Aus meinem Zimmer holte ich ein Shirt und eine Jogginghose für meinen Bruder. Als ich wieder runter kam sah ich glücklicher weiße meinen Bruder immer noch auf dem Sofa sitzen. Mühselig versuchte er die Flasche zu öffnen. Dabei wirkte er wie ein kleines Kind. Mir selbst huschte ein Lächeln über die Lippen. Amüsiert ging ich zu ihm, legte die Sachen auf der Couchlehne ab und setzte mich vor ihn in die Hocke. Anschließend nahm ich ihm die Flasche ab und öffnete sie ihm. Daraufhin nahm er sie wieder und trank darauß. "Ich habe dir ein paar Sachen mit gebracht, die du anziehen kannst." Mein Bruder schielte zu mir und nuckelte weiterhin an der Flasche. Bei diesem Anblick musste ich einfach lachen. Nachdem die Wasserflasche auf dem Tisch stand wollte ich dass Santtu sich umzog, doch meinte er weg zu rennen. "Santtu! Verdammt bleib stehen!" ich rannte ihm, mit den Sachen in den Händen, im Wohnzimmer hinterher. Schließlich stolpterte er über seine eigenen Füße und landete auf dem Boden. "Aua." Ich stürzte mich auf ihn und setzte mich auf seinen Rücken. "Ich will nicht! Ich will nicht!" quängelte er herum. Es dauerte sehr lange bis mein Bruder endlich umgezogen war und ich ihn hoch in mein Schlafzimmer schleppen konnte. Ich hatte mir überlegt, ob er auf der Couch im Wohnzimmer oder lieber in meinem Bett schlafen sollte. Nach langem hin und her überlegen kam ich letzt endlich zum Entschluss es wäre besser, wenn er in meinem Bett schlafen würde. Mit Yun hatte ich eh nicht gerechnet, von daher war es okay.
Am nächsten Morgen wurde ich mit Rückenschmerzen wach. Santtu war noch am schlafen, als ich nach ihm sah. Bei Yun ging ich von aus, dass sie noch schlief, immerhin lief keine laute Musik. Vielleicht war sie aber auch schon wach... Ich stand unten in der Küche und war dabei Frühstück zu machen. "Morgen." brummte die dunkle Stimme meines Bruders. Hörte sich anscheinend an als hätte er einen ziemlichen Kater. Ich sah über meine Schulter und sagte ebenfalls 'Morgen'. "Um ehrlich zu sein hatte ich mit dir noch nicht gerechnet." sprach ich während ich den geschnittenen Käse auf einen Teller, der auf dem Tablett stand, verteilte. Santtu sah mir dabei kritisch zu. "Was machst du da?" - "Ich bereite das Frühstück für Yun vor." Ich füllte das Glas mit Orangensaft und stellte es auf das Tablett. "Willst du auch was?" fragte ich meinen kleinen Bruder. "Nein. Nach Frühstück ist mir nicht zu mute. Ich werde auch gleich fahren." Ich nahm das Tablett und sah ihn an. "Dir ist schon klar, dass dein Auto immer noch vor der Bar steht?" - "Dann muss ich wohl oder übel dort hin laufen. Darf ich was trinken." - "Klar, bedien dich." Gerade wollte ich die Küche verlassen als mir etwas einfiel. "Santtu. Mir wäre es lieber, wenn du hier bleibst. Leg dich einfach ins Bett und ruh dich noch etwas aus." Santtu sah mich an, bevor er seinen Blick senkte. "Wenn es dir nichts ausmacht." Ich schüttelte mit dem Kopf und verließ die Küchte. Mein Bruder folgte mir, da er sich wieder ins Bett legen wollte. Oben stellte ich das Tablett neben Yun's Tür ab. "Wieso bringst du es ihr nicht rein?" fragte er mich. "Das habe ich dir gestern Abend schon erzählt." - "Sorry, aber gestern Abend war ich betrunken." Seufzend sah ich auf den Boden. "Dank dir hat sie sich gestern in ihrem Zimmer eingeschlossen." wiederholte ich mich von letzten Abend. Mein Bruder sah mich mit leicht geöffnetem Mund an. "Was?" fragte ich, nachdem ich wieder vor ihm stand. Er setzte an etwas zu sagen, ließ es aber dann bleiben. "Das wollte ich nicht." sprach er leise. "Wolltest du auch nicht dass sie dank dir nichts mehr isst und nur noch am weinen ist?" Wieder kam die Wut in mir hoch, weshalb ich mich einfach umdrehte und gehen wollte. "Warte! Was meinst du damit?" hielt er mich auf. Mit geschlossenen Augen drehte ich mich um. "So wie ich es gesagt habe." zischte ich. "Dank dir hat sie Liebeskummer, liegt nur im Bett und heult sich die Seele aus dem Leib. Dank diesem verdammten Liebeskummer isst und trinkt sie noch nicht einmal und wenn dann kann sie es nicht in sich behalten!" Ich kam ihm immer näher und näher. Santtu schüttelte ungläubig den Kopf. Er wollte es einfach nicht wahr haben was wegen ihm alles passierte. Mit gesenktem Kopf drehte er sich um und trottete in mein Schlafzimmer. "Santtu." rief ich ihm leise hinterher, da ich nicht wollte dass Yun etwas davon mit bekam, dass er hier war. Dieser jedoch ignorierte mich einfach und schloss hinter sich die Tür. Die Tatsachen, die hier in dieser Villa abgingen hatten ihn anscheinend schwer getroffen.
Eigentlich wollte ich heute keinen veröffentlichen, doch habe ich es mir anders überlegt ^^
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Lifesaver
Fiksi PenggemarEin kleines Mädchen ganz alleine auf der Straße. Wo es wohl herkommt und wo ihre Eltern sind? Das ist unklar. Doch ihr Finder und somit auch Lebensretter wird es herausfinden und ob er die Kleine bei sich aufnimmt... das werdet ihr alles sehen.
