Kapitel 134

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Ebonee flog dicht neben Tonks und Remus hinterher. Harry war vor ihnen. Es war schwer bei diesem Wind die Kontrolle über den Besen zu halten, aber sie kriegte es so gut es ging hin. Sie musste jetzt stark bleiben. Sie flogen ein paar Minuten, bis sie durch eine große, graue Wolke hindurch flogen. Plötzlich hörten sie Geräusche. Laute Schreie. Ebonees Haare stellten sich auf. Irgendwas stimmte nicht. Als sie endlich aus der schwarzen Wolke heraus kamen, erkannte sie es. Todessern. Überall wimmelte es von Todessern, die ihre Freunde angreiften, weil sie dachten es sei Harry Potter. Sie erkannte Harry, wie er mit Hagrid vom Geschehen davon flog. ,, Wir müssen sofort verschwinden!", rief Remus Tonks zu. Ebonee konnte es nicht fassen. Sie konnten ihre Freunde nicht im Stich lassen. Nicht jetzt, wo sie angegriffen wurden. Sie erkannte Kingsley und die anderen, wie sie Flüche auf die Todessern schossen. Plötzlich spürte Ebonee, wie ein Fluch knapp an ihr vorbei geflogen ist. Sofort nahm sie ihren Zauberstab und halste ihrem Gegner einen Stupor Fluch auf. ,, Wir fliegen Richtung Osten!", schrie Remus und knallte einem Todessern ein Expelliarmus Fluch auf den Hals. Remus flog voran, Ebonee dazwischen, bis sie aber Mad Eye und Munduncus erkannte und Voldemort. Er flog mitten im Getümmel umher. Als er Munduncus als Harry erblickte, blieb Voldemort in der Luft stehen, Voldemort erhob seinen Zauberstab, doch als Voldemort einen Todesfluch losgelassen hatte, apparierte Munduncus weg vom Geschehen und Mad Eye bekam den Todesfluch ab. Ebonee sah wie er vom Besen, in die Tiefe fiel. Ihre Kehle war zugeschnürt. Ihre Augen weit aufgerissen.  Sie war am Boden zerstört. Sie konnte nicht wegfliegen, egal was gesagt wurde, sie musste ihren Freunden helfen. Während Tonks und Remus versuchten sie mitzukriegen, blieb sie stehen und änderte wieder die Richtung. ,, NEINNNN!", hörte sie Remus brüllen. Tonks versuchte ihr nachzufliegen, sie aufzuhalten, aber Ebonee war schneller. Sie musste ihre Freunde retten, ihnen helfen. Und ihr Bruder ist nun auch verschwunden. Alles ist aus dem Ruder gelaufen. Ebonee knallte immer wieder Flüche auf die Todessern, sie versuchte Voldemort findig zu machen, aber es war schwer in den dunklen Wolken jemanden zu erkennen. Sie erkannte plötzlich George, wie er gerade versuchte einem anderen Todessern ein Fluch aufzuhalsen. Doch er bemerkte nicht, dass hinter ihm jemand war. Ebonee wollte gerade einschreiten, bis sie noch jemanden dunkles erkannte. Er hob seinen Zauberstab und fürs erste sah es so aus, als würde er seinen eigenen Mitstreiter erledigen, aber der Fluch prallte auf George. Ebonee sah entsetzt, wie George hinkte und Blut aus seinem Ohr schoss. Der Sectumsempra Fluch! Es war ihr Vater! George wurde sofort von Kingsley aufgenommen und sie versuchten aus der Menge heraus zu flüchten. Ebonee zielte auf jeden einzelnen einen Fluch, bis sie gepackt wurde. Es war Remus. Seine Mimik war blanke Wut. ,, Wir müssen Verschwinden!", fuhr er sie an und zog sie mit sich. Ebonee sah mit Entsetzen wie Fleur, Bill, Hermine, Ron, Arthur, Fred und Tonks dort blieben. ,, Tonks hilft den anderen! Jetzt komm!", schrie Remus wütend. Ebonee hörte auf ihn. ,, Setz die Kapuze auf!", knurrte Remus und übergab ihr eine schwarze Kapuze. Wind peitschte Ebonee ins Gesicht. Sie hatte Angst. Angst um ihre Freunde, um ihren Bruder. Und Wut überkam sie. Snape hatte George verletzt. Voldemort hatte Mad Eye getötet. Sie verspürte nichts anderes als Angst. ,, Wir müssen schneller fliegen, wir werden verfolgt!", knurrte Remus und als Ebonee sich kurz umblickte, hatte er recht. Sie wurden von zwei Todessern verfolgt. Sie heftete ihre Kapuze dicht an ihr Gesicht, sodass man sie nicht erkennen konnte und flog so schnell sie konnte. Sie flogen über Felder und Wälder. Immer wieder schossen die Todessern Flüche auf sie, aber Ebonee konnte alle abwehren, genauso wie Remus. ,, Flieg vor mir!", schrie Remus, doch Ebonee wusste das Remus damit sein Leben riskierte. ,, Nein, wir machen es zusammen!", entschied sie, drehte sich kurz um und versuchte ein Fluch loszulassen. Leider gingen alle daneben. ,, Wir müssen uns beeilen. Wir müssen zum Fuchsbau!", schrie Remus erzürnt. ,, Wir sind bald da, Ebonee. Nicht mehr lange. Versuch das Temp einzuhalten", rief Remus zu ihr. Ebonees Hände zitterten total, ihr Zauberstab hatte sie fest umklammert. Sie durfte bloß nicht erkannt werden. Sie drehte sich nochmals um. ,, expelliarmus!", schrie sie heraus und der Zauber traf fast den vorderen Gegner. Leider fiel Ebonees Kapuze herunter, durch den starken Wind. ,, DAS IST SIE!", hörte sie jemanden schreien. Ebonee bekam Panik. ,, Flieg einfach! Wir müssen uns beeilen!", kreischte Remus angespannt. Ebonee blickte nochmals zurück. In dem Moment sah sie, wie Remus einen Fluch abbekommen hatte. Einen Imperius Fluch. ,, REMUS?", kreischte Ebonee voller Angst und Panik. Dann bekam auch sie durch diesen kleinen Ablenker, einen Fluch ab. Sie verlor das Bewusstsein und fiel in die Tiefe. 

Snape und Avery folgten zwei Gestalten. Snape erkannte Remus sofort, aber wer die Person neben ihm war, wusste er nicht. Sie schossen immer wieder Flüche auf sie. Snape so sanft und vorsichtig wie er konnte, Avery total mordbelustigend. Snape hatte seine Tochter noch nicht entdeckt, was ein gutes Zeichen sein musste. Sie flogen den beiden hinterher, bis die unbekannte Person sich umdrehte und ein Exeplliarmus Fluch losließ. In dem Moment verlor sie ihre Kapuze und Snape musste mit erschrecken feststellen, das es sich um seine Tochter handelte. ,, DAS IST SIE", hörte er Avery schreien und er blieb mit seinem Besen stehen. Er erkannte, wie panisch und ängstlich Ebonee dreinblickte und von Remus die Anweisung bekam, schnell weiterzufliegen. ,, Wir müssen den Dunklen Lord rufen, Severus!", rief Avery, hob sein Ärmel hoch und drückte auf das Todesserzeichen. Für Snape war es zu spät. Er wollte Avery gerade aufhalten, bis er aber schon auf das Zeichen gedrückt hatte. Sofort hetzte er einen Vergessenszauber auf Avery und er flog so schnell er konnte seiner Tochter hinterher. Er musste sie retten. Sie beschützen. Sie waren kaum weiter entfernt und er schoss auf Remus einen Imperius Fluch, einfach weiter zufliegen zum Fuchsbau, dann gab er seiner Tochter einen Schockzauber. Sie fiel in die Tiefe. Snape flog so schnell er konnte, nach unten, und seine Tochter fiel in seine Arme. Er musste so schnell es ging von diesem Ort verschwinden, bevor Voldemort auftauchte. Er flog mit seiner Tochter so schnell er konnte, einen anderen Weg zum Fuchsbau. Er wusste wo der Geheimort ist. Sie flogen noch mehrere Minuten, bis sie davor waren, er flog in die Schutzbarriere hinein, auch genau in dem Moment wo Remus hineinflog, sodass niemand ihn entdecken konnte. Er versteckte sich hinter einem Baum, ließ Ebonee vorsichtig auf dem Boden sinken. ,, Ich liebe dich, meine Tochter. Vergiss das nicht. Pass auf dich auf!", flüsterte er und küsste ihr kurz auf die Stirn. Wie sehr er seine Tochter vermisste. Dann setzte er wieder seine schwarze Kapuze auf, setzte sich auf den Besen und flog los. ,, Finite!", flüsterte er noch und seine Tochter kam wieder zu Bewusstsein.

Harry Potters HalbschwesterWo Geschichten leben. Entdecke jetzt