Ich drehte das Wasser ab und band mir ein Handtuch um die Hüften. Ich stieg aus der Dusche und stellte mich vor den Spiegel. Mein Spiegelbild starrte ich regelrecht an und da kam die Entscheidung! Ich verließ das Bad und ging zu meinem Zimmer, dort zog ich mich an und sprintete die Treppe runter. Ich schnappte mir mein Handy und wählte eine Nummer. Ich hielt mir mein Handy ans Ohr und wartete bis jemand abnahm.
"Alles klar. Vielen lieben Dank." sagte ich und legte auf. Ich zog meine Schuhe an, nahm die Schlüssel und fuhr zu meiner Mutter. Dort klingelte ich schon fast Sturm bis meine Mutter endlich auf machte. "Wo ist Yun?" fragte ich sofort nach. "Hallo erstmal. Was ist denn das für eine Begrüßung?" - "Keine Zeit für Begrüßungen. Ich hab's eilig!" sagte ich und stürmte an meiner Mutter vorbei ins Haus. "Yun!" rief ich, doch es kam keine Reaktion. Also rief ich nochmal. "Es ist sinnlos Samu. Sie ist nicht da." Ich drehte mich zu Mum um und sah sie erschrocken an. "Wo ist sie?" - "Santtu ist mit ihr auf einen Spielplatz gegangen." - "Wann?" - "Vor einer Stunde." Ich zog mein Handy aus meiner Hosentasche hervor und wählte seine Nummer. "Santtu?" meldete er sich. "Ich wäre jetzt da. Bringst du Yun bitte zu Mum?" bat ich ihn. "Jetzt schon?" erkundigte er sich. "Ja jetzt schon. Santtu ich habe gestern gesagt ich komme mittags. Es ist 3 Uhr!" - "Kann ich sie dir nicht in einer Stunde bringen?" - "Nein kannst du nicht!" Ich merkte förmlich wie er die Luft anhielt und schon legte er einfach auf. "Santtu? Santtu?! Dieser Mistkerl!" Meine Mutter sah mich erstaunt an. "Was ist denn passiert?" - "Er hat einfach aufgelegt! Auf welchem Spielplatz ist er mit ihr?" erkundigte ich mich bei ihr. "Auf welchem?!" schrie ich meine Mutter an. "Der um die Ecke." Ich sprintete an ihr vorbei zu meinem Wagen. Während ich das Haus verließ rief sie mir noch hinterher: "Was ist denn los?" Was los war? Santtu würde sehr wahrscheinlich mit der Kleinen abhauen! Ich setzte mich in den Wagen und drückte auf's Gas. Vor dem Spielplatz kam ich zum halt und da sah ich wie Santtu gerade hastig den Spielplatz, mit Yun an der Hand, verlassen wollte. Ich stieg aus und rannte auf die beiden zu. "Santtu!" rief ich. Mein kleiner Bruder drehte sich um und erblickte mich. Er wollte los rennen, doch ich war schneller. Ich hielt ihn an der Schulter fest damit er nicht abhauen konnte. "Lass mich los! Ich lasse es nicht zu, dass du sie ins Kinderheim bringst! Das werde ich nicht mit ansehen!" schrie er mich an. "Achja? Was hattest du vorgehabt? Wolltest du mit ihr abhauen und aus dem Land verschwinden oder was?!" - "Was soll ich denn tun? Mir ist nun mal die Kleine ans Herz gewachsen, dafür kann ich doch auch nichts!" - "Nicht nur dir Santtu!" - "Ach ja?! Wenn sie dir wirklich was bedeutet dann würdest du sie nicht ins Kinderheim bringen!" Ich nahm ihm die Kleine ab und sah ihm fest in die Augen. "Das werde ich auch nicht tun!" - "Wie das wirst du nicht tun." - "Ich werde sie adoptieren und nach dem was jetzt gerade passiert ist, dass du mit ihr abhauen wolltest, wirst du sie nie wieder sehen!" sagte ich etwas aggressiv und ging mit Yun zu meinem Wagen. Sie setzte sich auf den Kindersitz und schnallte sie an. Ich ging um den BMW herum, setzte mich auf den Fahrersitz und startete den Motor. Schon fuhr ich zurück zu meinem Elternhaus.
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Lifesaver
FanfictionEin kleines Mädchen ganz alleine auf der Straße. Wo es wohl herkommt und wo ihre Eltern sind? Das ist unklar. Doch ihr Finder und somit auch Lebensretter wird es herausfinden und ob er die Kleine bei sich aufnimmt... das werdet ihr alles sehen.
