Kapitel 88

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Als sie endlich da waren, fragten sich alle wo Harry abgeblieben war. ,, Sicher ist er schon draußen auf dem Bahnsteig!", meinte Ron und alle drei verließen den Zug. Als alle schon auf dem Weg zu den Kutschen waren, bemerkte Ebonee das sie ihre Brille im Zug vergessen hatte. ,, Sagt McGonagall ich komme später. Ich hole meine Brille noch!", meinte Ebonee schnell. Sie kehrte sofort um und bannte sich einen Weg zum Zug. Als sie ankam, war schon alles menschenleer. Die Erstklässler wurden schon von Hagrid abgeholt. Als sie gerade einsteigen wollte, bemerkte sie wie in einem Abteil, alle Rollos heruntergekurbelt wurden. Aber nur in einem großen Abteil. Sie ging sofort in ihr Abteil, holte die Brille ab und wollte schon gehen, bis sie Malfoy entdeckte. Sofort versteckte sie sich und sah, wie er die Tür schloss und rief: ,, Gute Fahrt zurück nach London!" Malfoy sah viel bleicher aus, als üblich und er schien noch viel gereizter. Er trug einen schwarzen Anzug und einen Aktenkoffer. Er sah viel erwachsener und gefährlicher aus. Als er aus dem Zug stieg, lief Ebonee sofort zum jeweiligen Abteil, öffnete ihn und setzte ihre Brille auf. Sie entdeckte Harry auf dem Boden mit dem Tarnumhang. Er war bewusstlos. Ebonee holte ihren Zauberstab heraus und sagte: ,, Finite!" Der Tarnumhang glitt zur Seite und Harry straffte sich auf. Ebonee nahm ihre Brille ab und sah Harry verwundert an. Seine Nase war voller Blut und er schien etwas benommen zu sein. ,, Ebonee! Danke! Wie hast du mich gefunden?", fragte er und war glücklich sie zu sehen. ,, Ich habe eine besondere Brille von Luna bekommen. Sie kann unsichtbare Dinge sehen. Was hat Malfoy mit dir angestellt?", fragte Ebonee nun. ,, Wir müssen hier schnell raus, bevor der Zug abfährt!", entgegnete Harry, hob seinen Tarnumhang auf und beide verließen den Zug. ,, Ich habe versucht Informationen zu sammeln. Aber er hat mich entdeckt und bemerkt!", sagte Harry leicht angewidert. ,, Und da hat er dich K.O. geschlagen. Keine raffe Leistung!", bemerkte Ebonee und Harry gab ihr einen kleinen Stups. Genau in dem Moment fuhr der Zug los. ,, Harry? Ebonee?", kam eine bekannte Stimme von weiten. Beide drehten sich um und erkannten Tonks. ,, Tonks? Was machst du denn hier?", fragte Ebonee. Tonks sah nicht gut aus. Ihre ach so pinken, schimmernden Haare, hatten ein leichtes grau angenommen und ihr Gesicht sah auch sehr zugesetzt aus. ,, Was tut ihr beiden noch hier? Ihr müsstet doch schon längst im Schloss sein", sagte sie gereizt und ging nicht auf Ebonees Frage ein. ,, Wir hatten ein kleines Malfoy Problem!", sagte Harry nur und als Tonks ihr Licht hochhielt erkannte sie Harrys blutende Nase. ,, Oh, ja. Kommt, ich bringe euch zum Schloss!", meinte sie und alle drei liefen den Hang entlang. Ebonee bemerkte das sie noch gar nicht ihr Schulumhang angezogen hatte. Sie trug noch ihre Muggelklamotten, genauso wie Harry. Hoffentlich gab es keine Punkteabzüge. Als sie am Tor standen, schickte Tonks einen Patronus los. ,, Ich benarichtige jemanden, dass er euch gleich abholt!", sagte sie in einem geschwächten Ton. ,, Ein Wolf? Dein Patronus?", kam es von Harry und schaute Tonks mitleidig an. ,, Ach, es ist nur Remus und ich haben nicht die besten Zeiten gerade!", sagte sie abweichend. Ebonee machte große Augen. Remus und Tonks? Die beiden sind zusammen? ,, Und was machst du hier?", fragte Ebonee als nächste Frage, die ihr noch gar nicht beantwortet wurde. ,, Ich bin als Wache heute hier postiert. Sind zusätzliche Schutzmaßnahmen!", meinte sie und schaute zum Tor hinweg hin. Und tatsächlich. Eine Lampe wackelte auf und ab, schwang hin und her. Ebonee und Harry sind froh, wenn sie einfach in der Großen Halle sitzen, es war ganz egal, wer das Tor öffnen würde. Beide würden sich sogar freuen, wenn es Filch wäre, beide haben Hogwarts so vermisst. Es wäre ihnen auch egal, wenn Filch seine Foltermethoden androhte. Die Lampe kam immer näher und damit auch die Person. Ebonee grinste schon und Harry baute sich auf, bereit für sein Zu Hause, bereit Filchs Androhungen hinüber zu lassen. Als die Person vor ihnen stand, war es alles andere als Filch. Die Person grinste hämisch und konnte es kaum erwarten den beiden eine Standpauke zu geben. Ebonees hell erfreute Miene erblich und Harrys Freude verschwand sofort. Vor ihnen stand ihr meistgehasster Lehrer und strenger Vater Severus Snape. 

Harry Potters HalbschwesterWo Geschichten leben. Entdecke jetzt