Als Sam am nächsten Tag gegen Mittag wach wurde, war das Bett neben ihr leer, was sie wunderte, denn Chris war normalerweise ein Langschläfer und sie war immer sehr viel früher wach als er. Egal, wie spät bzw. früh sie aus dem Whyte Wyrm zurückgekommen waren.
Sie stand auf, verließ das Schlafzimmer und musste schmunzeln, als sie Chris in der Küchenecke stehen sah, nur mit einer Shorts bekleidet und vor sich hinsummend, während er irgendwas machte. Sie schlich sich an ihn heran und schlang ihre Arme um ihn, ehe sie ihm einen zärtlichen Kuss auf die Schulter hauchte.
„Oh hey, guten Morgen Babe. Hast du gut geschlafen?" fragte er und sah schmunzelnd zu ihr nach hinten.
„Guten Morgen, Cowboy," lächelte sie und drückte ihm noch einen Kuss auf die Schulter, ehe sie ihn losließ und um ihn herum spähte.
Er war offensichtlich dabei, Frühstück zu machen und war damit beschäftigt, einen Obstsalat zuzubereiten.
„Ich habe himmlisch geschlafen, bin aber wach geworden, weil du nicht mehr neben mir gelegen hast," antwortete sie und zog eine Schnute.
„Och.."
Chris beugte sich zu ihr und drückte ihr einen Kuss auf den Mund.
„Dann sollte ich schnell wieder zurück ins Bett kommen. Lass mich nur das Frühstück fertig machen, okay? Wir können es im Bett essen."
„Sehr gute Idee, Mr. Hemsworth," schmunzelte Sam.
„Ich bin wieder im Bett und warte."
Sie gab ihm einen leichten Klaps auf den Hintern und ging nach einem kurzen Umweg ins Bad zurück ins Schlafzimmer. Etwa 10 Minuten später folgte Chris ihr mit einem vollgestellten Tablett in einen Händen, das er vorsichtig aufs Bett stellte, bevor er sich wieder neben sie legte.
„Das sieht lecker aus," bemerkte Sam und griff nach einer Tasse Kaffee.
„Schmeckt auch gut. Ist mit Liebe gemacht," schmunzelte Chris und nahm sich die andere Tasse.
„Ich habe mir überlegt, dass ich mir, jetzt wo der Fall abgeschlossen ist, Urlaub nehmen möchte. Was hältst du davon, wenn wir nach Hawaii fliegen?" schlug Sam vor und trank einen Schluck Kaffee.
„Davon halte ich sehr viel. Ein bißchen Entspannung weit weg von zu Hause wird uns sicher gut tun," antwortete Chris.
„Oder wir warten damit und verbringen unsere Flitterwochen auf Hawaii."
Er sah schaute Sam schmunzelnd an, die kurz überlegte.
„Nö," sagte sie schließlich, was ihr einen verwirrten Blick von Chris einbrachte.
„Ich brauche wirklich dringend Urlaub, Cowboy. Ich werde den morgen einreichen und dann können wir morgen Abend direkt buchen. Wenn es uns auf Hawaii gefällt, und das wird es uns sicher, verbringen wird dort auch unsere Flitterwochen," erklärte sie.
„Hhm.. der Gedanke gefällt mir," meinte Chris und fischte sich eine Weintraube aus dem Obstsalat.
„Da gibt es nur ein Problem..."
Sam sah zu ihm.
„Welches?"
„Um in die Flitterwochen zu fahren, sollte man vorher heiraten," antwortete sie leicht grinsend.
„Deswegen sollten wir mal ein Datum festlegen."
„Hast du schon eins im Kopf?" wollte Chris wissen.
„Wie wäre es mit dem 14. Oktober? Das ist in etwas mehr als einem Monat. Genug Zeit, um Einladungen zu verschicken, die Hochzeit zu organisieren und ein Brautkleid für mich zu finden," schlug Sam vor.
Chris sah lächelnd zu ihr.
„Okay, der 14. Oktober. Ich bin dabei."
Sam musste lachen.
„Das solltest du auch sein. Anders geht es nicht."
Chris lachte ebenfalls.
„Hier in Kalifornien geht alles, glaub mir."
„Du sag mal, was hältst du von einem Ehevertrag?" fragte Sam ein wenig später, nachdem sie gemütlich zusammen gefrühstückt hatten.
Chris sah sie mit gerunzelter Stirn an.
„Ehevertrag?"
„Ja. Ich meine, du bist extrem wohlhabend und wie du weißt, ist es hier in Kalifornien so geregelt, dass der Ehepartner im Falle einer Scheidung die Hälfte bekommt. Du willst dich doch sicher absichern, oder nicht? Mit einem Ehevertrag kann man das regeln," erklärte Sam.
Chris seufzte, ehe er antwortete.
„Also erstmal: Lass uns nicht von Scheidung reden, wenn wir noch nicht mal verheiratet sind. Ich weiß, dass es keine Garantie dafür gibt, dass eine Ehe hält, aber wenn ich heirate, dann mit der Absicht, für den Rest meines Lebens verheiratet zu bleiben. Das kann ich mir mit dir vorstellen, Sam, und ich werde alles dafür tun, damit wir glücklich sind."
„Ich auch," warf Sam leise ein und sah ihn lächelnd an.
„Siehst du? Das ist schon mal eine gute Voraussetzung," schmunzelte Chris, beugte sich zu ihr und küsste sie zärtlich, was Sam nur zu gern erwiderte.
„Außerdem bedeutet mir das Geld nichts. Sollte es also in einem hoffentlich sehr unwahrscheinlichen Fall dazu kommen, dass wir uns scheiden lassen, ist es halt so, dass du die Hälfte bekommst," fuhr er etwas später fort und zuckte mit den Schultern.
„Außerdem wäre ich dann trotzdem noch stinkreich, also was soll's?"
Sam musste lachen.
„Jetzt fängt es hier wirklich langsam an zu stinken."
„Ich rieche nichts. Bin wohl schon dran gewöhnt," erwiderte Chris grinsend.
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Undercover
FanfictionSam Walker und Lily Morgan sind zwei FBI-Agentinnen aus New York, die ihren Kollegen aus LA bei einem Gang-Problem unter die Arme greifen sollen. In LA wird ihnen schnell klar, dass sie nicht nach Anhaltspunkten für die Schuld der Southside Serpent...
