Kapitel 39

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Die letzten Tage in Spinners End waren sehr langweilig und Ebonee freute sich schon riesig auf Hogwarts. Doch heute kam der Tagesprophet zum Vorschein und Snape las seiner Tochter alles vor was sich zugetragen hatte. Ein Terroranschlag bei der Quidditchweltmeisterschaft. Die Anhänger von Voldemort waren dort und haben alles in Brand gesetzt, auch das Dunkle Mal wurde an den Himmel gezaubert. Cornelius Fudge will den Verursacher finden, der das Dunkle Mal heraufbeschworen hat, der kommt sofort nach Azkaban. Bartemius Crouch, Leiter der Ministeriumsbateilung für Internationale Zusammenarbeit war auch anwesend und seine Hauselfe hatte einen Zauberstab in der Hand, womit der Fluch ausgeführt wurde. Für Bartemius Crouch war es eine Schande, doch die Hauselfe wehrte sich und meine sie war das nicht. Bartemius hatte seine Hauselfe verbannt. Niemand weiß ob es die Hauselfe war, aber sie war die einzige Verdächtige. Es gab viele Verletzte, aber keinen Toten. 

Als Snape alles vorgelesen hatte, schaute er mit gerunzelter Stirn auf das Dunkle Mal. Man sah das er etwas unruhig wurde, verbannte seine Gefühle aber sofort. ,, Das ist schrecklich. Was ist mit Harry, Ron, Ginny, Hermine!", rief Ebonee panisch und polterte die Treppen hoch um ihnen ein Brief zu schicken.

Sie holte ein Pergament heraus. 

Hallo Harry,

ich habe in der Zeitung gelesen was passiert ist. Wie geht es euch allen? Ist alles in Ordnung bei euch? Bitte schreibt mir.

Ebonee

Diesen Brief gab sie ihrer Eule Tiger, die sofort los flog. Ebonees Bauch tat weh. Sie hatte Angst. Und eines verstand sie auch nicht. Wieso sollte eine Hauselfe ein Dunkles Mal heraufbeschworen? Und wieso bei der Quidditch Weltmeisterschaft? Sie wusste noch als zwei Anhänger Voldemorts zu Besuch waren und berichtet haben, dass sie einen Anschlag planen. Sie hatten gefragt ob Snape mitmachen würde, der hatte aber abgelehnt. Sie wusste das Snape ein Spion ist. Für Dumbledore. Er ist nur ein Anhänger um Informationen für Voldemort zu geben. Harry denkt das er ein Todessern ist, ein richtiger Anhänger, aber Ebonee vertraut ihrem Vater und Dumbledore ebenfalls. Sie weiß das er ein Dunkles Mal als Tattoo hat, aber dieses verurteilt nicht gleich einen. Mit schweren Schritten lief sie die Treppen hinunter. Ihre roten Haare hatte sie zu einem Zopf geformt. Snape hatte die Zeitung weggelegt und war gerade dabei einen Trank herzustellen. ,, Dad? Glaubst du denen ist was passiert?", fragte Ebonee heiser und sah mit verängstigten Augen zu ihrem Vater auf, der nur seine Augen kurz verengte. ,, Kann ich mir nicht vorstellen, Potter ist ja aus gutem Holz geschnitzt!", sagte er in einem spöttischen Ton. Ebonee biss sich auf die Lippe. ,, Ich bin froh das du hier geblieben bist, Ebonee. Wer weiß was noch alles passiert wäre, wenn du dort aufgetaucht wärst!", sagte er in einem ernsten Ton. ,, Glaubst du es war die Hauselfe?", fragte Ebonee weiter und sah kurz auf die Zeitung, wo das Dunkle Mal hervorkam. Snape hob eine Augenbraue. ,, Ich kann es nicht sagen. Aber eine Hauselfe..... nein, das glaube ich nicht. Das muss jemand anderes gewesen sein!", meinte er und fügte eine Baumwurzel in den Kessel. 

Ebonee packte ihre Sachen zusammen. Ihre Klamotten, Bücher und Umhänge. ,, Ich bringe dich zum Bahnhof. Von dort machst du alles selber!", meinte er ernst. ,, Und keine Umwege. Wenn irgendwas ist, schicke deine Eule!", fügte er noch streng hinzu und Ebonee wusste, dass er von dem fliegendem Auto sprach.

Ebonee hatte ihre Koffer auf einem Wagen gepackt. Ihre Eule kam heute Morgen wieder. Es war aber kein Brief dabei gewesen. Ebonee hatte Angst, dass der Brief irgendwie abgefangen wurde, oder nicht angekommen ist, aber sie hatte ja keine Verletzungen an Tiger gesehen. Mit einer hoffnungsvollen Miene rannte sie gegen Gleis neun und zehn und hoffte das Harry, Hermine, Ron und Ginny mit gesunden Mienen vor ihr stand. Sie betrat den Bahnhof und sah viele Schüler. Sie ging durch die Massen und hielt Ausschau. Und auf einmal stach ihr eine rote Familie ins Auge. Die Weasleys. Sie rannte mit dem Wagen auf sie zu. ,, MRS WEASLEY", rief Ebonee und Molly schaute sich mit fragenden Blick um, wer ihren Namen gerufen habe. Als sie Ebonee erblickte, hellte sich ihre Miene auf. ,, Ebonee! Wie schön!", sagte sie in den höchsten Tönen und umarmte Ebonee kräftig. Arthur Weasley schüttelte ihre Hand kräftig. ,, Wie geht es euch? Ist euch irgendwas passiert?", fragte Ebonee schnell. ,, Alles gut. Uns ist nichts passiert. Harry und die anderen sind schon im Zug. Schnell geh rein, sonst fährt er noch ohne dich los!", warnte Mrs Weasley ihr und half ihr den Koffer mit reinzutragen. ,, Danke Mrs Weasley!", verabschiedete sie sich und bekam einen dicken Kuss auf die Wange. Ein Stein vom Herzen fiel ihr, als sie hörte dass es allen gut geht. Mit schnellen Schritten lief sie durch die Gänge und schaute wo sie Harry sah. Sie blickte in jedes einzelne Abteil, bis sie Malfoy erkannte. Sofort ging sie schnell an dem Abteil vorüber, aber zu spät. ,, Ey Evans. Habe dich gar nicht bei den Spielen gesehen. Hast wohl kein Geld dafür gehabt!", höhnte Malfoy ihr hinterher. Crabbe und Goyle hörte man im Abteil glucksen. ,, Lass mich in Ruhe", fuhr Ebonee ihn an und wurde leicht rot um die Nase. Ebonee hatte sich extra eine Haube aufgesetzt, damit man ihre roten Haare nicht sehen konnte. Sie ging einfach weiter und da erkannte sie ihren Halbbruder. Sie schob die Abteiltür auf und sah in vier bleiche Gesichter. Harry stand als erstes auf und umarmte Ebonee kräftig, dann Hermine, Ginny und zum Ende Ron. 

Harry Potters HalbschwesterWo Geschichten leben. Entdecke jetzt