Motor ab. Yun sah aus dem Fenster raus. "Das ist aber nicht das Einkaufszentrum." meinte sie etwas zickig. "Lass dich überraschen Süße." sagte ich und stieg aus. Ich ging wieder ums Auto herum und öffnete ihr die Tür. "Ich kann das alleine!" sagte sie und knallte mir die Autotür vor der Nase zu. Sie öffnete die Tür wieder und stieg aus. "Siehst du?" fragte sie mich. "Wow, ich bin beeindruckt. Ich bin so stolz auf dich." sagte ich mit ganz viel Ironie in meiner Antwort, doch die Ironie ließ sie kalt und lächelte glücklich. Ich hielt ihr meine rechte Hand hin. Sie griff sofort danach. Gemeinsam gingen wir zur Haustür. Ich drückte auf die Klingel und das altbekannte Ding Dong erklang. Dies ließ Yun aufkichern. "Ich will auch mal." sagte sie und streckte nach der Klingel. Ich hob sie hoch und Yun klingelte zweimal. Anschließend ließ ich sie wieder runter. Sofort griff sie meine Hand und starrte auf die Tür. Die Tür öffnete sich und schon wurde ich freudig von meiner Mutter angestrahlt, die sich sehr über meinen Besuch freute.
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Lifesaver
FanfictionEin kleines Mädchen ganz alleine auf der Straße. Wo es wohl herkommt und wo ihre Eltern sind? Das ist unklar. Doch ihr Finder und somit auch Lebensretter wird es herausfinden und ob er die Kleine bei sich aufnimmt... das werdet ihr alles sehen.
