Teil 162

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Es war schon ziemlich spät, als Chris und Sam ihren Trailer betraten.

„Geht ihr jetzt nur noch in zivil?"
Neugierig sah er zu Sam, die ihre Waffe aus dem Holster an ihrer Jeans nahm, die andere aus dem Stiefel und die Marke, um alles in den Safe zu legen, den sie verschloss.
„Es ist wegen diesem Fall, der mit Michelle zu tun hat", fing Sam an ihm zu erklären.
„Chris."
Sie ging auf ihn zu und nahm seine Hände in ihre.
„Michelle arbeitet jetzt bei Pop im Diner. Deswegen kamen Liam und Lily erst später in die Bar."

„Was? Die hat echt Nerven, sich hier wieder her zu trauen. Der sage ich was."
Chris kochte vor Wut. Ihm tat der kleine Ben leid.
„Chris, bitte. Sie darf nicht wissen, was hier abläuft und auf keinen Fall darf sie erfahren, wer ich bin. Auch nicht, wer Lily ist. Sonst taucht sie unter oder verlässt sogar das Land und wir bekommen sie nie zu fassen. Ich weiß, es fällt dir verdammt schwer. Mir ergeht es doch nicht anders. Wir, das heißt, Lily, Liam, Chris2 und ich, haben einen Plan. Vertrau mir", bat sie ihn.

„Ich vertrau dir, Babe, aber ich habe mit Pop einen Termin wegen der Idee im Whyte Wyrm eine Abendküche zu eröffnen", meinte Chris.
„Tu einfach überrascht, wenn du ihr begegnest. Wir wissen beide, was der Grund ist, dass sie wieder hier aufgetaucht ist."
Sam stellte sich auf ihre Zehenspitzen und drückte ihm einen zarten langen Kuss auf seine Wange.

„Du meinst, ich bin der Grund?"

Chris zog sich sein T-Shirt über den Kopf und schmiss es auf den Stuhl, der in der Ecke stand.
„Sie ist hinter Geld her und wer hat viel Geld?"

Sam sah ihn schmunzelnd an, zog sich das Shirt, das sie damals am ersten Abend von Chris bekommen hatte, über und legte sich ins Bett. Dass Michelle aus einem anderen Grund wieder in der Nähe vom Trailerpark war, ahnte Sam nicht.
„Ist aber riskant, was sie macht. Sie hat doch zugegeben, dass sie mir das Baby unterjubeln wollte wegen meinem Geld."
Chris hatte sich zu Sam ins Bett gelegt und einen Arm um sie.
„Deswegen wollen wir sie ja auch locken. Liam spielt einen reichen Typen und Lily seine Frau, die nur rummeckert. Und das alles vor ihren Augen," erklärte Sam ihm.
„Wir wollen auch die Hintermänner schnappen, Chris."
„Ob FP davon begeistert sein wird? Lily und Liam ein Paar?"

Chris sah Sam nachdenklich an.
„Das wird er müssen. Es ist nur ein Job. Außerdem ist Liam schwul und glücklich verheiratet", sagte Sam nur.
„Dann kann es passieren, dass du auch so was machen wirst? Mit deinem Partner ein Paar vortäuschen?"
„Könnte passieren, ja", antwortete Sam ehrlich.
Chris sah zur Decke und wurde nachdenklich.
„Wie weit geht dann diese Rolle des Vortäuschens?"

Sam drehte sich auf den Bauch, stützte sich mit den Ellenbogen ab und sah zu ihm.
„Es wird keine Grenze überschritten. Es ist nur ein Rollenspiel. Kein Küssen und auch kein Sex, wenn du das meinst", sagte sie leise.

Chris drehte sein Gesicht zu ihrem. Sam sah seine Angst und seine Bedenken in seinen Augen.

„Ich liebe dich Chris und ich möchte eine Familie mit dir. Wenn ich jemanden liebe, dann mit allem drum und dran. Auch Lily tut das, das kann ich versichern."
Sam beugte sich zu ihm und küsste ihn zärtlich.

Lily sah sich im Trailer um, als sie und FP ihn betreten hatten.
„Wow, es hat sich was verändert. Es wirkt größer hier. Die Wände sind weg", grinste Lily FP an.
„Ja, ich war fleißig. Ein paar der Jungs haben mir dabei geholfen", erzählte er ihr.

Lily ging durch Jugheads und Jellybeans Zimmer in den Anbau und sah sich um.
„Es sieht toll aus", sagte sie lächelnd zu FP.
„Ich bin echt stolz auf dich."
Sie legte ihre Arme um seinen Hals und küsste ihn zärtlich. FP erwiderte den Kuss sehr gerne.

„Es ist wirklich diese Michelle, die Chris das Baby unterjubeln wollte?" fragte FP Lily später, als sie zusammen im Bett lagen.

Lily hatte ihren Kopf auf FPs Brust gelegt und er strich sanft mit der Hand über ihr langes, dunkles Haar.
„Alles okay, Prinzessin?"
FPs Stimme war leise und voller Besorgnis.
„Alles gut. Ich fühle mich nur schlapp und dieser Fall macht mir zu schaffen. Wenn Kinder mit im Spiel sind, berührt es einen noch mehr als sonst", erklärte Lily FP, aber es war mehr eine Erklärung für sie selbst.

Sie schloss ihre Augen und genoss die Berührungen von FP.
„Ich denke, ihr habt sicher schon einen Plan, oder?" wollte FP leise wissen.
„Haben wir. Ich hoffe, dass der Fall schnell abgeschlossen sein wird. Ich brauche Urlaub, aber diesmal richtigen Urlaub", kam es ebenso leise von Lily.
„An was hast du denn da gedacht?"
„Weiß ich noch nicht so genau, aber eins weiß ich mit Sicherheit."
Lily drehte ihr Gesicht zu FPs.
„Du musst dabei sein", kam es leise von ihr.
„Dann überleg dir mal, wo wir zusammen Urlaub machen können", schmunzelte FP.
„Werde ich machen."
Lily hauchte FP einen sanften Kuss auf seine Brust.

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