Kapitel 71

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Das DA Treffen fand an einem geheimen Ort statt, den viele noch gar nicht kannten, sogar Fred und George nicht. Im Raum der Wünsche. Ein Raum der kommt, wenn man sich etwas sehnlichst wünscht und es vor Augen hat. Harry brachte allen den Expelliarmus Zauber bei. Ebonee beherrschte diesen Zauber eigentlich schon, aber es könnte nicht schaden nochmal von einem älteren und begabteren Schüler angeschaut zu werden. Am Ende liefen sie alle heimlich mit der Karte des Rumtreibers hinaus, das Filch oder Umbridge sie nicht entdeckten. Dieses Treffen war sehr erfolgreich und sollte alle auf die Begegnung mit Lord Voldemort vorbereiten.

,, Du machst dich echt gut, du bist fast so gut wie Harry!", prahlte Ron und lächelte Ebonee herzhaft an. Ebonee erwiderte es. ,, Und ich habe dich platt gemacht!", meinte Hermine drastisch hervor und Rons Ohren wurden scharlachrot wie eine Tomate. Ihm fehlten anscheinend die Worte und Hermine ging mit einem amüsanten und vergnügten Blick davon.

Zusammen wollten sie zum Gemeinschaftsraum laufen, bis Ebonee eine innere Stimme wahrnahm. Eine sanfte, warme innere Stimme. Eine die in eine ganz andere Richtung führte als zum Gemeinschaftsraum. Sie führte hinunter in die Kerker. Ebonee schaute zu den anderen, ob sie die Stimme vielleicht auch hörten, aber keine zeigte eine Regung oder sah verwirrt aus. Ebonee wandte sich von ihnen ab und folgte der leisen, sanften Stimme, die ihr nur zu bekannt vorkam. Sie konnte es nur nicht zuordnen, zu wem die Stimme gehörte. Je näher sie kam, desto lauter wurde diese Stimme. Sie lief an der Großen Halle vorbei, hinunter in die Kerker, bis zu Snapes Büro....

Sie blieb davor stehen. Die Stimme schien aufzublühen in Ebonees Herz und strahlte Wärme aus. Sie musste unbedingt wissen, was es auf sich hatte. Sie klopfte leise an der Tür, aber es öffnete niemand. Anscheinend war niemand da. ,, Alohomora!", flüsterte sie und die Tür öffnete sich. Snape war nicht lange weg, also musste sie sich beeilen. Sie schloss die Tür sofort hinter sich und in dem Moment verstummte die innere, sanfte Stimme. Sie war weg. Ebonee war enttäuscht. War sie nur Einbildung? Doch als sie sich kurz umschaute, erkannte sie mitten auf einem kleinen Nachttisch eine schöne Lilienblume. Ebonee näherte sich der Blume und die Stimme umkreiste Wirbel in ihrem Bauch. Es war die Blume, die ihr etwas gab, was ihr so vertraut vorkam. Sie betrachtete diese schöne Blume und schaute in die Blütenblätter hinein. In dem Moment kreischte die Stimme und sie fiel in eine kleine Erinnerung. Ihre Augen schlossen sich. Sie fiel sehr tief, immer tiefer, die Stimme wurde immer höher, bis sie verstummte und Ebonee auf einer Wiese lag. Sie schüttelte den Kopf und rüttele Blätter und Blüten aus ihren Klamotten heraus. Dann schaute sie sich um. Sie befand sich auf einer grünen Wiese, mit Bäumen, Schmetterlingen und Blumen. Über ihr erstrahlte die Sonne jedes Blickfeld. Und als sie sich umdrehte, erkannte sie weit hinten einen kleinen Spielplatz wo zwei Personen auf einer Schaukel schaukelten. Ebonee ging ein paar Schritte näher und umso näher sie war, erschrak sie sich. Die eine Person mit den roten Haaren, sah aus wie sie. Wer war das? ,, Lily lass das?", kreischte die Person neben ihr. Lily? Rote Haare? Gleiche Form des Gesicht? Ihre Augen? Das war Ebonees und Harrys Mutter! Ebonee kroch noch näher und lauschte. ,, Sieh doch Tunia.", schrie sie eifrig zurück, schwang noch einmal kräftig und lies sich in die Luft gleiten. Anstatt sich alle Knochen zu brechen, flog sie in der Luft umher, bis sie sich sanft absetzte. ,, Schau Tunia, mir ist nichts passiert!", sagte Lily begeistert. Tunia schien sehr wütend zu sein, aber auch Neid und Neugierde platzte aus ihr heraus. ,, Mami hat gesagt das du das nicht tun sollst, Lily.", kreischte sie und verschränkte die Arme, doch Lily ging nicht drauf ein. Sie holte eine Lilienblüte hervor und zeigte sie Tunia, die offenbar beeindruckt und neidisch zugleich war. ,, Wie machst du das?", fragte sie dann plötzlich und in dem Moment kam ein Junge in schwarzer Kleidung hervor. Ein kleiner Junge, der diesen Auftritt schon länger geplant hatte. ,, Das ist doch offensichtlich!", sprach er hervor und setzte ein schiefes Lächeln auf, was Lily kurz erwiderte. Ebonee machte große Augen als sie den Jungen sah. Wer war das? Doch weiter konnte sie nicht verbleiben, denn die Erinnerung löste sich auf und sie öffnete geschockt die Augen. Die innere, warme Stimme lies nach und Ebonee ließ vor Schock die Blume fallen. Ein Stich bohrte sich in ihren Bauch und eine Horde von Erinnerungen keimten sich in ihr auf.....

Harry Potters HalbschwesterWo Geschichten leben. Entdecke jetzt