Kapitel 55

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Ebonee wurde heute aus dem Krankenflügel entlassen. Heute war auch der letzte Schultag, wo endlich auch die Sommerferien begannen. Psychisch ist Ebonee einigermaßen wieder stabil. Sie musste in diesem Jahr sehr viel durchmachen, genauso wie die anderen. Cedric Diggory tot, vor ihren Augen, ein Doppelgänger von Moody war übers ganze Jahr in Hogwarts und hatte versucht die beiden Geschwister umzubringen und Lord Voldemorts Auferstehung. Dieses musste sie erstmal alles verdauen und überwinden. Ebenfalls das ihr Vater einer gefährlichen Aufgabe bevorstand, die er hoffentlich gut bewältigt hatte. Sie hatte ihn bis dahin nicht mehr zu Gesicht bekommen. Doch gleich würde sie sehen, ob er wohl auf ist, da sie gleich zur Großen Halle gingen und eine Beerdigung für Cedric unternahmen. Sie musste immer wieder an die Schreie der anderen Mitschüler denken und an das Geschrei von Cedrics Vater Amor. Bei diesen Gedanken überkam ihr immer eine Gänsehaut. ,, Ebonee? Wie gehts, wie stehts?", rief ihr jemand von hinten, da sie gerade zur Großen Halle marschieren wollte. Sie drehte sich um und erkannte Ron. ,, Wo sind Harry und Hermine?", fragte Ebonee leicht verdutzt. ,, Die kommen gleich. Ich wollte schon mal vorgehen. Und sag wie geht es dir?", fragte er und Ebonee zuckte nur mit den Schultern. ,, Ich denke mir geht es gut. Ich bin noch etwas angeschlagen, aber das schlimmste habe ich überstanden!", meinte sie und lächelte matt. ,, Ebonee. Schön dich wieder auf den Gängen anzutreffen", kamen die Stimmen von Fred und George. Ebonee schenkte ihnen ein breites Lächeln. Auch viele andere Mitschüler aus ihrem Haus, begrüßten sie herzlich, besonders das Quidditchteam. Doch viel Stimmung war nicht zu erkennen, da viele noch an Cedric dachten, sogar Gryffindor. Er war schon ein sehr beliebter Schüler gewesen.

Alle versammelten sich in der Großen Halle. Ebonee setzte sich dicht neben Harry. Beide saßen ganz vorne mit Hermine und Ron zusammen und vielen Hufflepuffs. Es war totenstill. Man hörte nur Schluchzen und Schnaufen. Dumbledore saß vorne auf einem Stuhl. Er sah sehr erschöpft aus, aber in seinem Blick konnte man Erkenntnis und Stärke erkennen.

,, Heute verabschieden wir uns nicht nur von einem Schüler, sondern von einem Freund. Einem jungen Mann, der stehts in allem das gute gesehen hatte, einen jungen Mann der ehrlich, mutig, gutmütig, höflich, freundlich, talentiert und ehrgeizig war. Wir verabschieden uns von Cedric Diggory. Er wurde getötet von Lord Voldemort. Das Ministerium möchte nicht, das ihr über diese Informationen verfügt, aber es wäre eine Beleidigung an Cedric, dieses nicht auszusprechen. Ich möchte das ihr genau jetzt an ihn denkt, denkt an Cedric Diggory!", sagte Dumbledore in einem heiseren Ton. Es waren immer mehr Schluchzer zu hören, auch Ebonee verlor ein paar Tränen. Sie musste immer wieder an den Todesfluch denken, wie Cedric erwischt wurde. Auch sie hatte den Todesfluch fast abbekommen. Sie drückte Harrys Hand ganz fest und schaute in die Sonne, die durch die Fenster hervor schien.

Severus Snape lag in seinem Sessel und trank einen starken Feuerwhiskey. Er hatte vor zwei Tagen eine Todessersitzung und Lord Voldemort war wieder dabei. Als er ihn gesehen hatte, fiel ihm fast die Kinnlade herunter. Auch die anderen waren sehr geschockt ihn anzutreffen. Er hatte berichtet, dass er erstmal versucht wieder an die Macht zu kommen, seine Anhänger aus Azkaban befreien möchte und sich dann langsam wieder aufbauen. Severus Snape berichtete von Harry Potter, von Dumbledore und von Ebonee Evans. Wie sie in der Schule waren, wie sie vom Charakter sind und was sie in den letzten Jahren getan haben. ,, Und was mich brennend interessieren würde, wäre, wer der Vater von Ebonee Evans ist...", sagte Voldemort in einem gereizten Ton und umschloss seinen Zauberstab fest, sodass seine weißen Knöchel hervorstachen. Severus schluckte nervös, aber versuchte sich nichts anmerken zu lassen. ,, Das, Herr, haben wir uns auch schon alle gefragt. Aber niemand kann uns diese Frage beantworten, nicht einmal Dumbledore!", sagte Snape lässig und Voldemort durchdring Snape mit seinen Schlangenaugen. Es dauerte einige Minuten bis er nickte. ,, Ich werde es noch raus kriegen!", zischte Voldemort nur und Snape holte im inneren tief Luft.

Harry Potters HalbschwesterWo Geschichten leben. Entdecke jetzt