Kapitel 17

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Als alle im McGonagalls Klassenraum saßen, bemerkte Ebonee Tessas Blick hinter sich. Sie formte einen Brief zu einem Vogel, der sofort zu Ebonee flog. Sie öffnete den Brief sofort, und da war eine bemalte Ebonee drauf, wie sie versucht einen Trank zu brauen, der aber nach kurzer Zeit in die Luft sprang. Dieses Bild wiederholte sich immer wieder. Sie drehte sich zu Tessa um, die sie mit hochgezogenen Augenbrauen hämisch betrachtete. Ebonee zerknüllte den Zettel und ließ ihn sofort in ihre Tasche gleiten. Nun wandte sich McGonagall endlich der Klasse zu und sie mussten versuchen, ihre Tiere in Trinkpokale zu verwandeln. 

Am Ende der Stunde, nickte Ginny ihr zu und Ebonee ging mit entschlossener Miene zu Professor McGonagall. ,, Entschuldigung Professor, aber ich möchte kurz mit ihnen reden!", räusperte sich Ebonee leicht nervös. McGonagall schaute auf und sah Ebonee leicht misstrauisch an. ,, Was gibt es?"

Und nun zerbrach Ebonees Geduld und sie erklärte was in Snapes Stunde passiert ist. Die Sache mit den Nachsitzstunden und das sie Ginny nur beruhigen wollte und das es morgen ist, wo die Auswahlspiele sind. 

McGonagall sah nachdenklich zu Ebonee. ,, Ja, ich habe von Wood mitbekommen, dass sie eine passable Fliegerin sind und das sie eine gute Jägerin abgeben würden. Nur kann ich leider nichts gegen Professor Snapes Nachsitzstunden unternehmen. Das haben sie sich selber zuzuschreiben.", meinte sie etwas streng. Ebonee schmollte. ,, Aber Professor. Sie wissen doch wie unfair Professor Snape sein kann. Können sie diese kleine Ausnahme nicht mal machen? Ich kann jeden anderen Tag auch Nachsitzen. Ich würde dafür sogar eine ganze Woche nachsitzen!", versuchte sie McGonagall zu überreden. ,, Nun ist aber mal gut. Ich werde mich mit Professor Snape in Verbindung setzen und ihn fragen, ob er eine Ausnahme machen wird. Aber nur um das Team zuliebe. Immerhin möchte ich auch, dass Gryffindor dieses Jahr wieder den Pokal gewinnt...!", sagte sie noch und schickte Ebonee sofort heraus. 

,, Und was sagt sie?", fragte Ginny als sie gerade dabei waren zu Kräuterkunde zu gelangen. Ebonee erklärte ihr alles. 

McGonagall ging mit schnellen Schritten hinunter in die Kerker, bis zu Snapes Büro. Dort klopfte sie sachte und wartete auf ein ,, Herein". ,, Severus, wir müssen uns über eine Schülerin unterhalten aus meinem Haus!", wandte McGonagall sofort ein und Snape stand sofort von seinem Stuhl auf, wo er gerade Aufsätze korrigierte. ,, Was gibt es?", fragte er forsch nach. ,, Es geht um Miss Evans. Sie berichtete mir, dass sie ihr Nachsitzen aufgehalst haben, was auch völlig zurecht ist, aber sie würde es gerne verschieben wollen, da morgen die Auswahlspiele sind und ich bin der Annahme, dass man da mal eine Ausnahme machen könnte, denn so wie ich es herausgehört habe, haben sie das letztes Jahr auch schon so gemacht!", endete McGonagall und sah mit einem scharfen Blick zu Snape. Snape sah mit ausdrucksloser Miene zur Hauslehrerin von Gryffindor. ,, Ich möchte nicht, dass sie Quidditch spielt!", sagte er unwirsch und nun war es McGonagall die sich zu voller Größe vor ihm aufbaute. ,, Severus? Was sagen sie da? Ich bin die Hauslehrerin und entscheide, was meine Schüler aus meinem Haus dürfen und was nicht und ich sage ihnen, dass sie bei den Auswahlspielen mit teilnehmen wird!", fuhr sie Snape und ihr Mund wurde ganz schmal. Snape nahm sich ein Glas Wein, was auf dem Tisch stand, nippte kurz dran und sah amüsierend zu der aufgebrachten Hauslehrerin. In dem Moment kam Dumbledore in sein Büro. ,, Ah Dumbledore, gut das sie hier sind!", meinte McGonagall scharf. ,, Ich wollte gerade mit Severus sprechen!", begann er, doch McGonagall schnitt ihm das Wort ab. ,, Unser guter Severus, will einer meiner Schülerin nicht erlauben, dass sie beim Quidditch mitmacht, dieses Recht hat er überhaupt nicht zu entscheiden!", entbloßte McGonagall scharf und Snape betrachtete das Schauspiel amüsierend. Dumbledore schaute durch seine Halbmondbrille Snape forschend an. ,, Beruhigen sie sich, Minerva. Ich denke es geht um Miss Evans?", stellte Dumbledore sofort fest und Snape nickte ruhig. McGonagall schaute von Snape zu Dumbledore. ,, Gibt es etwas, was ich nicht weiß?", fragte sie aufgebracht. ,, Gewiss. Severus, ich denke es wäre ganz gut, wenn die Hauslehrerin von Miss Evans über diese Tatsache Bescheid weiß!", meinte Dumbledore geheimnisvoll und Snape nickte nur. ,, Nun, Minerva. Severus Snape ist der Vater von Ebonee Evans und hat wohl das Recht zu entscheiden, ob sie mitmachen kann oder nicht,!", sagte Dumbledore perplex. McGonagall fielen fast die Augen aus dem Kopf. ,, Sie...? Ihre...Ihre Tochter!", stotterte sie und sah Snape fassungslos an. ,, Und wer ist die Mutter?", fragte sie etwas forsch. Snape zuckte leicht zusammen. ,, Lily Evans!", deckte Dumbledore auf und McGonagall hielt sich an dem Sofa fest. ,, Dann ist sie Potters Halbschwester", meinte sie und sah erschrocken drein. ,, Weiß sie davon?", kam es von ihr. ,, Das sie beide Geschwister sind, ja, aber das Snape der Vater ist nicht. Noch nicht.", sagte Dumbledore ruhig. ,, Das bedeutet, das Miss Evans ebenfalls in Gefahr ist, von Sirius Black", puzzelte sich McGonagall zusammen. ,, So ist es. Das ist ein Grund, warum sie nicht dran teilnehmen soll!", meinte Snape unwirsch. McGonagall schaute nun ihn kalt an. ,, Glauben sie wirklich, dass das nur deswegen ist? Severus, es ist ihre Tochter, sie ist eine begabte Fliegerin. Sie sollten ihr das nicht verbieten. Sie wird mal eine hervorragende Jägerin werden!", meinte McGonagall scharf und beobachtete Snape der nachzudenken schien. ,, Nun gut. Dann wird das Nachsitzen auf den darauffolgenden Tag verschoben. Aber wenn meiner Tochter, irgendetwas schlimmes beim Quidditch passieren sollte, ist sie sofort raus aus der Mannschaft, und zwar für immer!", entgegnete er kalt und McGonagall schien zufrieden und ging aus dem Raum. 

Harry Potters HalbschwesterWo Geschichten leben. Entdecke jetzt