Kapitel 37

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Ebonee öffnete den Brief von Hedwig.

Liebste Ebonee,

wie du kommst nicht mit zur Quidditch Weltmeisterschaft? Deine Muggel Eltern können dir das nicht verbieten! Rons Vater kann versuchen mit deinen Eltern zu reden. Dann kannst du mitkommen und die letzten Ferien bei uns verbringen!

Lg Harry und Ron

Ebonees Augen leuchteten. Sie könnte ihren Vater fragen, ob sie die letzte Ferienwoche, bei den Weasleys verbringen kann. Sie torkelte hinunter, wo ihr Dad gerade einen Zaubertrank braute. ,, Dad. Darf ich die letzte Ferienwoche bei den Weasleys bleiben?", fragte Ebonee und sah ihn mit großen Augen an. Snape packte die letzte Zutat hinein und rührte sein Trank um. ,, Damit du zum Trimagischen Turnier kommst? Kommt nicht infrage!", meinte Snape forsch. ,, Wir wollen nicht zum Trimagischen Turnier....!", sagte Ebonee ernst und versuchte es glaubwürdig rüber zu bringen, doch Snape durchschaute sie sofort. ,, Lüg mich nicht an! Nein, ich erlaube es nicht!", bellte er vorwurfsvoll und Ebonee schaute traurig zu Boden. ,, Alle sind dort. Alle aus meiner Klasse. Sogar Hermine. Ich möchte doch nur Spaß haben, mit meinen Freunden", sagte sie nun ehrlich trauernd. Snape seufzte und packte den Kessel mit dem Trank in drinne zur Seite. ,, Es ist gefährlich dort Ebonee. Besonders für dich. Ich möchte es einfach nicht!", sagte er in einem ernsten Tonfall. Ebonee nickte bestürzt und ging motivationslos die Treppen hinauf. Es waren noch 2 Wochen bis die Ferien zu Ende waren und sie hatte bis jetzt nur mit ihrem Vater Zaubertränke gebraut und gelesen. Er hatte ihr sogar ein paar Zaubertricks beigebracht. Mit ein paar Tränen verfasste sie einen Text, den ihr viel Mut kostete den abzuschicken.

Lieber Harry und lieber Ron,

ich darf leider nicht und möchte es auch nicht. Trotzdem danke für euer Verständnis. Wir sehen uns bald wieder in der Schule.

Grüßt Hermine und Ginny von mir

Eure

Ebonee

Ebonee gab dem Brief Hedwig, die sofort von dannen flog. Kurz darauf, kam ein neuer Brief hereingeflogen, von einer Eule, die pechschwarz war mit gelben Augen. Irritierend nahm sie den Brief ab und las sofort durch.

Liebe Ebonee,

ich bins Sirius. Ich hoffe dir geht es gut, da wo du jetzt bist. Harry schrieb mir das du in deiner Muggelfamilie festsitzt. Wenn du Hilfe brauchst, bin ich immer bereit, dir zu helfen. Schreib mir mal zurück.

Sirius

Ebonee nahm sofort die nächste Feder und fing an zu schreiben.

Lieber Sirius

ich danke dir für deinen Brief. Mir geht es gut, da wo ich jetzt bin. Ich hoffe dir geht es auch gut? Wo steckst du jetzt eigentlich? Komm uns doch bald mal besuchen, sobald du wieder kannst und nicht erwischt wirst.

Ebonee

Sie gab dem Zettel der Eule, die ebenfalls sofort wegflog. Traurig schaute sie der Eule hinterher. Wie gerne sie auch frei wäre und hinfliegen könnte, wo sie möchte. Plötzlich fiel ihr Blick auf den Feuerblitz. Doch es war zu gefährlich. Sie waren in einer Muggelgegend. Der Gedanke verblasste sofort wieder, aber nichts sprach dagegen, sich ein bisschen in der Umgebung umzuschauen. ,, Bleib aber nicht zu lange weg!", warnte ihr Vater sie und Ebonee zog sich Sandaletten an und ging hinaus. Warme Luft streifte ihr entgegen und sie atmete den Wind ein, der ihr entgegen blies. Sie rannte den breiten Weg an der Straße entlang und beobachtete die Muggel, die mit ihren Kindern spazieren gingen. Ebonee lächelte ihnen zu und ging weiter, bis sie auf einer Wiese ankam, mit vielen Blumen und Tulpen. Sie lief die Wiese hinauf, bis zu einem Baum und lehnte sich dagegen. Sie schaute in den Himmel und sah viele Vögel in dem blauen Himmel umherfliegen. Sie kicherte, da ein Schmetterling auf ihrer Stupsnase herumgeisterte. Als sie den Schmetterling gerade fangen wollte, stand jemand ganz am Anfang der Wiese und beobachtete sie. Ebonee stand sofort auf und versuchte den Mann zu erkennen. Er hatte eine schwarze Lederjacke, mit schwarzer Hose, und einer schwarzen Kaputze auf. Man konnte sein Gesicht nicht erkennen, aber man sah, dass er genau zu Ebonee hinüber schaute. Angst durchfuhr Ebonee. Sie griff vorsichtig nach ihrem Zauberstab, den sie immer dabei hatte. Doch der Mann wandte sich ab und verschwand. Er war disappariert. Schnell bevor Ebonee noch etwas anderes passierte, lief sie zurück nach Spinners End. Sofort öffnete sie die Tür, knallte sie zu, atmete sehr laut und setzte sich sofort ins Sofa. Ihr Vater saß in einem Sessel und las den Tagespropheten und sah seine Tochter mit einer erhobenen Augenbraue an. ,, Alles in Ordnung?", fragte er hämisch und nippte kurz an seinem Kaffee. Ebonee war total blass. ,, Da draußen. Ich war auf einer Wiese. Ich habe jemanden gesehen. Er hatte mich die ganze Zeit beobachtet. Es war ein Mann und er ist dann disappariert!", erklärte Ebonee schnell und holte tief Luft. Ihr Körper zitterte immer noch. Snape legte seine Zeitung zur Seite und schaute etwas angespannt aus. ,, Wie sah der Mann aus?", fragte er nun etwas ernster. ,, Ich weiß nicht, schwarze Jacke, schwarze Hose, und eine Kaputze. Ich konnte nichts erkennen!", sagte sie enttäuscht und schaute in das Gesicht ihres Vaters. Aber man konnte nichts erkennen, er schaute ausdruckslos. ,, Vielleicht ein Irrer!", sagte er und lehnte sich wieder zurück. Ebonee zuckte nur mit den Schultern und verschwand in ihrem Zimmer, wo sie anfing zu lesen, bis sie aber irgendwann einschlief. Sie träumte zuerst vom Fliegen mit Harry zusammen, bis sich der Traum irgendwann veränderte. Sie war wieder auf der Wiese und der Mann stand da wieder. Dieses mal aber kam er zu ihr. Er kam immer näher und Ebonee konnte sich nicht bewegen. Sein Gesicht konnte man nicht erkennen. Er kam immer näher und plötzlich veränderte sich die Szene. Ebonee sah einen alten Mann. Er kochte gerade einen Tee, bis er aber unterbrochen wurde, denn ein Licht ging in einem anderen Haus an. ,, Diese verdammten Bengel!", zischte er und machte sich auf dem Weg zu dem Haus. Ebonee verfolgte alles mit. Sie traten in das Haus. Der ältere Mann nahm ein Licht und schaltete es ein um zu sehen, wo die Treppen waren. Das Haus wurde nicht oft benutzt, denn überall waren Spinnweben und Dreck. Sie gingen die Treppe langsam hoch und horchten. ,, Ich versichere mein Herr. Lily und James Potter hatten noch ein Kind. Ich habe es mitverfolgt. Harry Potter hat eine jüngere Schwester!", sagte der kleine pummelige Wurmschwanz verängstigt. ,, WIE HEIßT SIE!", zischte eine hohe und unheimliche Stimme hervor. Man konnte nicht erkennen wer diese Gestalt war, sie war in einem großen Sessel versteckt. ,, Ebonee Evans", piepste Wurmschwanz hervor. ,, ICH WILL ALLE BEIDE. WIE IST MIR EGAL, ABER ICH BRAUCHE ALLE BEIDE!", zischte er wütend hervor. ,, Aber wie soll das gehen, Herr. Es funktioniert nicht. So etwas kriegen wir nicht hin!", stammelte Wurmschwanz. ,, Es gibt bestimmt einen anderen Weg!", fügte er noch ängstlich hinzu. ,, NEINNN! ES WIRD SO GEMACHT, UND ZWAR GENAUSO WIE ICH ES SAGE!", schrie die hohe kalte Stimme entgegen und Wurmschwanz verbeugte sich ganz tief. Ein weiterer Mann kam zum Vorschein und sah voller Respekt auf den Sessel hinab. ,, Ich werde euch auf keinen Fall enttäuschen!", sagte die dunkle Stimme. Es war der Mann mit der Lederjacke. ,, GUT! ZUERST RUFEN WIR DIE UNSEREN ZUSAMMEN, SCHICKEN WIR IHNEN EIN ZEICHEN!", zischte die Stimme wieder. Der alte Mann sah verwirrt drein, bis eine große Schlange seine Aufmerksamkeit erregte. Sie glitt neben ihm herbei und schlängelte sich in den Raum hinein. Sie machte es sich auf dem Sessel bequem und zischte etwas auf Parsel. ,, Nagini berichtet mir, dass der alte Muggelhausmeister, direkt vor der Tür steht!", zischte die Stimme und Wurmschwanz öffnete sofort die Tür und sah den verschreckten älteren Mann. ,, Bitte ihn doch hinein, Wurmschwanz!", knurrte die Stimme. Der ältere Mann kam langsam mit zitternden Knien hinein. Der Mann mit der Lederjacke grinste hämisch, während Wurmschwanz die Tür zuschloss. Als der ältere Mann, die Gestalt im Sessel sah, schrie er vor Schreck auf und fiel auf die Knie. ,, SO SO. SCHLEICHST DICH HIER REIN UND DANN NOCH SO EINE ABFÄLLIGE BEGRÜßUNG. FRANK. LANGE HER. ABER ICH DENKE DU HAST ZU VIEL GEHÖRT! WURMSCHWANZ ICH MÖCHTE BITTEN!", kreischte die hohe Stimme hervor. Wurmschwanz holte den Zauberstab heraus und richtete ihn auf Frank. ,, AVADA KEDAVRA!", schrie Wurmschwanz und eine grüner Lichtblitz kam aus dem Stab heraus und traf den älteren Mann. ,, NAGINI! TÖTE!", zischte die Gestalt und die große Schlange stürzte sich auf den älteren Mann.

Ebonee schrie. Sie welzte sich um sich und schrie. ,, Ebonee! EBONEE", rief eine dunkle Stimme ins Zimmer hinein. Ebonee wachte unter Tränen und Schweißperlen auf. Sie schaute sofort mit panischer Miene um sich und erkannte, dass sie zu Hause war und das ihr Vater vor ihr stand. ,, Was ist los?", polterte er entgegen und setzte sich auf ihr Bett. Ebonee kauerte sich neben ihm und weinte. ,, Ich ich.... ich habe den Mann in einem Traum erkannt. Es war ein jüngerer. Sein Name kenne ich nicht. Er war noch sehr jung und hatte einen Auftrag bekommen, von einer Gestalt....!", flüsterte Ebonee mit erstickter Stimme. Snape sah seine Tochter scharf an. ,, Was für einen Auftrag?", fragte er bestimmt. Ebonee sah aus, als hätte sie es miterlebt. ,, Er sollte mich und Harry finden!", sagte sie und Snape spannte sich etwas an. ,, Wer war da noch?", fragte er weiter. ,, Wurmschwanz. Er hatte alles von mir berichtet....", stotterte sie und vergrub ihr Gesicht in Snapes Robe. Snape nahm seine Tochter in die Arme. ,, Aber....aber es war nur ein Traum, oder....!", krächzte sie und schaute in das Gesicht ihres Vaters. ,, Ja. Es war nur ein Traum!", sagte er und strich ein paar Haarsträhnen zur Seite. ,, Na komm. Wir gehen runter und essen was schönes!", sagte er und beide gingen schweigend hinunter.

In den letzten Ferienwochen, hatte sie einen Brief von Harry bekommen, dass er traurig war, dass sie nicht mitkommt, aber sich auf Hogwarts freute.

An dem Tag, wo das weltweite Quidditchspiel war, bekam sie noch einen Brief von Harry.

Hallo Ebonee,

ich hoffe dir geht es gut. Ich bin mit den anderen nun beim Turnier und es ist einfach spitze. Ich habe auch erfahren, dass dieses Jahr in Hogwarts eine Überraschung passieren soll. Bagman der Spielcoach will es nicht sagen, genauso wenig wie Mr Crouch, der vom Ministerium, der Leiter der Ministeriumsabteilung für Internationale Magische Zusammenarbeit wollte es auch nicht sagen. Fred und George haben mit Bagman eine Wette laufen. Gleich beginnt das Spiel. Wir sehen uns.

Harry

Ebonee kicherte. Sie antwortete mit einem Zwinker, doch plötzlich fiel ihr ein, warum sie nicht dort hin durfte. Wegen den Todessern. Und Harry war dort mit den Weasleys und Hermine. Sie musste sie warnen.

Doch bevor sie den Brief schrieb, hatte sie ein anderes Problem. Dann kamen bestimmt Fragen auf, wie woher wusstest du das? Wie hast du das herausgefunden? Warum hast du nichts früher gesagt?

Ebonee packte die Feder wieder weg. Harry und die anderen würden bestimmt entkommen. Sofort ging sie nach unten, wo ihr Dad gerade einen Whiskey trank. ,, Dad. Was kommt dieses Jahr nach Hogwarts? Eine Überraschung?", fragte sie unheilvoll nach und sah gespannt auf die Antwort. Snape seufzte tief. ,, Hat dir bestimmt Potter geschrieben. Ja es kommt ein Feuerkelch zu Besuch. Es wird ein Turnier stattfinden, wo es drei Auserwählte gibt, die an verschiedenen Spielen teilnehmen!", erklärte er gelangweilt. Als er die leuchtenden Augen seiner Tochter sah, fügte er sofort hinzu: ,, Aber nicht für 13 Jährige. Sondern für 17 jährige!" Ebonee schmollte. ,, Wieso denn? Ich könnte es locker auch schaffen!", prahlte sie und zählte auf welchen Zauber sie alles schon konnte. ,, Wird Barty Crouch und Mr Bagman auch dort sein?", fragte Ebonee und Snape sah sie misstrauisch an. ,, Hat dir das alles Potter in einem Brief geschrieben? Ja werden sie!", sagte er unwirsch. ,, Wann gehen wir eigentlich die neuen Bücher kaufen?", fragte Ebonee und freute sich schon auf die Winkelgasse. ,, Die habe ich schon geholt. Sie liegen unter der Treppe. Du kannst dich dieses Jahr entscheiden, ob du Wahrsagen wählst, Alte Runen oder Muggelkunde wählst!", sagte er beiläufig. ,, Natürlich Wahrsagen. Unterrichtet das immer noch Professor Trelawney?", fragte sie neugierig. Snape hob eine Augenbraue. ,, Ja tut sie!"

Ebonee seufzte. ,, Wahrsagen ist aber bestimmt immer noch spannender als Alte Runen oder Muggelkunde. Was Hermine alles davon berichtet....!", stellte Ebonee fest und Snape hörte ihr nur gespannt zu. Ebonee schaute sich jedes einzelne Buch an. ,, Pflege magischer Geschöpfe und Wahrsagen. Wer ist eigentlich unser neuer Lehrer in VGDDK?", fragte Ebonee neugierig nach und schaute zu ihrem Vater hoch. ,, Das weiß ich leider auch nicht. Irgendein Mann den Dumbledore kennt.", sagte er abwesend. Ebonee schüttelte nur den Kopf. Instinktiv vermisste sie Lupin und sie hoffte das er genauso gut ist wie er und nicht wieder so ein Trottel wie Lockhart.

Harry Potters HalbschwesterWo Geschichten leben. Entdecke jetzt