Ebonee hörte Stimmen. Erst leise Stimmen, dann wurden sie immer lauter. Als würde sie den Geräuschen aus einer anderen Welt immer näher kommen. Ihre Augen konnte sie noch nicht öffnen, sie waren zu schwer. Ihr Körper fühlte sich an wie Blei. Jetzt langsam konnte sie die Stimmen richtig wahrnehmen. Remus, Tonks, Hermine, Ron, Harry... Aber was war passiert? Warum konnte sie ihre Augen nicht öffnen? Sie strengte ihren Kopf an und versuchte sich zu erinnern. Plötzlich schoss ihr jeder Gedankenstoß in den Kopf. Alles was passiert ist, kam zurück und sie spürte es bis ins Mark. Dann schreckte sie mit einem mal auf und riss die Augen weit auf. Dann erkannte sie wie alle sich miteinander gedämpft unterhielten. ,, DUMBLEDORE", schrie sie vor Angst und versuchte aufzustehen was aber sehr schwer war. ,,EBONEE!", sagte Remus und ging zu ihr. Auch Harry und die anderen schlossen sich ihnen an. ,, Bleib ganz ruhig. Wir sind erst mal alle außer Gefahr.", beruhigte Remus sie. Ebonees Gesicht war bleich. Ihr Vater hatte Dumbledore getötet. Sofort kamen Gewissensbisse und Schuldgefühle hoch. Sie fing einfach so an zuheulen. Harry ging auf sie zu und nahm sie in die Arme. ,, Es ist alles meine Schuld, dass Dumbledore tot ist...!", jaulte sie mit tränenerstickender Stimme. ,, Nein, wir alle wussten nicht zu was Snape fähig war. Er ist ein grandioser Okklumentiker. Er hat uns alle getäuscht!", meinte Remus in Gedanken versunken. ,, Nein.... mich nicht.... ich...ich wusste es...!", krächzte sie weinend. Sofort schauten alle neugierig auf. Harry etwas entsetzt. Ebonee holte tief Luft. Endlich konnte sie es erzählen, der Fluch von Snape war aufgehoben. ,, Ich kam in Snapes Büro und da waren Erinnerungen drinne. Ich war neugierig und wollte sie mir ansehen und dann bekam ich Sachen zu sehen, die er versteckt hielt. Er hatte Erinnerungen mit Voldemort, wie er ausmacht Dumbledore zu stürzen, wie er Dumbledore getäuscht hatte und wie er mit Bellatrix und Narzissa einen Plan geschmiedet hatte um zusammen mit Draco Dumbledore umzubringen. Ich wusste dann alles. Leider hatte mich Snape bemerkt und hatte mir einen Fluch aufgehalst, sodass ich nichts darüber sagen konnte.... versteht ihr? Ich wusste es die ganze Zeit, was sie vorhatten.... ich hätte handeln können.....nun ist es passiert...!", jammerte sie und schluchzte in ihre Hände. Keiner sagte ein Wort. Alle waren erschüttert, bis Tonks die Stille durchbrach. ,, Dann hattest du die ganze Zeit mit so einem Geheimnis leben müssen? Boah, ich hätte das niemals durchgehalten.", sagte sie. ,, Die Sache ist die Ebonee, du wusstest es, aber wenn Snape dir einen Fluch aufgehalst hatte, dann ist es doch klar das du nichts tun konntest. Du bist nicht Schuld. Niemand ist Schuld. Wir alle hatten Snape vertraut, weil Dumbledore ihm traute. Es war falsch....!", sagte Remus und rieb seine Stirn. In dem Moment kam Professor McGonagall hinein. Madame Pomfrey war immer noch am schluchzen. ,, Wo ist Professor Dumbledore? Ich kann ihn immer noch nicht auffinden!", kam ihre hysterische Stimme zum Vorschein. Sie blickte in jede einzelnen Gesichter. Harry stand auf und blickte Professor McGonagall an. ,, Dumbledore ist tot. Snape hatte ihn getötet.", sagte Harry und McGonagall kam ins Schwanken. Madame Pomfrey zauberte sofort einen Stuhl her, wo sich McGonagall raufsetzten konnte. ,, Aber.... wie ist das.... das kann nicht sein.....Severus.... er war.... Dumbledore hatte ihm vertraut....er hatte immer wieder gesagt... man könne ihm trauen....!", stotterte McGonagall, holte ein Tuch heraus und tupfte ihre Tränen weg. ,, Was auch immer Snape Dumbledore unter die Nase gerieben hatte, musste so stark sein, dass er ihm vertraute!", meinte Remus ernst. ,, Ich frage mich was Snape ihm immer gesagt hatte!", sagte Tonks unvoreingenommen. Ebonee konnte sich ungefähr denken warum. Er hatte immer gesagt das er für Lily alles tun würde, was aber gelogen war. Sie hielt den Mund, sie wollte keine falschen Gerüchte in die Welt setzen. ,, Ich weiß es.", sagte Harry sofort. Alle Augen waren bei ihm. ,, Er hatte die Prophezeihung die von Trelawney an Voldemort weitergegeben. Damit kam Voldemort auf uns. Dann ist Snape zu Dumbledore gegangen und sagte das er das alles bereute!", sagte Harry. Ebonee war erstaunt. Davon wusste sie noch gar nichts. Noch ein Grund ihn zu hassen. Er hatte seine eigene Tochter an Voldemort verraten. Alle waren kurz erstaunt, woher Harry das alles wusste. McGonagall schluchzte immer noch.
Dumbledores Leiche wurde zum Schlosshof gebracht. Alle Schüler versammelten sich in einem Kreis um Dumbledore. Harry kniete sich neben ihn und weinte. Ebonee und Ginny standen in der ersten Reihe, zusammen mit Ron und Hermine. Ebonee konnte es wirklich nicht fassen. Ihr Vater hatte es tatsächlich getan. Tränen fielen hinunter. Sie dachte an Dumbledores Worte, die er ihr noch gesagt hatte. Plötzlich kam ihr ein Gedanke. Wusste er etwa da schon, dass er sterben würde? Hatte er die Pläne von Snape und Malfoy von Anfang an mitbekommen und alles durchgehen lassen? Nein, dass konnte sie sich nicht vorstellen, wieso sollte Dumbledore seine Schule bei so einer schwierigen Zeit im Stich lassen. So etwas würde er niemals tun! Sie schob den Gedanken sofort beiseite. Ginny gesellte sich zu Harry und nahm ihn in die Arme. Über ihnen war das Dunkle Mal. McGonagall hob ihren Zauberstab und alle machten es ihr nach. Mit jedem neuen Zauberstab, die ein Schüler hob, verblasste das Dunkle Mal. Ebonee hielt ihr Zauberstab fest umklammert. Immer mehr Tränen rollten hinunter. Sie war traurig, entsetzt und wütend einen Verräter als Vater zu haben und dann das auch sie von dem Plan gewusst hatte. Aber wenigstens konnte sie jetzt davon erzählen.
Eines war Ebonee aber ganz klar, jetzt wird sich alles verändern und zwar alles....
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Harry Potters Halbschwester
FanfictionEin kleines Mädchen, dass nichts von Zauberei wusste, wird mit 10 Jahren damit konfrontiert. Sie lebte in einer kleinen Familie, wo sie kaum etwas zu essen bekam, geschweige denn richtige Manieren gelernt hatte. Als sie auf die hogwartsschule kam, l...
