„Ich hoffe, dass die Bar morgen noch steht, so wütend wie Lily auf die Tussi war", meinte Chris später zu Sam, als sie zusammen eng umschlungen im Bett lagen.
„Lily wird sie nach draußen gezerrt haben. Deinem Baby wird nichts passieren", versicherte Sam ihm.
„Ich muss dir was gestehen", kam es leise von Sam.
„Was denn, Babe?"
„Mir hat dein Geburtstagsgeschenk auch gefallen und ich hätte nichts dagegen, wenn es auch umgekehrt wäre. Du hast die Kontrolle und ich muss gehorchen."
„Das habe ich gespürt, dass du Gefallen daran hattest. Sicher, dass du das möchtest?" wollte Chris leise wissen.
„Ich vertraue dir, Chris", flüsterte Sam.
„Okay."
Chris hauchte ihr einen zarten Kuss aufs Haar. Nach einer Weile des Schweigens hob Sam ihren Kopf und sah zu Chris.
„Ich habe dir noch gar nicht gesagt, wie glücklich ich bin."
„Bist du das?" fragte er leise und strich ihr sanft über die Wange.
„Ich bin glücklich, Chris. Sehr sogar. Ich muss gestehen, als man uns die Fotos von dir und FP gezeigt hatte damals und uns auf euch angesetzt hatte, dachte ich, schade um ihn, wenn ich ihn verhaften muss. Warum kann er nicht normal sein."
„Und was wäre passiert, wenn ich doch der gewesen wäre, für den man mich erst gehalten hat?" wollte Chris wissen.
„Ich glaube, ich hätte dich laufen lassen. Du hattest mir von Anfang an den Kopf verdreht und als du bei unserer ersten Begegnung so vor mir gestanden hast, hat es mir die Sprache verschlagen", sagte Sam leise.
„Das habe ich gemerkt", schmunzelte Chris.
„Ich bin froh, dass es so gekommen ist, dass wir uns begegnet sind und ich mich in dich verliebt habe. Aber dass du mir einen Antrag machst, damit habe ich echt nicht gerechnet. Ich dachte immer, dass du noch nicht zu diesem Schritt bereit bist wegen Claire."
„Und ich hatte echt Schiss, dass du Nein sagen würdest. Dass du noch nicht bereit wärst wegen Paul", gab Chris zu.
„Ich bin froh, dass du gefragt hast."
Sam hauchte ihm zarten Kuss auf seine Brust.
„Ich bin froh, dass du ihn angenommen hast, Babe", flüsterte Chris leise.
„Ich bin eine Granate?" kam es aus Sam heraus geschossen und sie sah ihn schmunzelnd an.
„Wer? Ach,FP. War klar", grinste Chris und legte eine Hand auf seine Stirn.
„Eher von Lily. Ich nehme es als Kompliment, Mr. Hemsworth", schmunzelte Sam.
„Es IST ein Kompliment, Babe," schmunzelte Chris.
„Das gestern war der absolute Wahnsinn. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber mir fallen keine anderen Wörter ein, die das besser beschreiben könnten."
„Ahja, nur deswegen bin ich eine Granate, ja?"
Sam sah ihn amüsiert an. Chris lachte.
„Nein, nicht nur deswegen. Du als Gesamtpaket. Das gestern war nur das Sahnehäubchen," erklärte er.
„Oh Sahne.. sehr gute Idee," grinste Sam und hauchte einen Kuss auf seine Brust.
„Schmeckt sicher doppelt lecker, wenn ich sie von deinem heißen Körper lecken darf."
„Du hast meine offizielle Erlaubnis das zu tun," antwortete Chris grinsend.
„FP hat mir übrigens erzählt, dass er und Lily seine Harley zweckentfremdet haben. Frag mich nicht, wie sie das gemacht haben, aber ich hätte nichts dagegen, wenn wir das zusammen rausfinden würden. Was meinst du?"
Sam schüttelte grinsend den Kopf.
„Du und FP hattet wohl gestern ein ziemlich interessantes Männergespräch, was?"
Chris zuckte mit den Schultern.
„Muss halt auch mal sein. Außerdem sind wir nicht ins Detail gegangen."
„Ich sag ja nichts, Cowboy."
Sam küsste ihn kurz.
„Das mit der Harley können wir gerne mal ausprobieren. Meine Maschine ist so gut wie fertig und muss nur noch angemeldet werden. Wenn das erledigt ist, können wir sie ausgiebig einweihen," meinte sie.
„Ich liebe es, Sachen mit dir einzuweihen," schmunzelte Chris.
„Erst der Mustang, dieses Bett, die Couch.. als nächstes die Harley.. Wir sind fleißig."
„So soll es auch sein," grinste Sam und küsste ihn zärtlich.
„Ja, du könntest uns helfen, indem du aus dem Weg gehst. Wir wollten nämlich gerade verschwinden," antwortete die junge Frau überheblich und sah Lily auffordernd an.
„Aha, interessant," meinte Lily und sah zu FP, der erstaunt die Augenbrauen hob und den Kopf schüttelte.
Lily sah wieder zu ihr.
„Scheint so als wäre er in deinen Plan nicht eingeweiht gewesen. Was für ein Pech aber auch. Dann musst du wohl allein verschwinden," sagte sie gespielt bedauernd.
„Sicher nicht. Er wird schon merken, dass ihm einiges entgeht, wenn er die Chance sausen lässt," erwiderte die junge Frau überheblich und zupfte sich ihr Oberteil zurecht, sodass noch mehr von ihrem üppigen und mit Sicherheit unechten Dekolleté sichtbar wurde.
„Wer bist du überhaupt?"
„Ich bin seine Freundin," antwortete Lily.
„Nicht, dass das der einzige Grund ist, weshalb du dich verziehen solltest. Hast du keine Angst, dass die Dinger rausfallen?"
Sie deutete auf die Oberweite von FPs Verehrerin.
„Hast du keine Angst, dass dein Freund deine nicht findet?" konterte sie und sah Lily abschätzig an.
„Kein Wunder, dass sein Blick ständig bei mir hängen bleibt."
„Hey," schaltete sich nun FP ein und sah die junge Frau ernst an.
„Jetzt übertreib mal nicht. Klar habe ich einen Blick riskiert, aber das lässt sich auch nicht vermeiden, wenn du sie hier jedem buchstäblich unter die Nase hältst. Außerdem bin ich auch nur ein Mann."
Lily schnaubte kurz, was ihr einen verwirrten Blick von FP einbrachte. Sie hatte mit dem letzten Satz von ihm eigentlich schon viel früher gerechnet. Es gab keinen Mann, von dem sie diesen Satz noch nicht gehört hatte. Außer vielleicht von ihrem Kollegen Liam.
„Du kannst es ruhig zugeben, dass du drauf stehst," schmunzelte die junge Frau und trat einen Schritt auf FP zu, sodass ihre Brüste sich an seinen Oberarm drückten.
„Okay, es reicht," meinte Lily.
Kurzerhand griff sie nach ihrem Arm und zog sie hinter sich her zur Tür.
„Hey, was soll das? Lass mich los," protestierte die junge Frau lautstark, während sie hinter Lily her stolperte in ihren High Heels.
Lily zog sie unbeeindruckt weiter hinter sich her aus der Bar, wo sie sie schließlich losließ.
„Finger weg von FP, okay? Das gilt auch für deine Brüste. Er hat kein Interesse. Mal ganz davon abgesehen, dass er alt genug ist, um dein Vater zu sein. Hast du nichts Besseres zu tun? Aufs College gehen vielleicht und etwas lernen, mit dem du dein Leben selbst finanzieren kannst? Glaub mir, du wirst nicht immer so aussehen und es wird ein Zeitpunkt kommen, an dem dich die Kerle nicht mehr mit dem Hintern angucken. Was dann?"
Die junge Frau sah sie empört an.
„Das ist vielleicht eine Frage, die du dir stellen solltest. Deine beste Zeit ist ja schon lange vorbei," antwortete sie schließlich schnippisch.
Lily lachte.
„Nein, da liegst du völlig falsch. Meine beste Zeit fängt gerade erst an. In jeder Hinsicht. Nicht, dass dich das etwas angehen würde. Lass einfach die Finger von Männern, die vergeben sind und verzieh dich. Leb deinen Daddy-Komplex irgendwo anders aus und nicht hier bei den Serpents. Hier bist du nicht willkommen," erwiderte sie kühl, drehte sich um und ging zurück in die Bar, wo sie direkt zum Tresen ging.
„Einen Whiskey bitte," meinte sie zu Snake, ohne zu FP zu sehen.
„Sicher?" fragte Snake und Lily nickte.
„Na gut. Lebt die Tussi noch oder müssen wir eine Leiche verschwinden lassen?" wollte er wissen, während er ein Glas auf den Tresen stellte und ihr Jack Daniels einschenkte.
Lily gab ihm mit einer Geste zu verstehen, dass er noch etwas mehr einschenken sollte. Snake seufzte und tat es.
„Danke."
Lily nahm das Glas und kippte die hellbraune Flüssigkeit auf Ex runter.
„Macht dein Magen das mit?" hörte sie FP fragen.
Sie zuckte mit den Schultern.
„Selbst wenn nicht. Ich habe heute schon genug gekotzt, da kommt es auf einmal mehr nicht an," erwiderte sie ohne ihn anzusehen.
Sie sah zu Snake und deutete auf das Glas. Snake schenkte ihr noch etwas ein.
FP seufzte, stand auf, stellte sich hinter sie und legte seine Arme um sie.
„Hey, ich hatte nie vor, mit der Kleinen abzuhauen und meine Augen hingen sicher nicht die ganze Zeit an ihrem Ausschnitt, wie sie gesagt hat," sagte er und hauchte einen Kuss auf ihren Hals.
Lily schloss die Augen und genoss die Gänsehaut, die über ihren Rücken rieselte. Sie nahm einen Schluck von dem Whiskey.
„Außerdem.."
FP hatte sich zu ihrem Ohr gebeugt.
„Ich stehe auf deine Brüste. Die sind genau richtig für mich. Die Dinger, die sie hat, sind vielleicht nett anzusehen, aber da hätte ich Angst, dass die vielleicht platzen, wenn es mal etwas rauer zugeht," raunte er ihr zu und Lily musste grinsen.
„Nicht nur vielleicht. Das werden sie sicher."
Sie trank den Whiskey aus, drehte sich zu ihm um und sah ihn an.
„Und du tauschst mich nicht gegen eine jüngere Version ein?"
FP verzog das Gesicht.
„Nein, ich habe keine Lust, mich ständig alt zu fühlen," grinste er.
Lily hob fragend die Augenbrauen.
„Das ist der einzige Grund? Wow."
Sie wollte sich aus seiner Umarmung befreien, aber FP hielt sie fest.
„Hier geblieben, Prinzessin. Nein, das ist nicht der einzige Grund. Das ist gar kein Grund. Das war ein Scherz," antwortete er und sah sie ernst an.
„Ich liebe dich. Ich bin absolut verrückt nach dir. Du bist perfekt für mich. Warum sollte ich dich wegen einer anderen fallen lassen? Ich weiß gar nicht, weshalb wir überhaupt darüber reden."
Lily schloss die Augen und seufzte.
„Sorry, ich weiß auch nicht, was los ist. Lass uns das vergessen und die Tussi auch. Die sucht sich vermutlich eh schon einen anderen, bei dem sie ihren Vater-Komplex ausleben kann," meinte sie und sah FP an, der sie kurz küsste.
„Lass uns nach Hause gehen, okay? Wir müssen früh raus."
„Okay."
Lily legte Geld auf den Tresen und gemeinsam verließen sie die Bar, um zum Trailer zu gehen.
„Sag mal, bist du dir sicher, dass du nicht schwanger bist? Ich meine nur.. die Übelkeit und diese Stimmungsschwankungen. Das habe ich alles bei Gladys bemerkt. Zweimal."
FP sah zu ihr, nachdem sie den Trailer betreten hatten. Er zog sich die Jacke aus und hängte sie weg. Lily tat es ihm gleich.
„Ja, ich bin mir sicher, FP. Es ist nur ein bißchen PMS. Normalerweise habe ich damit keine großen Probleme, aber durch den Stress auf der Arbeit kommt es wohl diesen Monat doch zum Vorschein," erklärte sie.
„Aber wenn es dich beruhigt, besorge ich mir morgen in der Mittagspause einen Schwangerschaftstest."
Gemeinsam gingen sie ins Schlafzimmer.
„Na, zumindest hätten wir dann Gewissheit, oder nicht?" fragte FP.
„Mal abgesehen davon bin ich nicht beunruhigt. Ich habe dir gesagt, dass ich mich freuen würde, und wir haben außerdem schon über ein Baby gesprochen. Wir wollen beide eins. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?"
Lily zog sich aus und schlüpfte in das Shirt von FP, das sie zum Schlafen benutzte.
„Nein, hast du nicht. Ich möchte ein Baby mit dir, FP. Daran hat sich nichts geändert, aber noch nicht jetzt. Ich meine, wenn es passiert wäre, könnte man es nicht ändern und ich wäre die Letzte, die sich nicht freuen würde, aber du kannst mir ruhig glauben, wenn ich dir sage, dass ich ganz sicher nicht schwanger bin und in ein paar Tagen weiß ich es auch ohne Test."
Sie legte sich ins Bett.
„Okay."
FP zog sich bis auf die Shorts aus, legte sich zu ihr und schaltete das Licht aus. Lily rückte zu ihm und kuschelte sich an ihn.
„Sorry, ich bin gerade irgendwie nicht ich selbst. Das liegt sicher auch an dem blöden Virus," sagte sie leise.
FP legte den Arm um sie und drückte sie an sich.
„Mach dir keine Gedanken, es ist alles gut. Wenn es morgen nicht geht, bleib aber besser zu Hause, okay?" bat er sie leise.
Lily nickte und drückte ihm einen Kuss auf die Brust.
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Undercover
Fiksi PenggemarSam Walker und Lily Morgan sind zwei FBI-Agentinnen aus New York, die ihren Kollegen aus LA bei einem Gang-Problem unter die Arme greifen sollen. In LA wird ihnen schnell klar, dass sie nicht nach Anhaltspunkten für die Schuld der Southside Serpent...
