"Was ist dein Plan?" Was war mein Plan? Um ehrlich zu sein hatte ich keinen. Ich wusste noch nicht mal was ich mit ihr machen sollte. Wäre ich nicht draußen durch die Stadt gelaufen würde ich in diesem Schlamassel jetzt nicht stecken. Ahnungslos zuckte ich mit den Schultern. Die kleine schaute zu uns hoch und kicherte. Ich sah sie an und musste lächeln. Sie sah so glücklich aus wie sie da stand in meinen für sie zu großen Sachen. Sie kam auf mich zu und umklammerte mein rechtes Bein. Ich musste automatisch noch mehr lächeln. "Jetzt komm her wir ziehen dir meine Sachen aus und machen was zu essen." Ich wollte gerade nach ihr greifen, doch sie schlüpfte aus den Schuhen und tapste vorsichtig aber schnell vor mir weg. Ich ging ihr in schnellen Schritten nach. Sie sprang auf mein Bett und krabbelte rüber auf die andere Seite. Anschließend sprang sie wieder vom Bett runter und lief schnurstracks auf die Tür zu, doch zum Glück stand Riku in der Nähe. "Riku schnell!" Ich zeigte auf die Kleine, die gerade an ihm vorbei wollte. Er sprang vor die Tür und wollte nach ihr greifen, doch sie war natürlich schneller. Sie rannte unter mein Bett und verkroch sich dort. Riku kam auf das Bett zu und zeigte mir, dass er von links kommen würde und ich von rechts. Ich nickte ihm zu und machte mich bereit. Wir beide krochen unter mein Bett. Als die Kleine uns sah schaute sie uns abwechselnd an und kicherte. Sie hatte einen verdammt großen Spaß dabei gehabt, doch Riku und ich sahen das eher nicht als Spaß. Obwohl... so langsam fand ich es auch lustig. Als wir ganz nah an ihr dran waren krabbelte sie von vorne heraus und verließ das Zimmer. Wir beide kamen unter dem Bett hervor und sahen uns ratlos an. "Warum musstest du dir ein Bett kaufen das auf allen vier Seiten offen ist? Wäre es vorne und hinten zu hätten wir sie jetzt gehabt!" beklagte sich Riku bei mir. "Wer rechnet auch damit, dass so etwas passiert! Lass uns der Kleinen lieber hinterher laufen bevor sie verschwunden ist und wir sie nicht mehr finden können." Wir beide standen auf und verließen mein Zimmer. Ich sah, dass die Tür von meinem Badezimmer offen stand also sprintete ich drauf los. Doch leider war ich zu spät. Sie war nicht mehr da. Wir gingen zu den Treppenstufen und da saß sie. In der Mitte von der Treppe. Ich hörte ein kleines Schluchzen, das nur von ihr kommen konnte. Ich rannte auf sie zu und kam vor der Kleinen zum halt. Nun saß sie schluchzend vor mir. Ich nahm sie auf den Arm und strich ihr behutsam über die langen braunen Haare. Sie hörte auf und wurde ganz ruhig. Mit ihr auf dem Arm ging ich hoch in mein Schlafzimmer. Auch hier sah es aus als wäre ein Tornado vorbei gekommen. Überall lagen meine Klamotten herum... sie hatte meinen ganzen Kleiderschrank ausgeräumt. Ich legte sie ganz sachte mitten auf mein Bett und zog ihr meine Hose aus. Sie lächelte mich überglücklich an. Ich lächelte zurück. Riku setzte sich neben sie auf das Bett und stütze sich auf seinen rechten Arm. Sie schaute zu Riku und griff nach seiner Hand. Er schaute sie irritiert an und zog seine Hand weg. In ihren Augen sammelten sich ganz kleine Tränen an. Als Riku das sah nahm er ihre Hand in seine große. Sie fing an zu lächeln und auch er musste lächeln. Ich beobachtete die beiden. Sie sahen zusammen so süß aus. Wie Vater und Tochter.
Das war der 2. Teil meiner Fan Fiction :) Ich hoffe das auch dieser kleine Teil euch gefallen hat.
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Lifesaver
Fiksi PenggemarEin kleines Mädchen ganz alleine auf der Straße. Wo es wohl herkommt und wo ihre Eltern sind? Das ist unklar. Doch ihr Finder und somit auch Lebensretter wird es herausfinden und ob er die Kleine bei sich aufnimmt... das werdet ihr alles sehen.
