Ebonee war mal wieder die beste in Zaubertränke. ,, Wow ich bin entzückt, Ebonee sie sind echt ein Prachtstück. Ich würde sie gerne zu meiner Weihnachtsparty einladen!", sagte er noch zum Abschluss, bevor alle raus gingen. Auch Ginny, Hermine und Harry wurden eingeladen. Als sie sich gerade absprechen wollten, mit wem wer ginge, musste Harry verschwinden. Dumbledore hatte ihn eingeladen zu einem wichtigen Gespräch. Ginny ging natürlich mit Dean, aber was zwischen Hermine und Ron abläuft ist echt traurig. Ron hatte am Abend noch vom Feiern des Quidditchspiels, mit Lavender Brown etwas am laufen. Und Ebonee bemerkte sofort das Hermine neidisch und traurig war. Sie wollte bestimmt mit Ron gehen, aber da sie gerade in einer Krise sind, wollte sie McLaggen einladen. ,, Bist du dir sicher, Mine? Cormac ist widerlich!", sagte Ebonee naserümpfend. ,, Nun, jetzt müssen wir uns mal um dich kümmern. Also, hast du schon jemanden in Aussicht?", fragte Hermine und starrte Ebonee mit einem ernsten Blick an. ,, Nein und wir haben doch noch Zeit. Es dauert doch noch.", meinte Ebonee und wollte sofort das Thema wechseln. Seit dem Vorfall mit Sean Carren, hatte sie keine Lust mit einem Jungen zu einer Party zu gehen. Hermine runzelte die Stirn. ,, Ich könnte Neville fragen", bot Hermine an. Ebonee überlegte kurz, nickte dann aber. Hauptsache jemanden, mit dem sie super klar kam und bei dem sie wusste, das er ihr nichts böses möchte.
In den ganzen Wochen bemerkte Ebonee, dass Harry immer mehr Zeit bei Dumbledore verbrachte und sie fragte sich langsam wirklich was er dort unternahm. Harry wollte immer nichts sagen. Er meinte das wäre geheim, was Ebonee schnell in schlechte Laune versetzte. ,, Ebonee, kommst du am Wochenende mit mir zum Honigtopf?", fragte Ginny beiläufig als sie gerade ihre Hausaufgaben fertig machte. ,, Ja, können wir machen!", antwortete Ebonee und vergrub ihr Gesicht wieder in ihre Hausaufgaben. Aber sie konnte sich nicht konzentrieren. Irgendetwas passierte hier. Sie fühlte sich schlecht. Eine schwere Last liegt ihr auf der Seele und sie kann sie leider nicht ablösen. Was auch immer Harry mit Dumbledore unternahm, es hatte was mit Voldemort zu tun. Sie beendete ihren letzten Satz bei ihrer Hausaufgabe und schaute aus dem Fenster. Sie vermisste ihren Vater. Sie vermisste die Gespräche, die Geborgenheit und seine Anwesenheit. Aber das alles war ihr nicht mehr vergönnt. Ihr Vater war ein Verräter. Anhänger von Voldemort. Was auch immer er tut, er tut es für Voldemort, sodass er wieder an die Macht kommt. Sie musste Snape aus ihren Gedanken fischen. Sie durfte nicht mehr an ihn denken. Er war ein Mörder. Was auch immer er unternahm, sie musste ihn aufhalten. Draußen schneite es. Sie sah auch Hagrids Hütte, das von innen beleuchtet war. Dahinter war der Verbotene Wald. Es war eine schwere Zeit für Ebonee und sie war froh wenn diese Zeit bald ein Ende nahm.
Am nächsten Tag war Wochenende. Ginny und Ebonee machten sich fertig für den Honigtopf. Sie liefen mit dick bepackten Klamotten zur warmen Hütte und ließen sich ein Butterbier geben. ,, Weist du schon mit wem du zum Weihnachtsfest von Slughorn gehst?", fragte Ginny neugierig. Ebonee trank einen Schluck vom Butterbier. ,, Ich weiß es nicht. Hermine wollte Neville fragen!", sagte Ebonee. Ginny nickte anerkennend. ,, Oh, tolle Auswahl. Das letzte mal war ich mit ihm auf dem Weihnachtsball. Er kann sehr gut tanzen!", bestätigte Ginny und Ebonee beruhigte sich etwas. Neville war der Tollpatsch von Gryffindor, aber im inneren hatte er ein großes Herz und Verstand. Plötzlich kamen Hermine, Ron und Harry in den Honigtopf und als sie die beiden erkannten, setzten sie sich zu ihnen. ,, Ihr auch hier?", fragte Hermine glücklich und setzte sich neben Ginny. Harry neben Ebonee und Ron, neben Harry. ,, Harry war eben noch bei Dumbledore. Deshalb sind wir zu dieser späten Stunde hier!", meinte Ron und bestellte drei Butterbiere. Harry sah unschuldig zu Ebonee, die etwas mürrisch drein blickte. ,, Ich komme gleich wieder!", meinte Ebonee und bewegte sich zur Toilette. Sie war traurig, dass Harry sich ihr nicht anvertrauen durfte. Weshalb auch immer. Sie sperrte sich auf der Toilette ein und versuchte sich zu beruhigen. Noch hatte sie alles unter Kontrolle. Malfoy hatte noch nicht angebissen und alle schienen noch unverletzt. Nur Harry. Wieso konnte er nicht mitteilen, was er mit Dumbledore besprach. Was war das für ein Geheimnis? Sie entschied sich irgendwann Dumbledore selbst zu fragen. In dem Moment wo sie die Tür gerade aufmachen wollte, erkannte sie eine Person, die in Schalen eingehüllt war, sodass man sie nicht erkennen konnte. Aber sie erkannte das es ein Junge war, mit blonden Haaren. Er hatte ein Buch in der Hand. Ebonee lugte durch den kleinen Spalt und erkannte, dass er das Buch jemanden unterschob unter die Kabine. Dann kniete er sich hin und flüsterte etwas, was Ebonee nicht verstand. Es war so leise. Dann verschwand er sofort. Als er weg war, öffnete sie die Tür und erkannte Katie Bell mit einem Buch in der Hand. Sie sah überhaupt nicht verwirrt aus. ,, Katie! Von wem hast du das Buch?", fragte Ebonee leicht irritiert. Katie zuckte mit den Achseln. ,, Ich weis es nicht. Ich kann nur sagen, dass ich es unbedingt Dumbledore überbringen müsste. Es ist wichtig!", meinte sie und ging aus der Toilette hinaus. Ebonees Verstand arbeitete. ,, Ebonee! Da bist du ja. Wir gehen jetzt, kommst du mit?", fragte Hermine in die Toilette. Ebonee schüttete diese Gedanken sofort beiseite. Sie hatte genug um die Ohren. ,, Ja, ich komme!", sagte sie und ging mit Harry, Ron und Hermine aus dem Honigtopf. Ginny blieb noch bei Dean. ,, Alles ok, Ebonee? Du sahst gerade aus, als hättest du einen Geist gesehen!", sagte Hermine, doch bevor sie etwas sagen konnte, meldete sich Harry schon zu Wort. ,, Malfoy. Hast du ihn gesehen? Er hat sehr panisch ausgesehen, als er den Honigtopf verlassen hatte!", sagte Harry sofort. Sofort fiel es Ebonee ein. Das ist es! Sie musste schnellstens Katie finden. Der erste Auftrag von Malfoy, Dumbledore zu stürzen. ,, Wir müssen schnellstens Katie finden. Malfoy hatte ihr etwas übergeben. Ein Buch!", setzte Ebonee sofort an und ging etwas schneller durch den Schnee. Die drei folgten ihr und sahen etwas verwirrt drein, nur Ebonee fluchte um ihren Verstand. Wieso ist sie nicht schon vorher drauf gekommen, das da etwas faul war. Warum sollte eine Person, heimlich in Schals eingepackt ein Buch weitergeben und das noch auf einer Mädchentoilette, obwohl es ein Junge war. ,, Kommt. Wir müssen uns beeilen!", drängte Ebonee und lief jetzt schon fast, bis sie Katie Bell und ihre Freundin erkannte. Sie durchblätterte das Buch, doch bevor Ebonee etwas rausschreien konnte, es zu lassen, öffnete Katie eine Buchseite, mit einer blau, schwarzen Kette darin. Sofort verlor sie ihr Bewusstsein. Das Buch schnellte zur Seite, Katie fiel auf dem Boden und wurde wie von einem Magneten hin und her gerissen im Schnee. Ihr Gesicht war bleich und ihre Augen starr. Dann glitt ihr Körper nach oben. Ihre Arme und Beine ausgebreitet in der Luft, ihr Mund weit aufgerissen, ihre Augen weit aufgerissen. Alle starrten mit Entsetzen auf Katie. Ein paar Sekunden später fiel sie auf den Boden und schien verrückt zu sein, denn sie schaute von der einen Seite, schnell zur anderen. Bevor irgendjemand etwas tun konnte, kam Hagrid. ,, Nichts anfassen. Bloß nichts anfassen!", polterte er herbei und hob Katie auf. ,, Ist ja gut!", beruhigte er sie. ,, Fasst das ja nicht an. Wenn dann mit dem Tuch. Habt ihr verstanden.", knurrte er und ging mit schnellen Schritten auf das Schloss zu. Ebonee schaute zu den anderen dreien, die immer noch geschockt waren. Ebonee wollte etwas sagen, aber sie konnte nicht. Sie mussten es selber herausfinden. Harry war der erste, der sich wieder fassen konnte. Er hob die Kette und das Buch mit dem Tuch auf und auch sie liefen hoch zum Schloss. Währenddessen packte Harry seine Vermutungen aus. ,, Es war ganz klar Malfoy. Ich wusste doch das er irgendwann etwas in Schilde führt!", sagte Harry und Ebonee stimmte zu, während die anderen beiden still zu hörten. Als sie ankamen wurden sie sofort von Professor McGonagall in Empfang genommen. Sie nahm die Kette und das Buch an sich und führte die vier in ihr Büro. Die Freundin von Katie war auch anwesend, auch sie schien immer noch geschockt zu sein. Professor McGonagall legte alles zurecht hin und starrte mit einem scharfen Ausdruck zu Katies Freundin. ,, Sind sie sich sicher das sich das noch nicht in Katies Besitz befand, als sie den Honigtopf betreten haben?", fragte McGonagall. ,, Ja ganz sicher. Sie ging auf Toilette und hatte als sie zurück kam plötzlich ein Buch dabei und sie meinte wir müssten sofort zurück ins Schloss und es jemanden übergeben, sie sagte es sei wichtig.", meinte sie und versuchte sich so gut es ging daran zurück zu erinnern. ,, Hat sie auch gesagt an wen?", fragte McGonagall weiter. Katies Freundin riss die Augen auf. ,, An Professor Dumbledore!", antwortete sie brüchig. Harry, Hermine und Ron rissen die Augen auf, nur Ebonee wusste davon. Es war der erste Versuch Dumbledore umzubringen. ,, Nun gut, sie dürfen gehen!", sagte sie an Katies Freundin gewandt, die sofort das Weite suchte. Nun wandte sich McGonagall an die vier. ,, Ich frage mich, warum immer sie vier in Hogwarts dabei sind, wenn irgendetwas schief geht!", sagte McGonagall in einen scharfen Ton. ,, Glauben sie mir Professor, diese Frage stelle ich mir schon seit 6 Jahren!", meinte Ron. Ebonee untersuchte nochmals die Kette. Es sah aus wie ein Schmuckstück von Malfoys Mutter Narzissa. Ebonee ist aufgefallen, dass sie öfters solche Prachtstücke trug. Plötzlich wurde die Tür geöffnet und Snape drang hinein. ,, Ah Severus!", sagte McGonagall in einem zufriedenen Ton. In Ebonee läuteten alle Alarmglocken. Jetzt konnte sie ihre Vermutung nicht mehr mitteilen. Sie alle blickten sich mit einem harten Ausdruck an. ,, Können sie sagen was es mit der Kette auf sich hat, Severus?", fragte McGonagall zutiefst erschüttert. Snape blickte mit seinen messerscharfen Augen zur Kette, holte seinen schwarzen Zauberstab heraus und die Kette glitt nach oben. ,, Es war meiner Meinung ein Glücksfall. Miss Bell ist nicht gestorben!", sagte Snape aalglatt. ,, Sie stand unter einem Fluch!", brachte Harry ein, Ebonee erkannte das er vor Wut kochte. ,, Allerdings!", bestätigte McGonagall. ,, Wenn Katie das Buch Dumbledore übergeben musste, dann wusste sie nichts von dem Fluch. Ich kenne Katie, sie würde nie jemanden schaden!", sagte Harry immer deutlicher. Snape hatte seine Augen immer noch auf die Kette gewandt. Sein Ausdruck sprach Bände. Ebonee tauschte kurz einen Blick mit Harry. Nun sprach Ebonee. ,, Sie hatte das Buch auf der Mädchentoilette bekommen. Ich habe es gesehen. Es war jemand der in Schals eingehüllt war!", sagte nun Ebonee. ,, Konnten sie die Person erkennen?", fragte McGonagall an sie gewandt. Snapes Blick war immer noch auf der Kette geheftet. ,, Es war Malfoy!", schoss es aus Harry heraus. Zum ersten mal blickte Snape auf und sein Blick war nicht mehr interessiert, sondern kalt und unberechenbar. ,, Das ist eine äußerst, schwere Anschuldigung, Potter!", fuhr McGonagall ihn an. Hermine und Ron sahen nicht überzeugt aus, während Ebonee ihren Vater beobachtete. ,, In der Tat. Und ihr Beweis?", kam die eisige Stimme ihres Vaters. ,, Ich weiß es!", entgegnete Harry mutig und blickte in die rabenschwarzen Augen von Snape. Was hatte sich harry nur dabei gedacht? Und dann noch bei Snape! ,, Sie wissen es? Ach So! Sie haben viele Dinge an sich, die sich andere nicht zu träumen wagen, es ist sicher nicht leicht der Auserwählte zu sein, Potter!", knurrte Snape ihm entgegen. Sein Blick war erdolchend, doch Harry blieb seinem Blick stand. ,, Nun gut. Sie dürfen nun gehen!", sagte McGonagall und entließ die vier. Als Ebonee sich nochmals umdrehte, erkannte sie Snapes Blick. Er sah scharf und wutentbrannt zu ihr. Sie wendete sich sofort ab und ging mit den vieren zum Gemeinschaftsraum.
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Harry Potters Halbschwester
FanfictionEin kleines Mädchen, dass nichts von Zauberei wusste, wird mit 10 Jahren damit konfrontiert. Sie lebte in einer kleinen Familie, wo sie kaum etwas zu essen bekam, geschweige denn richtige Manieren gelernt hatte. Als sie auf die hogwartsschule kam, l...
