Kapitel 51

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Die 3. Aufgabe stand bevor. Harry war aufgeregter als sonst. Er meinte das das ganze Quidditchfeld mit einem Labyrinth ausgestattet war. Also war das die letzte Aufgabe. Und Harry konnte sich dieses mal auf nichts vorbereiten und dieses macht ihn umso nervöser. Ebonee kann es verstehen und ist froh, wenn dieses Turnier sein Ende gefunden hat. Besonders die grausamen Taten mir Mr Crouch und seinem Sohn. Und immer noch beschäftigte es Ebonee. Wieso war der Sohn von Mr Crouch in ihrem Traum, wenn er doch tot sein sollte? Sogar Dumbledore konnte es nicht erklären und das machte es umso unheimlicher und gefährlicher. Ihren Vater hatte sie schon seit dem letzten Unterricht nicht mehr gesehen. Rita Kimmkorn wurde aus dem Schloss verbannt, was sie auch verdient hatte. Ebonee war froh sie nie wieder zu sehen, trotz allem fragte sie sich auch, wie sie die ganzen Informationen bekommen hatte. 

Ebonee saß alleine in der großen Halle, während ihre Freunde schon im Gemeinschaftsraum waren und sich mit Harry austauschten, wie es ihm ginge. Ebonee saß betrübt an ihrem Platz und stocherte gedankenverloren in ihrem Essen herum. Sie vermisste ihren Vater. Seine Hilfe und seine Anwesenheit. 

Snape saß oben am Lehrertisch und trank seinen Saft aus, bis er am Gryffindortisch seine Tochter fand. Sie sah nicht gut aus und sie aß nichts. Sie schaute nur gedankenverloren durch die Gegend. Auch er vermisste sie. Doch musste er sich strikt an die Anweisungen halten um sie beschützen zu können. Er hatte schon an einen Obliviate Zauber nachgedacht, verwarf den Gedanken aber sofort, da dann alle schönen Erinnerungen mit seiner Tochter verloren gingen. Als er sie so beobachtete, musste er wieder an Lily denken. Mit den roten Haaren, sieht sie exakt aus wie sie. Und wenn Snape mal so überlegt, ist es auch die beste Idee von ihr gewesen. So würde niemand auf den Gedanken kommen, dass er der Vater ist. 

Ebonee ließ ihr Essen stehen und stand auf, währenddessen blickte sie einmal hoch zum Lehrertisch und sah das ihr Vater sie mit messerscharfen Augen beobachtete, aber er schaute sofort zur Seite mit seinem griesgrämmigen Blick. Ebonee schien bedrückt, packte ihre Sachen zusammen und machte sich auf den Weg zum Gemeinschaftsraum. Es war schon sehr duster draußen und sie war nur noch die einzige auf den Gängen, bis sie ein Schatten bemerkte. Sie versteckte sich hinter mehreren Statuen und horchte auf. ,, Mad Eye! Du schon wieder! Was schleichst du mir hinterher?", knurrte Karkaroff aufgewühlt. ,, Ich darf das. Ich beobachte dich Karkaroff. Wenn du deine Hände in den Angelegenheiten hast, die in letzter Zeit passieren, schwöre ich dir, dass ich derjenige bin der dich nach Azkaban bringt!", drohte Mad Eye erzürnt. Ebonee konnte den Blick von Karkaroff nicht erkennen, denn er sagte nichts. Es blieb stumm, bis sie bemerkte wie Karkaroff mit wütenden stapfenden Füßen davon ging. ,, Du kannst rauskommen, Evans!", knurrte Mad Eye und Ebonee erschrak. Mit langsamen Schritten kam sie hervor. ,, Wie haben sie mich....?", doch sie ließ es. Mad Eye hatte sie schon öfters erkannt. ,, Ist Karkaroff wirklich der Verantwortliche?", fragte Ebonee neugierig doch mad Eye stöhnte entnervt auf. ,, Ich weiß es nicht, würde es aber auch nicht ausschließen. Man muss immer wachsam sein, wenn man solche um sich hat.", brummte er und holte etwas aus seinem Reisemantel. Dann packte er Ebonee fest an die Hand und sagte: ,, Bitte sei vorsichtig. Egal wer um dich rum ist. Du musst immer vorsichtig sein!", knurrte er und ließ sie los. Ebonee schaute an ihre Hand und erkannte ein Abdruck eines Schädels. ,, Was....?", doch weiter kam sie nicht, denn Mad Eye schnitt ihr das Wort ab. ,, Das ist ein Zeichen, womit ich dich im Auge behalten kann, sobald die 3. Aufgabe morgen los geht. Kein Wort zu irgendjemanden, sonst fliegt dieser Schutz auf. Und jetzt kommst du mit mir mit!", forderte er auf und packte Ebonee grob am Handgelenk. Er nahm sie mit in sein Büro. ,, Ich möchte das du dich auf drei Sachen vorbereitest. Ich bin dein Lehrer in VGDDK und da du Potters Schwester bist, möchte ich das du über die drei unverzeihlichen Flüche Bescheid weißt!", erklärte Moody ernst. ,, Ich kenne die drei Flüche. Cruciatus Fluch, Imperios Fluch und den Todesfluch!", zählte Ebonee wichtigtuerisch auf und handelte sich von Moody ein Lächeln ein. ,, Ganz genau. Und weißt du auch wie du sie anwendest?", fragte Moody und sein magisches Auge wirbelte wie verrückt umher. Ebonee wusste nicht worauf er hinaus wollte. ,, Sir? Die sind doch verboten?", kam es von Ebonee und sie schien sich ein wenig unwohl zu fühlen. ,, Klar sind die verboten, aber für dunkle Zauberer wie Voldemort nicht. Was wenn er wieder auftauchen würde? Wie würdest du dich wehren?", zischte Moody immer ungeduldiger. ,, Mit einem Stupor oder Expelliarmus Fluch!", entschied sie sich und zuckte mit den Achseln. In dem Moment schrie jemand in einer Kiste. Erschrocken schaute sie zu der großen schwarzen Kiste. ,, Beachte diese Kiste nicht. Du würdest mir eh nicht glauben was da drinne ist. Also? Du würdest dich mit einem Exeplliarmus Fluch wehren?", kam die amüsante Stimme von Moody hervor. ,, Ich möchte dir eins raten, Ebonee. Wenn du mal auf dunkle Zauberer treten solltest, musst du immer einen passenden Zauber parat haben. Also würde ich dir vorschlagen, dieses Buch gründlich zu lesen!", fügte er an Ebonee gewandt hinzu und übergab ihr ein dickes, schwarzes Buch wo draufstand: ,, Die unverzeihlichen Flüche und deren Anwendungsmethoden." ,, Aber Sir? Wo haben sie das Buch her? Sind die nicht verboten?", kam es von Ebonee geschockt, doch Moody winkte ab. ,, Manchmal frage ich mich, warum ich überhaupt hier bin? Ich bin der beste Auror. Ich habe die besten Bücher und Flüche drauf. Also frag nicht weiter und tue was ich dir sage!", bellte er und schickte Ebonee hinaus, die mit dem Buch in der Hand verwirrt im Korridor stand. Sofort rannte sie zum Gemeinschaftsraum, wo schon niemand mehr war. Alle waren schon in ihrem Betten, sogar Harry. Ebonee machte es sich bequem und schaute nochmals auf ihre Hand. Sie brannte sehr. Sie hatte immer noch nicht wirklich verstanden wozu das gut sein sollte, aber sie wollte nicht minder nachfragen. Dann öffnete sie das Buch wie es ihr aufgetragen war und sie las sich jeden einzelnen Fluch durch. Beim Todesfluch brauchte sie länger. Sie wollte unbedingt wissen, wie ihre Mutter umgekommen war. Aber theoretisch dieses zu lesen, war so als würden Igel fliegen können. Wenn man diese Theorie beherrscht, könnte man es nicht in praktisch umsetzen. Das würde Ebonee aber auch nie im Leben versuchen. Sofort klappte sie das Buch zu und holte tief Luft. Sie musste an einem anderen Tag weiterlesen. Es war ihr zu unheimlich. Sie ging nach oben zum Schlafsaal, versteckte es in ihrem Koffer und legte sich ins Bett. Sie träumte von den Flüchen, wie sie selber den Cruciatus Fluch anwendete und dabei lachte. 

Harry Potters HalbschwesterWo Geschichten leben. Entdecke jetzt